Erstaunlich: immer genau 5 Minuten Regen pro Woche …

Irgendwie ist es echt erstaunlich: es scheint hier jede Woche ziemlich genau 5 Minuten zu regnen.

Der Himmel ist häufig düster und verhangen. Aber den Regen bekommen andere mit.

Der Wettervorhersage traue ich schon seit 2 Monaten nicht mehr. Jedes Mal wird wieder Unwetter oder starker Regen angekündigt.

Mag auch sein … aber nicht hier.

Der Boden ist schon wie Beton, so trocken ist er. Langsam bilden sich die aus Dürregebieten wohlbekannten Risse in der einst so lockeren Krume.

Ich hab echt keinen Bock mehr auf Blumen gießen!

Selbst die eigentlich tief wurzelnden Büsche und Bäume zeigen mittlerweile schon deutliche Anzeichen von Trockenstress.

Ich kann doch nicht jeden Tag 2 Stunden mit der Brause rum rennen.

Da wird man ja arm bei.

Jetzt ärgere ich mich, dass ich den Wassertank nicht in einen Regenwassertank umfunktioniert habe, sondern wieder habe abholen lassen.

Moppelkotze!

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Privatisierung von Gewinnen, Verstaatlichung von Risiken – auch am Beispiel der Atomkraft

Es ist wirklich interessant, dass vor allem bei der Atomkraft das gilt, was mittlerweile in allen Wirtschaftsbereichen zu gelten scheint:
Gewinne werden privatisiert – Risiken werden verstaatlicht.
Genau so im Falle von TEPCO, dem Betreiber einiger Atomkraftwerke in Japan – unter anderem auch dem nahe Fukushima.
Die Gewinne aus dem Betrieb der Reaktoren wurden (nach meinem Kenntnisstand) immer brav abgeschöpft – in private Hände.
Es wurde offenbar auch bei der Sicherheit und den notwendigen Wartunsgsarbeiten gespart.
Dies ist wiederum auch ein typisches Symptom der Privatwirtschaft:
Kosten minimieren, Gewinne maximieren – auch gerne zu Lasten anderer.
Nach vorliegenden Berichten einiger Medien soll TEPCO Staatshilfen beantragt haben, weil „die Kassen leer“ seien.
Sprich: alles was jetzt folgt – und das dürften viele Milliarden an Folgekosten sein – zahlt dann nicht der Betreiber, sondern der Staat.
Am Ende also der Steuerzahler.
Gut, letztlich zahlt der Steuerzahler sowieso immer alles. Sei es über Steuern oder bspw. Stromkosten.
Wenn aber ein Betreiber nahezu ungestraft agieren darf – vielfach mit bekannt gewordenen Missständen und unter Tolerierung dieser durch die staatlichen Stellen – aber dann einfach Insolvenz anmeldet, wenn es schwierig wird oder wie hier Staatshilfen beantragt und sich dann aus der Verantwortung stiehlt, dann beißt sich das mit meinem Rechtsempfinden.
Ich kann es mit elementarer Logik nicht nachvollziehen, dass eine große Firma Gewinne aus einer Sache zieht, aber kein Risiko trägt.
Diese Risiken sind klar erkennbar geworden – bereits zum wiederholten Male.
Dafür muss man nicht einmal Tschernobyl und nun Fukushima heran ziehen – oder nicht einmal die Atomkraft an sich.
Der Störfall ist auch in Deutschland mittlerweile zum Normalfall geworden.
Dennoch bleibt alles wie es ist.
Beinahe sämtliche Risiken und daraus resultierenden Kosten zahlt am Ende  … der Steuerzahler.
Allem voran natürlich die völlig ungeklärte Frage des Umgangs mit hochradioaktiven Abfallstoffen.
Die Erkundung von Endlagerstätten zahlt … der Steuerzahler.
Die Sicherung von Transporten zahlt … der Steuerzahler.
Die horenden Strompreise zahlt … der Stromkonsument – also der Steuerzahler.
Die vielen Milliarden Subventionen über Jahrzehnte zur Entwicklung und zum Ausbau der „Brückentechnologie“ zahlte … der Steuerzahler.
Und im absoluten Ernstfall, dem GAU, zahlt sämtliche Schäden … richtig! Der Steuerzahler – im Zweifel mit seinem Leben.

