Pfusch am Bau – oder warum Recht haben und Recht bekommen nicht das gleiche ist

Vor gut elf Jahren hatten wir hier gebaut.
Wie anscheinend bei jedem Bau wurde hier und da (teils ordentlich) gepfuscht. Das gehört ja heutezutage traurigerweise schon fast dazu.
Aber die Balkone sind ein Grenzfall. Diese waren von Anfang an nicht dicht.
Der Architekt, seinerzeit der Bauherr, von dem wir dann Schlüsselfertig übernahmen, hatte diese einem Fliesenleger in Auftrag gegeben und anscheinend dessen Kompetenz weit überschätzt.
Denn dass diese Firma keine Ahnung von Abdichtungen und Balkonen hatte, wurde überdeutlich.
Bis heute bilden sich an ausnahmslos allen Balkonen ständig Zustände wie in einer kleinen Tropfsteinhöhle.
Der Architekt als auch der Fliesenleger, dessen Firma mittlerweile vom Sohn verpfuscht wird, beteuern natürlich ständig wieder, dass „kleinere Fehler“ ganz normal seien. Dort werden so Dinge genannt wie „ein bisschen Schwitzwasser ist ganz normal“.
Alle paar Monate schwarwenzeln auch sowohl Architekt, als auch die Besitzer der Fliesenlegerfirma, als auch deren Rechtsverdreher immer mal wieder mit wechselnden Gutachtern ums Haus. Teils auch einfach so ohne Genehmigung.
Der Prozess, den der Architekt gegen besagten Fliesenleger führt, geht über mittlerweile mehr als 10 Jahre.

Nebenbei bemerkt: warum eine derart glasklare Angelegenheit über 10 Jahre vor Gericht hängt, mit Gutachten, Gegengutachten und so weiter, ist für mich völlig unbegreiflich.
Dass ich spätestens dann das Vertrauen in eine angebliche Rechtsstaatlichkeit verliere, möge man mir nachsehen. Aber Rechtsstaatlichkeit bedeutet ja auch leider nicht, dass derjenige Recht bekommt, der Recht hat, sondern lediglich, dass jeder das Recht hat den Rechtsweg zu einzuschlagen – auch wenn das meist nichts bringt.

Der neuste Streich ist indes besonders ulkig: die Fliesenlegerfirma hat Insolvenz angemeldet.
Das war es also vermutlich. Von der Seite wird wieder nichts zu holen sein.
Man kann also ungestraft rumpfuschen, geht dann insolvent, die Einlage der GmbH ist zwar weg, aber man macht vielleicht zwei Meter weiter unter neuem Namen mit den gleichen Pappkameraden wieder auf.
Der Architekt wird auch alles versuchen, um sich herauszuwinden.
Zuvor wollte er auch noch eine Beteiligung an den Gutachterkosten, weil er mit dem Abbruch des Prozeses drohte. Wir waren natürlich so doof das mitzumachen, in der Hoffnung endlich zu unserem Recht zu kommen (wobei mir dichte Balkone schon reichen würden).
Gut möglich, dass wir hier die nächsten 10 Jahre damit beschäftigt sind, gegen den Architekten zu prozessen.
Warum der eine solche Pfuscherfirma genommen hat und warum er den Baufortschritt nicht überwacht hat, weiß ich nicht. Der hätte doch sehen müssen, dass die das nicht können.
Jetzt haben wir das uralte Problem: wer billig kauft, kauft meistens zweimal.
Alle Balkone professionell wieder abzudichten, wäre etwa so teuer, wie ein günstiger Mittelklassewagen.
Das kann noch lustig werden. Wobei … das war ja schon seit über zehn Jahren lustig.

