Nach längerer Zeit mal ein Lebenszeichen

Ich bin im Moment irgendwie schreibfaul.

Es passiert zwar so viel auf der Weltbühne, aber letztlich ändert sich doch nichts. Das sorgt bei mir irgendwie – vielleicht auch durch die Winterzeit genährte depressive Grundstimmung – für Resignation.

Bei mir ist auch nicht viel passiert.

Ich renoviere noch immer, aufgrund begrenzter Finanzmittel immer nur kleckerweise, an meiner neuen Wohnung herum.

Soweit bin ich ganz zufrieden damit.

Irgendwann in den nächsten Wochen hat mir der Fensterbauer zugesagt zu kommen. Dann werden drei kleinere und wirklich uralte Einglasscheiben-Holzfenster ausgetauscht, die langsam auseinander bröseln und kaum mehr zu retten sind.

Im Wohnzimmer liegt jetzt Laminat. Interessanterweise hat das Verlegen des Laminates etwa gleich viel Zeit in Anspruch genommen, wie das Anbringen der Leisten.

Da ich intelligenterweise am Rand entlang zuviel Spiel gelassen habe, da ich nicht bedacht hatte, dass sich die Teile bei Kälte ja auch zusammenziehen können, musste ich die Leisten falsch herum montieren, damit sie den Spalt zuverlässig abdecken.

Klingt blöd, ist es auch … aber sieht jetzt auch nicht zum weglaufen aus. Größte Schwierigkeit war – ohne Gehrungssäge oder Fixierung, also frei Schnauze – exakte Winkel in den Ecken hinzubekommen. Da gab es eine Menge Verschnitt. 😉

Nuja, aber so ist es ok. In jedem Falle besser als vorher. 😉

Weil hier an der Straße recht grelle Laternen stehen und ständig teils laut gröhlende Leute durch die Fußgängerzone laufen und man ja durchaus mal in Ruhe und ohne Flughafenbeleuchtung einen Film genießen will, habe ich nach einer kostengünstigen und dennoch dekorativen Möglichkeit gesucht, wie ich das Zimmer abdunkeln kann.

Und ich rede nicht von Blickdichtigkeit. Das hat mit Lichtundurchlässigkeit wirklich überhaupt nichts zu tun, wie ich feststellen musste. Selbst bei Vorhängen, bei denen „lichtundurchlässig“ stand, konnte man problemlos durchgucken.

So habe ich schweren, blauen Bühnenmolton (300g pro m²) in zwei Teile separiert und an einer noch vorhandenen Gardinenleiste mittels Molton-Haltern angebracht. Wohlgemerkt zwei Bahnen hintereinander, also 2 Stück a 3,1m *2,5m.

Da kommt wirklich kein Licht mehr durch, mal von den Seiten abgesehen.

Schwerer Bühnenmolton als Verdunkelungsstoff

Nachteile dieser Lösung sind aber deutlich sichtbar: der „Vorhang“ fusselt wie Hölle! Außerdem werden irgendwann die Seiten ausfransen, weil sie nicht umgenäht respektive mit Saum versehen wurden. Fertig umsäumten Molton oder gar fertig geösten kann aber keiner bezahlen. Die Kosten dann direkt 100-250€. 😦

Interessant ist bei dem Molton, dass es kaum Wärme durchlässt. Durchaus von Vorteil, wenn man das Zimmer warm halten möchte. Dumm nur, wenn der Heizkörper hinter dem Vorhang verschwindet und nicht mehr das Zimmer heizen kann.

Aber so ist das eine einfache aber effiziente Lösung.

Dann habe ich noch, weil ich die dusselige W-Lan-Lösung Leid war, ein Kabel über den Dachboden gelegt. Das geht mit einem Cat5e-Kabel erstaunlich einfach. Dosen patchen war auch recht einfach. Innerhalb von 1 Stunde konnte ich schon surfen. Aufräumen inklusive.

Somit sind die wichtigsten Dinge vorhanden.

Fussboden, Vorhänge, Stuhl, Schreibtisch, Computer, schneller I-Net-Anschluss, Bett, Kleiderschrank.

Passt. Was will man mehr?

Nun gut – jetzt spare ich auf eine Küche.

Erstaunlich wie teuer selbst 08/15 Billigmist-Küchen sind – selbst ohne E-Geräte.

Und dann auch noch dieses Mini-Maß. Mehr als 1,88m ist die Nische nicht breit. Da bekommt man nicht viel unter. Abseits von den Standardmaßen wird es zudem wieder ordentlich teuer.

Aber ich drifte schon wieder Richtung Nörgelei.
Dann will ich hier mal aufhören.

 

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Laminatschneider grundsätzlich Müll?

Da ich bei dem alten Laminat mit der Handkreissäge nicht 100% exakt arbeiten konnte und regelmäßig das Dekor – obschon von unten sägend – leicht lädiert hatte, wollte ich mal einen Laminatschneider ausprobieren.