Ich könnte ja verstehen, dass eine Gesellschaft zu einem breiten Konsens kommt und eine hochriskante Technologie für nötig erachtet und diese dann betreibt.
Aber warum privatwirtschaftlich?
Sollte dies dann nicht besser in den Händen des Staates liegen?
Man kann ja über den Staat denken, was man will. Sei es dass er zu bürokratisch und unflexibel agiert, nicht kundenfreundlich ist oder was auch immer.
Aber zumindest würde sich der Betrieb unter staatlicher Führung an die Sicherheitsvorgaben halten. Dort würde dann eben nicht an Sicherheitsmaßnahmen, Aufrüstungen oder gut ausgebildetem Personal gespart – zumindest unter gesellschaftlich sinnvollen Umständen (in denen der Staat nach Sinnhaftigkeit aggiert und nicht nach wirtschaftlichen Interessen oder Eigeninteressen einiger Mandatsträger). Und im Zweifel würde dann ein Reaktor auch abgeschaltet, wenn er nicht mehr sicher betrieben werden kann.
Die Kosten hierfür stünden auf einer sekundären Seite – die Sicherheit stünde vornean.
Und wenn Probleme auftreten sollten, dann wäre eine Haftung durch den Staat auch glasklar.

Aber im Falle der Atomkraft wäre auch diese staatliche Führung für mich keine Option.
Es handelt sich schließlich um eine Technologie, welche absolut keine Fehler verzeiht und stets über sehr lange Zeitspannen perfekt überwacht werden muss.
Hierbei ist auch egal, ob privatwirtschaftlich oder staatlich geführt – einen derartigen Optimalzustand kann niemand garantieren.
Daher gehört diese Technologie so schnell wie möglich abgewickelt – egal wie unbequem es wird oder wer dabei Gewinne einbüßt.
Als Lehre aus allen bisherigen Erkenntnissen sollte man ziehen, dass man eben keiner Technologie blind verfällt und diese stark fördert, welche von vornherein auf Szenarien von lange währender Perfektion fußt und bei der man Langzeitfolgen nicht absehen kann.
Das ist schlicht völlig unrealistisch und blanker nonsens.
Als Beispiel sei hier auch die gezielte gentechnische Veränderung von Nutzpflanzen genannt.
Auch dabei ist absolut nicht absehbar, welche Folgen das haben kann – trotz gegenteiliger Beteuerungen derjenigen, die davon finanziell massiv profitieren.
Daher sollte auf eine vorzeitige Ausbringung auf das Feld und somit den Teller verzichtet werden.
Eine Verstaatlichung von Risiken und eine voran gegangene Privatisierung von (horrenden) Gewinnen haben wir auch vor, während und nach der Finanzkrise gesehen.
Darauf hätte man auch verzichten können.
Ebenso wie vor rund 50 Jahren darauf hätte verzichtet werden sollen, eine Technologie (Atomkraft) zu forcieren, ohne zu wissen, wie man mit den (bereits damals hinlänglich bekannten) Folgen umgehen kann.
Aber genau so gut könnte man hier als Beispiel die Chemische Industrie anführen, welche beinahe täglich neue Werkstoffe entwickelt, welche ohne vernünftige Prüfung auf den Markt kommen – und bei denen man vielfach erst lange Zeit später feststellt, dass eine Ausbringung nie hätte stattfinden dürfen. Als Beispiel sei hier einmal das Treib- und Kühlmittel FCKW genannt.
Die Folgen darf dann in aller Regel auch der Staat wieder zu beseitigen versuchen.
Ich möchte also an dieser Stelle meine Forderung nach einer Positivliste bekräftigen – und von der Abkehr von reiner Profitgier weniger auf kosten Aller.
Es sollten keine Substanzen, Verwahrensweisen oder Technologien in die Umwelt gelangen oder auf den Endkunden losgelassen werden, ohne dass ihnen eine unabhängig vernünftig bemessene Unbedenklichkeit attestiert werden kann.
Nur was als vernünftigerweise unbedenklich gekennzeichnet wurde, sollte auch produziert, verwendet und konsumiert werden dürfen. Hier ist ganz klar der Staat gefordert strikte Rahmenbedingungen vorzugeben und deren Einhaltung vehement zu überprüfen.
Dass dies langwierige Tests, enorme Kosten und vor allem ein grundlegendes Umdenken zur Folge hat, dürfte klar sein.
Dies sollte aber allemal günstiger sein (und heutzutage wird ja gerne vornehmlich ökonomisch argumentiert), als möglicherweise katastrophale Spätfolgen rückgängig machen zu wollen.
Hier gilt auch wieder die altbekannte Weisheit: Vorsorge ist nicht nur besser, als Nachsorge – sie ist auch meist deutlich billiger.