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Bei einer Garantieabwicklung bei Western Digital muss man offenbar viel Geduld mitbringen

Kurze Vorgeschichte: meine 2TB 3,5 Zoll Caviar Green 20EADS hatte … nicht direkt die Grätsche gemacht, aber wies zunehmend unkorrigierbare Sektorenfehler auf und jede Menge schwebende Sektoren.
Da dort nicht ganz unwichtige Daten drauf liegen und ich einer solchen Platte diese nicht anvertrauen möchte, habe ich sie ausgebaut und bei WD eine RMA beantragt. Innerhalb der Garantiezeit war ich auch dicke.
Nur hatte anscheind Mindfactory nicht für den deutschen Markt bestimmte Festplatten verkauft, was sofort auf der RMA-Seite angekreidet wurde.
Dennoch musste ich es probieren und habe das meiner Ansicht nach sehr unübersichtliche und unnötig komplizierte RMA Verfahren durchlaufen. WD erlaubt offenbar eine einzelne solche (nicht den Garantiebestimmungen entsprechende) Festplatte im Jahr zu tauschen
Ein 1:1 Backup auf baugleicher Platte liegt hier noch, welche ich aber nun nicht verwenden möchte – nicht dass die auch noch Probleme bekommt. Dann wären die Daten flöten.
Eingepackt, eingeschickt, warten.
Seit mittlerweile sechs Wochen warte ich auf einen Austausch – oder zumindest irgendeine erkennbare Reaktion.
Im Login-Bereich (man musste einen Account erstellen), sah ich am 3.7. eine Änderung, aber was genau sich geändert haben soll, weiß ich nicht.
Das Wort „Erfolg“ bei RMA-Status stand von Anfang an dort.
Hoffentlich versuchen sie nach der angespannten Lage nach der Überschwemmung in Thailand nicht, sich da irgendwie raus zu lawieren.
Mein Vertrauen in „Geschäftspartner“ ist nämlich endgültig am Nullpunkt angelangt.
Sollte es Probleme beim Austausch geben oder WD sagen, es sei alles in Ordnung mit der Platte und mir die Kosten auch noch aufbürden, so würden wütende Äußerungen und das Bekunden dann zur Konkurrenz zu wechseln nichts bringen.
Denn große Konkurrenz gibt es nicht mehr. Erst recht keine mit besserer Qualität.
Die Samsung-Festplattensparte gehört laut meiner letzten Information zu Seagate – und die sind auch nicht gerade für Top-Qualität bekannt (Stichwort: „Seagate oder Seagate nicht“).
Hitachi glänzt auch immer mal wieder mit Problemen bei Festplatten.
Es gibt also – von ein paar kleinen Lichtern abgesehen – nur noch drei wirklich große Anbieter.
Aber mir bleibt jetzt gerade noch die Hoffnung, dass alles gut geht.

Update (27. Juli 2012):

Nachdem kurz vorher eine Mail (in Englisch) kam, dass eine Ersatzfestplatte in den nächsten 5-7 Tagen zugestellt würde, kam diese am vergangenen Dienstag. Es ist eine 20EARX in tadellosem Zustand, scheinbar aus einem Lager in Ungarn.

Gegenwärtig bin ich dabei, weil ich vorher nicht dazu kam, die Festplatte mit einer 1:1 Kopie zu bespielen.

Somit kann ich nach nunmehr über 5 Wochen das Zwischenfazit ziehen: Was lange dauert, kann doch noch klappen 😉

Der ehrliche Verkäufer ist immer der Dumme?