Zu diesem Zwecke habe ich online auf mehrere geboten, welche in den Rezensionen nicht vollends durchfielen.

In Shops wurden die beiden Laminatschneider ab 40€ gelistet, daher dachte ich mit 15€ mache ich erstmal nix falsch. Habe dann aber doch zwei Auktionen gewonnen … Mist!

Beide bezahlt, beide kamen, beide ausprobiert – beide Müll!

Sowohl der Wolfcraft C200, als auch der Wolfcraft 6920000, erfüllen beide ihre Aufgabe mehr als schlecht.

Der günstigere C200 sogar noch etwas besser.

Bei den „Schneidern“ gibt es keine Klinge, man muss statt dessen mit einer stumpfen „Stahlplatte“ vorlieb nehmen.

Letztlich quetscht man sehr unsauber etwa 5 Millimeter aus dem Laminat heraus, welche unten als Gebrösel heraus kommen.

Egal wie ich es drehte oder wendete: das Dekor litt immer unverhältnismäßig viel.

Am schlimmsten jedoch: es gelingt mit beiden Geräten kein exakter Schnitt, bzw eine Ausquetschung.

Zum Ende hin gibt es jeweils eine gehörige Abweichung. Teilweise ist eine Differenz von üher 5 mm zu erkennen, die Kante also sichtbar schief.

Beim Versuch wenigstens einmal eine gerade Kante zu bekommen, habe ich zwei alte Platten ruiniert und 5-cm-weise zerstückelt.

Ohne geraden Schnitt ist aber jedweder sonstige potenzielle Vorteil, wie die Geräuscharmut, Staubarmut und relativ geringe Verletzungsgefahr nichts wert.

Das eine Gerät vom gewerblichen Anbieter habe ich zurück gesendet. Dieser meinte nebenbei bemerkt „sorry, unsere Buchhaltung ist die nächsten 10 Tage nicht besetzt – daher gibts das Geld erst später“. Ja sicher, veräppeln kann ich mich alleine!

Den günstigen Laminatschneider C200 habe ich behalten, auch weil es ein Privatverkauf ohne Rücknahme war. Der ist zuwar auch Mist, hat aber meist nur 3-4 Millimeter Abweichung und ist so zumindest ansatzweise für die Endstücke zu gebrauchen.

Wie die Schneider anderer Firmen und anderer Preisklassen abschneiden (Achtung Wortwitz 😉 ), kann ich nicht beurteilen.

Günstige Laminatschneider von Wolfcraft sind in meinen Augen auf jeden Fall Müll!

Estrich und Teppichkleberreste – der Teppichstripper versagt elendig

Ich bin gerade damit beschäftigt in eine neue Wohnung umzuziehen. Am Wochenende hieß es erstmal die neue einigermaßen herzurichten.

Ein paar Dübellöcher vom Vormieter habe ich schon zugespachtelt, den alten Teppich habe ich auch entfernt.

Darunter kam dann eine heterogene Schicht aus Teppichkleberresten zum Vorschein, stellenweise lugte dabei schon der Estrich hervor.

Dazwischen scheint es eine Art Teerpappe zu geben.

Im Netz kursiert der Tipp Teppichreste mit einem Teppichstripper zu entfernen. Das mag auch durchaus was bringen. Jedoch nicht im vorliegenden Fall. Diese zähe, undefinierbare Substanz unter dem Kleberest und oberhalb des Estrichs, bekomme ich partout nicht weg – auch mit dem Teppichstripper nicht.

Mit Spachtel und Hammer bekam ich es tatsächlich besser weg.

Aber auch hier nur unwesentlich besser. Waren es mit dem Teppichstripper ein paar Quadratmillimeter, so waren es mit manueller Gewalt Quadratzentimeter.

Nach einer Stunde mit dem Teppichstripper hatte ich nicht mal einen m² Fläche „gesäubert“. In dem Tempo hätte ich da eine Woche am Stück fummeln müssen. 😦

Trotz Gehörschutz ist das Teil wirklich mehr als laut – und trotz Handschuhen hatte ich in kürzester Zeit mehrere Blasen.

Und die Krönung: es brachte nix!

Irgendwann habe ich das dann aufgegeben. Die Tage wird sich das ein Fachmann angucken, der sich wohl die Mühe der Entfernung nicht machen, sondern die Fläche einfach versiegeln wird.

Kostet zwar wieder eine Stange Geld, aber dafür spare ich Zeit und Nerven. 😉

Ich hätte so einfach die Schnauze voll gehabt und die bestellte Trittschalldämmung (Holzdämmfaserplatten mit 5mm) drüber gepackt. Das hätte die 1-2 mm Unenebenheit bestimmt ausgebügelt.

Aber ob aus dem undefinierbaren Zeug nicht doch irgendwas ausdünstet …

Da lass ich lieber den Fachmann die Fläche versiegeln.