Energiewende – Energieträger A durch Energieträger B ersetzen?

Einfach Energieträger A durch Energieträger B ersetzen – und alles wird gut?

In den letzten Wochen ist immer wieder von Energiewende, von erneuerbaren Energien, der Abkehr von fossilen und endlichen Energieträgern die Rede.
So auch gestern bei Maybrit Illner.
Eigentlich versuche ich solche Diskussionsrunden zu vermeiden – weil nie irgendetwas vernünftiges dabei herum kommt.
Gestern bei Maybrit Illner pochte Hans-Werner Sinn darauf, dass es blanker Unsinn sei zu glauben, man könne den Primärenergiebedarf Deutschlands (deutlich schwerer als vielleicht den Strombedarf) „mal eben so“ mit Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen decken.
Da hat er absolut recht. Das geht auch nicht.
Allerdings nutzte er dafür wie ich finde ein untaugliches Argument: die Kosten.
Das ginge nicht, weil es einfach unwirtschaftlich wäre und schlicht zuviel kosten würde.
Offen gestanden fällt es mir schwer Toleranz gegenüber Menschen zu üben, welche grundsätzlich nur ökonomisch argumentieren – und absolut alles andere außer Acht lassen (um es mal milde auszudrücken).

Am Rande bemerkt: einen konstruktiven Lösungsvorschlag habe ich von Leuten seines Schlages noch nicht gehört.
In dieser Frage hat er augenscheinlich Recht.
Wir brauchen uns nicht der Illusion hingeben und denken, wenn wir ein paar Windräder hinstellen, ist alles in Butter.
Der Primärenergiebedarf Deutschlands besteht eben nicht nur aus dem erzeugten Strom.
Dazu gehören alle Energieträger.
Also eben auch Uran, Braun- und Steinkohle, Erdgas, Erdöl (Heizöl, Diesel, Benzin, Kerosin, …) und so weiter.
Die meisten dieser Energieträger speichern ja quasi den Energiegehalt, den sie im Laufe sehr langer Zeiträume gesammelt haben.
Also salopp formuliert die gespeicherte Sonnenenergie von hundertausenden von Jahren.
Dass ich diesen Energiegehalt nicht „mal eben“ ersetzen kann, sollte hoffentlich klar sein.
Was ich bei derartigen Diskussionen und auch im alltäglichen Leben feststelle:
Es wird immer von der Prämisse ausgegangen, dass ich einfach „mal eben“ Energieträger A durch Energieträger B ersetze und das wars.
Da kommt wiederum das zum Tragen, was ich schon vielfach angemerkt hatte:
Jeder will, dass sich etwas verbessert – aber keiner will letztlich etwas ändern.
Jeder will den gleichen Lebensstandard aufrecht erhalten – aber bitte umweltfreundlich.
Und das ist eben Käse!