Zwecks Kontoaufbesserung und Entrümpelung verkaufe ich gerade den ein oder anderen Gegenstand, den ich nicht mehr benötige.
Alte Hardware, Ersatzteile, PC-Komponenten und so weiter.
Neulich war auch ein alter CD-Player darunter, den ich bei Amazon anbot (natürlich auch wieder zu überdeutlich hohen Gebühren).
Der war hier noch in tadellosem Zustand, von ein paar kleineren Kratzern auf der Oberseite abgesehen (die aber auch beschrieben waren).
Kurz vor dem Einpacken hatte ich extra dessen Funktion noch geprüft – alles wunderbar.
Zwei Tage nach dem Eintreffen beim Käufer kam eine erboste Meldung, dass das Gerät defekt sei und er eine Rückzahlung oder Ersatz verlange. Nach meiner Mail, was denn damit sei, kam nach einer Woche die Antwort, dass die lade nicht rausführe und er keine CDs lese.
Nun haben wir wieder ein klassisches Problem beim Versandhandel.
Ich bin mir keiner Schuld bewusst, habe das Gerät in gutem Zustand und gut eingepackt losgeschickt.
Der Käufer kann ja alles mögliche behaupten. Möglich, dass ihm das Gerät einfach nur nicht gefällt oder er zu blöd für dessen Bedienung ist.
Wer jetzt hier wie und in welcher Beweispflicht ist, ist in diesem Falle sekundär. Für 25€ wird wohl kaum jemand vor Gericht ziehen. Ich auch nicht (zumal man vor Gericht auch meist kein Recht bekommt).
Letztlich habe ich angeboten den CD-Player zur Überprüfung zurückzunehmen.
Wenn der nicht defekt ist, habe ich ein Problem, wenn er defekt ist auch.
Wenn er nicht defekt ist, darf ich mit dem rumkaspern, dass er ihn wieder nimmt und mir den Versand bezahlt.
Wenn er defekt ist, kann es sein, dass er selbst den kaputt gemacht hat. Wie will ich das prüfen?
Sollte ich mit dem Fall, wegen möglichen Transportschadens, zu DHL gehen und eine Schadensmeldung abgeben, werden die sich heraus winden und im Zweifel habe ich elendslange Wartezeiten.
Letztlich ist man als ehrlicher Verkäufer immer der Dumme.

Update (1. August):

Ich habe den CD-Player, nachdem er hier wieder zurück kam, aufgeschraubt und mal näher angeschaut.

Dabei musste ich erkennen, dass der CD-Fixierer (keine Ahnung, wie das in Expertensprech heisst) aus der Aussparung rausgedrückt war. Dieses Teil, was die CD also fixiert, damit der Laser vernünftig fokussieren kann, hing völlig schief über dem CD-Teller. Dass das so nicht gehen konnte, dürfte klar sein. Das Ganze Malheur war in 30 Sekunden behoben. Und nun funktioniert er wieder tadellos.

Damit solch ein Problem nicht nochmal auftritt – hoffe ich zumindest – habe ich noch eine größere Umverpackung (etwa halber Kubikmeter) mit noch deutlich mehr Polstermaterial verwendet.

Wenn da jetzt wieder ein Defekt auftritt, dann … geht DHL nicht besonders sorgsam mit Paketen um.

Update (5. August 2012):

Mittlerweile hat sich der Käufer gemeldet und bestätigt, dass nun alles funktioniert.

An der ganzen Geschichte habe ich nun nurnoch knapp 9€ verdient. Jeweils hin und Rückporto musste ich ja tragen – zudem hatte ich nach dem Aufgeben des Paketes das Stromkabel hier liegen sehen. Musste ihm das also auch nochmal per Luftpolstertasche zusenden.

Hätte ich den einfach hier stehen lassen, hätte ich mehr davon gehabt :-/

Werbeanrufe – langsam gehen sie mir auch auf den S***

Das Problem mit unerlaubten Werbeanrufen dürfte mittlerweile so ziemlich jeden erreicht haben.

Mich leider auch.

In den letzten 4-5 Monaten hat sich dies noch spürbar verstärkt.

Wobei es bei mir weniger Gewinnspiele und Co. sind, sondern eher „Energieberater“ und sonstige angebliche „Dienstleister“.

Problem hierbei ist ja, dass man als Gewerbetreibender seine Nummer unter das Volk bringen MUSS, während man dies als Privatmensch ja nicht unbedingt sollte (auch wenn man nicht drum herum kommt, Stichwort: Adressverkauf).

Insofern sind Lösungsansätze wie Nummerntausch oder Telefonbucheinträge löschen keine Option.

Leider Gottes bin ich meist zu höflich, um direkt aufzulegen. Zudem ist es auch immer potenziell möglich, dass es sich doch um einen Kunden oder Geschäftspartner handelt.

Somit muss ich immer erst sondieren, wer das ist und was der will.

Im Allgemeinen wird aber recht schnell klar, worauf das Gespräch hinaus läuft.

Froh bin ich dann wirklich über die Rufnummernsperre der Telefonanlage hier. Auch wenn manche Anbieter dann einfach im Nummernrange einen weiter gehen und ich ganze Bereiche brandmarken muss, wenn ich also bspw. die Endziffern 143 sperre und dann unter der 144 erneut Versuche gestartet werden.

