Schrecksekunde

Nach dem Schneeschüppen wollte ich in Ruhe vorm Rechner frühstücken.

Aber als er nicht hochfuhr, gab es direkt eine – oder vielmehr mehrere – Schrecksekunde.

Dachte schon die SSD hätte es hinter sich. Das wäre nicht das erste Mal, dass eine SSD gestorben wäre.

Glücklicherweise war des Rätsels Lösung einfach: es war nur ein Wackelkontakt im Kabel.

Die letzt Woche war so schon … nicht zufriedenstellend. Sowas hätte ich jetzt echt nicht brauchen können.

Mit Skyrim die Zeit totschlagen

Mich hat hier leider Gottes wieder etwas erwischt. Irgend etwas in der Stärke zwischen grippalem Infekt und Grippe.

Ob ich mir das bei der Mülleinsammelaktion am Wochenende oder bei der Beerdigung Anfang der Woche, wo es beide Male sehr nass und kalt war und viele triefende Nasen hatten, weg geholt habe, weiß ich nicht.
Was macht man, wenn man draußen nicht arbeiten kann, weil man sich nicht a) noch schlimmer erkälten (?) möchte und man b) bei regnerischem Wetter ohnehin nicht viel draußen machen kann und man sich c) zu hochgeistigem aufgrund von Verschleimtheit außer Stande sieht?

Ich hatte mir Skyrim geholt.

Mittlerweile ein gutes Stück günstiger zu haben, in einer deutlich weiter gepatchten Version (ich glaube 1.7.7.irgendwas) vorhanden und soweit ziemlich stabil, wenngleich ich auch noch immer Bugs finde.

Das Spiel ist ein noch brutalerer Zeitfresser, als seinerzei GTA 4 – und das war ja schon nicht ohne. Ich bin froh, dass ich kein Freund von Multiplayern bin, sonst würde man mich wohl eines Tages halb tot und mit langem Bart vor irgendeinem Online-Fantasy-Spiel finden 😉 Das Spiel läuft wirklich nach dem Motto „och, das kannste eben noch machen“. Weiß gar nicht, wie lange ich daran schon sitze, habe aber offenkundig gerade mal an der Oberfläche gekratzt.

Sogar geheiratet habe ich schon, auch wenn die Eheanbahnung denkbar unramontisch zuging 😉 Etwas irritierend dabei finde ich, dass die Gute (ich habe mich in eine lesbische Beziehung mit Lydia begeben) es vorzieht im Keller auf einem Fell zu schlafen, anstatt mit mir im bequemen Himmelbett im teuren Haus in Einsamkeit. Wurde vermutlich in den USA zensiert, weil … zwei Menschen in einem Bett … das wäre ja Teufelswerk. Aber ein sklavenartiges Verhältnis im feuchten Keller ist natürlich vollkommen in Ordnung.

Was ich ein bisschen vermisse sind weitergehende Auswirkungen auf Fraktionen. Das hat bei bei Fallout 3 und New Vegas deutlich besser gefallen.

Deutlich unrealistisch ist das Diebesgut, welches ich jedoch nach Kräften zu minimieren suche. Generell spiele ich nicht gerne Diebe oder Meuchelmörder. Aber das man etwas unerlaubt mitnimmt oder öffnet, ruft zügig eine Wache auf den Plan – selbst wenn meilenweit kein Aas zu sehen war. Als ob die mit einem Röntgenblick sehen könnten, was ich bei mir trage und als ob die einen gestohlenen von einem gefundenen Ring unterscheiden könnten.

Nun ja, was erzähle ich hier groß rum. Das Spiel ist ja nicht mehr taufrisch und wurde zur Genüge durchdiskutiert.

Einziger wirklicher Kritikpunkt meinerseits ist das Menüsystem. Obschon ich mir eine Mod dazu installiert habe – SkyUI um genau zu sein – ist es dennoch nach wie vor etwas hakelig. Vor allem wenn ich Mauszeiger und Pfeiltasten mische.

Ansonsten aber ist das Spiel wirklich top – und ein gewaltiger Zeitfresser.

Bei kalten, nassen Tagen oder wenn einen mal wieder irgendein Bazillus das Leben schwerer macht, hingegen eine willkommene Abwechslung 🙂

Fallout: New Vegas – Dead Money … das nenne ich wirklich „totes Geld“!