Warum wird denn nie die Frage gestellt, wie ich den Primärenergiebedarf massiv reduzieren kann – oder ob ich große Teile davon überhaupt brauche?
Wenn ich wirklich eine Energiewende wollte, dann würde ich erst einmal alles auf den Prüfstand stellen, was mit Energie auch nur im entferntesten zu tun hat.
Denn eines kam auch häufiger in Diskussionen als Randnotiz vor:
Die Energie, die ich gar nicht erst benötige, ist immer die umweltfreundlichste.
Anmerkung: das Wort umweltfreundlich ist hier (und anderswo) lediglich zu übersetzen mit „möglichst geringer Schaden“. Schäden verursache ich immer – nur wie groß sie sind unterliegt mir zu einem gewissen Grad der Kontrolle.

Im Zweifel muss ich mich dann auch von liebgewonnenem Luxus trennen.
Das bedeutet dann eben auch, dass da Arbeitsplätze verloren gehen.
Und auch das hatte ich mehrfach angemerkt: ich bin der Meinung, dass man nicht jeden Scheiß mit Arbeitsplätzen rechtfertigen kann.
Konkret muss dann zum Beispiel auch unser Verständnis von Mobilität auf den Prüfstand.
Braucht jeder Mensch ein Auto – oder gar noch mehr?
Wenn man dieses braucht um zur Arbeit zu kommen – könnte man dies nicht dezentraler bewerkstelligen? Wenn man damit einfacher von A nach B kommt, als mit dem ÖPNV – kann man letzteren verbessern? Oder kann ich vielleicht von zuhause aus einiges erledigen?
Sprich: könnte man nicht ein Verkehrssystem etablieren, bei dem nicht jeder eine Tonne Metall in der Auffahrt stehen hat, welche zu 90% der Zeit sinnlos herum steht? Oder ist der Arbeitsplatz mit den dort produzierten Waren und Dienstleistungen überhaupt sinnvoll oder sollte ich den im Interesse des Gemeinwohls lieber abbauen und dem bisherigen Arbeitgeber sinnvollere Aufgaben zur Auswahl geben?
Und auch hier bitte nicht an irgendwelchen Prämissen kleben oder sagen „das kostet zuviel“.
Aber die zur Disposition/Prüfung stehenden Posten sind damit ja noch nicht aufgebraucht.
Muss ich beispielsweise eine intensive Landwirtschaft fortführen mit Massentierhaltung, Pestiziden, Kunstdünger und Co – und von den produzierten Agrarprodukten erstmal die Hälfte wegwerfen? Muss ich Agrarprodukte um die halbe Welt schippern?
Oder muss ich überall mit Beton arbeiten? Seines Zeichens einer der größten Energiefresser überhaupt.
Oder muss ich dreimal im Jahr in den Urlaub nach Mallorca – für 99€?
Also Urlaub als Ausgleich dafür, dass ich ständig mehr Leistung bringen muss – um Dinge zu produzieren, die kaum jemand braucht – um damit Geld zu verdienen für den Konsum von Dingen, die ich meistens nicht brauche.

Letztlich steht also meiner Ansicht nach die gesamte Konsum- und Leistungsgesellschaft auf dem Prüfstand.
Wenn wir aufhörten ständig neue Dinge zu produzieren und alte wegzuwerfen, während die alten noch gut sind und aufhörten bei eigentlich guten Dingen die Lebenszeit vorsätzlich zu verkürzen und nur Dinge produzierten, die man auch wirklich braucht …
Ich glaube dann hätten wir mehr Energie (und in der Erzeugung energieintensive Ressourcen) eingespart, als man je mit Windkraftanlagen generieren könnte.

Aber da hapert es ja.
Das System ist ja gewollt.
Nicht weil es sinnvoll wäre, sondern weil davon zuviele profitieren.
Und wenn Kritik aufflammt, dann kommen Totschlagargumente oder immer wieder aufgewärmte Propaganda.
Gerne genommen „da hängen Arbeitsplätze dran“.
Und in den Massenmedien hört man dazu das, was man immer hört: die übliche Pro-Konsum-Rhetorik.
Wirtschaftswachstum ist gut, gute Konjunktur, weniger Arbeitslose, Konsumklimaindex, der Dax hat zugelegt, gute Prognosen, die Krise besser bewältigt, als andere Staaten, …
Insofern wird sich so schnell daran nichts ändern, wenn man zwar eine Verbesserung will, aber allerhöchstens im Detail.
Alles andere solle doch bitte so bleiben, wie bisher.
Aber genau das bringt ja nichts.
Das ist in meinen Augen ähnlich sinnvoll, wie mit einem Hirntumor zum Chirurgen zu gehen und zu sagen „bitte mal an den Seiten kürzen“.