Einzige Option meinerseits ist hier ganz klar: auflegen und Nummer sperren.

Als Privatmensch hätte man dann immernoch die – so man denn die Nerven und Zeit dazu hat – auf Youtube zur genüge angeführten „Methoden“ als Abwehrmittel zur Verfügung. Da gibt es sogar einige sehr witzige 😉

Ich gebe jedoch zu, dass sich das in einem Youtube Video noch sehr witzig anhört, aber in Realität ist man dann häufig nicht so schlagfertig und auflegen ist wohl auch hier die beste Option.

Was ich mich frage: warum wird deratiges seitens des „Gesetzgebers“ nicht unterbunden? Und, mal unter uns, dass die den Mist anscheinend verifizieren/aufnehmen müssen, ist keine Verbesserung. Für mich ist das glatter Betrug in Tateinheit mit Nötigung.

Warum kann man nicht so vorgehen, dass Verträge fernmündlich geschlossen direkt ungültig sind und mittels schriftlichem Vertrag mit Rücktrittsrecht legitimiert werden müssen?

Wobei auch dies vermutlich dreiste Betrüger nicht abschrecken dürfte.

Eine Beschwerdeplattform, bei der man als Konsument schwarze Schafe anprangern kann, deren Nummern dann gesperrt werden, dürfte auch nichts bringen (so etwas gibt es glaube ich auch schon). Dann wechseln die einfach den Namen und die Nummer.

Die Adressanbieter, die es in Deutschland zahlreich gibt, zu verbieten ist zwar nicht verkehrt, bringt hier aber auch nix. Denn dann müsste man auch sämtliche Telefonbücher einstampfen. Sollten die Abwehrversuche staatlicherseits zu repressiv für die Abzocker werden, gibt es für diese immer Alternativen.

Im Zweifelsfall gehen die einfach mal kurz über eine Landesgrenze und penetrieren einen von da weiter.

Wie also wird man diese hässlichen Auswüchse der Geldgier los?

Hat da jemand Ideen?

Am liebsten natürlich rasche, praktikable Lösungen, die nicht darauf bauen, dass Finanzsystem komplett zu ändern und auf diese Weise derartige Auswüchse los zu werden.

Da wäre ich auch dabei – aber das dauert zu lange. 😉

Zum Abschluss noch 2-3 durchaus witzige Youtube Videos dazu.

Sogar der Fernsehkritiker hat sich einen Spaß daraus gemacht, diese Telefonabzocker auf die Schippe zu nehmen – und entstanden ist daraus eine ganze Serie.

Machs gut, eBay!

Im Dezember verkaufte ich noch einige PC-Komponenten auf eBay, unter anderem einige nicht mehr benötigte Festplatten (weil man die da zu guten Preisen los wurde).

Im Januar kam dann die Schlussrechnung. Und die läpperte sich am Ende auf beinahe 20% des „Gewinnes“. Und das ohne wirklich erkennbare gegenleistung. Sollte mal etwas schief gehen, hat man von eBay ohnehin keine Hilfe zu erwarten.

Spätestens jetzt wurde es mir zu doof, nachdem ich auch schon so manche negative Situation auf eBay erlebt hatte. Angefangen bei unklaren Rechnungen, zu falschen Zeitpunkten eingestellte Auktionen, nicht zahlende oder unhöfliche Käufer, völliges Desinteresse seitens eBay bei Problemen und natürlich saftige Gebühren.

Das wurde mir dann wirklich zu doof, als eBay beschloss Treuhandkonten einzuführen, auf die man dann, ähnlich wie bei Paypal, vielleicht (oder besser wahrscheinlich) auch keinen Einfluss mehr hat und auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.

Die Konsequenz daraus: ich habe meinen Account gelöscht.

Als letzte nette Geste seitens der elektronischen Buch, wird der Account nicht sofort gelöscht, was ich noch durchaus hätte verstehen können angesichts evtl. noch laufender Transaktionen (die es aber nicht gab). Nein, man muss warten – evtl. sogar bis zu 180 Tagen – bis man sich (endgültig?) von der Verkaufsplattform lösen darf.

Der geneigte Leser wird jetzt womöglich fragen „und wo wirst du nun deinen Krempel los? bei Amazon?“. Nein, denn dort sind die Gebühren ja noch dreister!

Aber es gibt ja glücklicherweise einige Kleinanzeigenportale, bei denen man das, was man wirklich mal nicht mehr brauchen kann, kostenlos einstellen kann. Auch wenn das Layout vielleicht nicht hochprofessionell sein mag und das ganze eher etwas von Trödelmarkt-Charme besitzt und man auch als Anbieter keine unrealistischen eBay-Mondpreise bekommt … dort wird man wenigstens (hoffentlich!) nicht vom Betreiber geschröpft.

Meine Petition zum Umgang mit Münzgeld ist gescheitert

Vor einigen Monaten hatte ich eine öffentliche Petition auf der Petitionsseite von bundestag.de auf den Weg gebracht.

Darin hatte ich gefordert, dass Münzgeld – im speziellen von Privatbanken – unendgeldlich und ohne Gängelung (in Papier einrollen, Gebühren abführen, maximale Einzahlungsgrenzen, …) angenommen werden muss.

In der Argumentation verwies ich auf den Status als anerkanntes Zahlungmittel.

Die Petition wurde jedoch niemals veröffentlicht.

Bedingt durch meinen Umzug kam die Erklärung erst vor kurzem bei mir an.

Daraus möchte ich einmal zitieren:

ich komme auf ihre Eingabe […] zurück und darf Ihnen anliegend die dazu vom Bundesministerium für Finanzen angeforderte Stellungnahme mit der Bitte um Kenntnisnahme übersenden.

Danach ist gemäß §3 Abs. 1 Münzgesetz (MünzG) niemand verpflichtet, deutsche Euro-Gedenkmünzen im Betrag von mehr als 100 Euro bei einer einzelnen Zahlung anzunehmen. Erfolgt eine einzelne Zahlung sowohl in Euro-Münzen als auch in deutschen Euro-Gedenkmünzen, besteht keine Verpflichtung, mehr als 50 Münzen anzunehmen.

Weitergehende Regelungen hinsichtlich der Annahme von Geldmünzen, die über die vorbezeichneten gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen, können nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit zwischen Bank und Kunde frei gewählt werden.

Nach Prüfung aller Gesichtspunkte kommt der Ausschussdienst daher zu dem Ergebnis, dass Ihre Eingabe nicht den gewünschten Erfolg haben wird.

Oder mit anderen Worten: das ist eben so, Junge – finde dich damit ab!

Meine Petition zielte ja eben darauf ab, dass diese gängige Praxis zwar legal aber in meinen Augen illegitim ist.

Eine Petition, die darauf zielt eine m.E. unsinnige Gesetzgebung zu ändern, damit abzubügeln, dass man sagt das Gesetz sei eben so, erscheint mir äußerst fragwürdig.

Ich hege noch immer den starken Verdacht, dass dies auf Initiative der Privatbanken (vielleicht sogar mittels selbst verfassten Gesetzestextes) in geltendes Recht umgemünzt wurde.

Einfach in dem Bestreben möglichst geringe Kosten tragen zu müssen – oder gar den Bürger zum bargeldlosen Zahlungsverkehr zu nötigen.

Finde ich nach wie vor nicht in Ordnung.

Ich könnte ja verstehen, dass dies im Einzelhandel sinnvolle Anwendung findet. Einen PKW mit 1 Cent Münzen zu bezahlen stelle ich mir in der Tat wenig nutzbringend vor. Aber eine Bank? Die brauchen doch nur unentgeltlich einen Zählautomaten für Ihre Kunden hinstellen – Problem gelöst.

Mit elementarer Logik komme ich nur zu dem Schluss, dass wenn ein Staat Münzgeld in Umlauf bringt, ich dies auch uneingeschränkt nutzen können muss.

Aber unser Finanzsystem und auch die Gesetzgebung haben ja naturgemäß wenig mit der Realität zu tun und folgen einer eigener (völlig verqueren) Logik.

Oder um mich selbst zu rezitieren: Warum gibt es überhaupt Münzgeld, wenn es keiner annehmen will?