Entweder man macht es richtig und stellt wirklich alles auf den Prüfstand – oder man macht einfach so weiter wie bisher – und hält sich doch bitteschön mit (unter dem Strich) nutzlosen Forderungen zu Detailverbesserungen zurück.
Wobei ich letzteres Prinzip, also das „einfach so weitermachen“ nicht unbedingt empfehlen möchte, weil das in der Summe zuviel kostet; das können wir uns langfristig nicht leisten, lieber Herr Sinn!

Wie schizophren kann man eigentlich sein?

Als ich gerade diesen kurzen Artikel (erst streicheln, dann töten) bei sueddeutsche.de las …
Sagen wirs mal so … mir gingen die beleidigenden Adjektive aus.
Was für eine Ausgeburt an Doofköppen sind denn diese Eltern?!
Gehen wahrscheinlich täglich zum Metzger um die Ecke, wo das jeweilige Kind vermutlich ab und an diese berühmte Scheibe Wurst bekommen hat oder kaufen kiloweise billigsten Rotz aus dem Fleischregal bei Lidl – aber dann nichts davon wissen wollen, wo es herkommt.
Was für Arschkrampen sind denn das?
Ernsthaft!
Wenn ich soviel Doppelmoral und Verlogenheit auf einem Haufen sehe, dann ist mir nach körperlicher Gewalt!!! (hier mache ich gleich drei Ausrufezeichen!).
Auf der einen Seite jeden Tag den Kram in sich reinschaufeln, als gäbs kein Morgen; aber wenn ihren Kindern (oder Ihnen selbst) man mal vor Augen geführt bekommt, wo es herkommt, dann ist Holland in Not.
Solchen Leuten gehört echt mal der Arsch versohlt – damit sie wissen wo der Hase läuft!
(oder das Kaninchen mal im Käfig hoppelte!).
Das wir uns nicht falsch verstehen: ich bin grundsätzlich gegen die Tötung von Tieren ohne trifftigen Grund.
Und nur „weil es schmeckt“ ist kein Grund!
Freunde! Entweder ihr esst es und müsst euch dann euch gefallen lassen vorgeführt zu bekommen, wo es herkommt und wie es geschlachtet wird – oder ihr ihr esst es nicht und gut ist.
Ist doch super, dass die Kinder gezeigt bekommen, was Sache ist.
Dann wissen sie endlich mal, dass die Kühe eben nicht lila sind und Fleisch nicht aus dem Regal sondern von Tieren kommt.
Und sich dann, wenn so etwas passiert, mit einer Moralkeule hinzustellen …
Geht’s noch?!
Mann, Mann, Mann …

Eben war der Heizungsbauer da …

Ich hatte mal den Heizungsbauer meines Vertrauens kommen lassen.

Er soll mal unsere Heizungs-/Umwälzpumpe austauschen.

Das Schätzchen hat jetzt 24 Jahre auf dem Buckel.

Sie tut es zwar noch, läuft aber ständig und verbrät eine Menge Strom.

Bei 86 Watt und (laut Heizungsbauer) etwa 6000 Stunden Laufzeit pro Jahr, wären das stolze 120€ im Jahr.

Da amortisiert sich ein Austausch relativ schnell.

Wenn mal alles einrechnet wird der Austausch etwa 400-500€ kosten.

Die neue Pumpe wird wahrscheinlich nur etwa 10-15% der Energie benötigen.

Das rechnet sich dann recht schnell in 4-5 Jahren kann man in meinem Falle mit der Amortisierung rechnen.

Bei kleineren Umwälzpumpen mit weniger Leistung und weniger Umbauaufwand kann sich das schon nach 1-2 Jahren rechnen.

Schade, dass die KfW den Austausch von Heizungspumpen nicht mehr fördert.

Über kurz oder lang muss dann auch ein neuer Brennwertkessel her. Der hat jetzt auch 24 Jahre seinen Dienst geleistet.

Da wird es langsam Zeit Lebewohl zu sagen.

Blockheizkraftwerke, Holzpelletöfen oder Wärmepumpen kommen allesamt nicht in Frage.

Blockheizkraftwerke benötigen relativ gleichmäßige Wärmeabnahme und auch am Besten konstanten Eigenstromverbrauch. Einspeisen ins Öffentliche Netz bringt nicht so viel. Pelletöfen sind groß und sperrig, brauchen einen großen Vorrat an Pellets – und die Pelletpreise sind nicht konstant.

Und Wärmepumpen bringen höchstens was bei kleinen Niedrigenergiehäusern.

Ansonsten zahlt man sich dumm und dusselig, weil die extrem viel Strom brauchen.

Das wird dann wieder ein Stolzes Sümmchen für den Um- und Einbau eines neuen Brennwertkessels werden.

Wo wir das wieder hernehmen sollen …

Vorratshaltung – Teil 3

Der 1 Kubikmeter Container ist angekommen.

Aber so richtig neu sieht er nicht aus. Zudem verströhmt er im Inneren einen aufdringlichen Geruch.

Der Spediteur hatte auch nicht vorher angerufen und so wurde ich vor vollendete Tatsachen gestellt.

Aber das größte Problem ist: dat Dingen passt nicht durch die Eingangstür durch!

Da sind 3 Zentimeter zuviel in der Breite – und ich kann das Teil nicht einfach auseinandernehmen.

Äußerst suboptimal!

Auf die Terrasse stellen will ich es auch nicht, weil es 1.) unschön aussieht und 2.) zuviel Gewicht auf einer Stelle bedeutete, was die Statik wohl nicht mitmachen dürfte.

Nun stellt sich die Frage:  beim Kauf per Internet steht mir ja prinzipiell ein Widerrufsrecht zu.

Aber gilt die vorgeschriebene Kostenübernahme für den Versand auch bei (teurer) Speditionsanlieferung?

Wenn ich jetzt >50€ Kosten für die Spedition tragen muss, dann lohnt sich das absolut nicht.

Da ist behalten und als Regentonne nutzen billiger.

So schnell kann man ja kaum bloggen, wie sich die Lage verändert …

Vor kurzem sprach ich noch von Lernresistenz auf Seiten der CDU/FDP.

Jetzt der 180° Wechsel seitens der Bundesregierung.

Ein dreimonatiges Moratorium also.

Man will tabulos die Lage prüfen.

Ah ja, ist ja interessant … die Tatsache, dass mehrere Wahlen anstehen, hatte damit bestimmt nichts zu tun.

Aber sollte das ausnahmsweise mal Ernst gemeint sein und dem ganzen Konsequenzen folgen, dann sage ich Dank für eine (endlich) gute Entscheidung.

Was mich aber ein wenig irritiert hat in der gesamten Debatte:

Es wird immer betont, dass alle Reaktoren sicher seien.

Warum muss ich etwas was wirklich sicher ist nochmals überprüfen?

Immerhin gibt es doch angeblich vierteljährlich strenge Kontrollen. Die Fakten/Probleme sind doch allesamt bekannt.

Ich sehe das so: entweder sie sind sicher und man muss gar nichts machen – oder sie sind es nicht und sie müssen vom Netz.

Alte Meiler aufrüsten ist weder technisch sinnvoll, noch wirtschaftlich nutzbringend.

Für eine sofortige Abschaltung bin ich im Übrigen nicht.

Ich bin für einen schnellstmöglichen Ausstieg.

Das geht nicht von heute auf morgen. Aber immerhin könnte man heute die älteren abschalten, die neueren objektiv auf ihre Sicherheit überprüfen – und die Brennemelemente, welche noch vorhanden sind „aufbrauchen“.

Das dauert dann etwa 3 Jahre.

Und dann heisst es „sag zum Abschied leise servus“.