Nachdem ich Fallout 3 schon sehr, sehr mochte, hatte ich mir natürlich auch seinerzeit Fallout: New Vegas geholt und fand es nicht weniger gut.

Vor Kurzem in der Steam Sommerverkaufsaktion gab es dann alle Addons ziemlich günstig. Also habe ich es quasi zur Ultimate Version hochgestuft.

Die anderen Erweiterungen waren … schon ganz ok, auch wenn teils überbordend textlastig, wie im Falle von Old World Blues, wo man erst einmal knappe 10 Minuten zugetextet wird, bevor man sich auch nur bewegen kann.

Aber Dead Money – die erste Erweiterung – hat mich wirklich Nerven gekostet. Glücklicherweise hatte ich das zum Schluss gemacht – sonst hätte ich wahrscheinlich in die Tastatur gebissen!

Obschon dort eigentlich kein großer Umfang vorhanden ist, außer den ewig gleichen verschachtelten Straßenzügen, kam und kam ich nicht voran. Dass ich auf Level 50 nicht mit ein paar dusseligen Nervtötern fertig werde, war schon irritierend.

Normalerweise mache ich selbst große Rudel von Todeskrallen problemlos lang.

Aber dieses Add-On stellte sich als um mehrere Potenzen nervtötender als Deus Ex Human Revolution heraus. Eine Mischung aus Schleichen und Munitionsmangel gepaart mit dummen Kumpanen, die immer direkt das Feuer eröffnen, anstatt zu schleichen … und zu allem Überfluss häufigen Abstürzen.

Der ständige Wegbegleiter bei Fallout: New Vegas – der Hinweis nach dem Absturz

Mit all dem hätte ich noch irgendwie leben können – aber dieses völlig abstruse Sprengstoffhalsband hat mich öfter sterben lassen, als alle Bestien und Mutanten in den etwa 70 Stunden vorher!

Und wofür das Ganze? Für eine magere Endsequenz, die wenig erklärt und viel zu früh endet. Aber nun ja – es gab ja auch kaum nennenswerte Story oder Inhalt, den man hätte im Abspann verarbeiten müssen.

Die albtraumartige Grundidee hätte man in 30 Minuten ebenso gut umsetzen können, etwa in Form einer Nebenquest im Hauptspiel.

Wegen der Sprengstoffhalsbänder und dem in der Regel nicht deutlichen Piepsen (weil wieder 20 andere Statusmeldungen den Warnhinweis ersetzen), hatte ich dem zuständigen Entwickler mehr als einmal die Pest an den Hals gewünscht.

Erschwerend hinzu kommt, dass ich – noch schlimmer, als im Hauptspiel – alle Nase lang mit Abstürzen konfrontriert wurde.

Da hat man gerade ein paar dusselige Nervtöter ausradiert – und schwups … entweder Halsband oder Absturz. Toll!

ARGH!

Mit Vorliebe treten diese Abstürze sowohl im Add-On, als auch im Hauptspiel bei der Schnellreise oder Levelübergängen (in Form von Türen) auf. Ich hätte sicher nur die Hälfte der Zeit benötigt ohne diese zwei … Zeitstrecker.

Gott, bin ich froh, dass das vorbei ist.

Eigentlich hatte ich mir das gekauft, um etwas Spaß zu haben und abends nochmal eine Runde daddeln zu können.

Wenn ich mich ärgern will, gucke ich Fernsehen!

 

 

 

Bei einer Garantieabwicklung bei Western Digital muss man offenbar viel Geduld mitbringen

Kurze Vorgeschichte: meine 2TB 3,5 Zoll Caviar Green 20EADS hatte … nicht direkt die Grätsche gemacht, aber wies zunehmend unkorrigierbare Sektorenfehler auf und jede Menge schwebende Sektoren.
Da dort nicht ganz unwichtige Daten drauf liegen und ich einer solchen Platte diese nicht anvertrauen möchte, habe ich sie ausgebaut und bei WD eine RMA beantragt. Innerhalb der Garantiezeit war ich auch dicke.
Nur hatte anscheind Mindfactory nicht für den deutschen Markt bestimmte Festplatten verkauft, was sofort auf der RMA-Seite angekreidet wurde.
Dennoch musste ich es probieren und habe das meiner Ansicht nach sehr unübersichtliche und unnötig komplizierte RMA Verfahren durchlaufen. WD erlaubt offenbar eine einzelne solche (nicht den Garantiebestimmungen entsprechende) Festplatte im Jahr zu tauschen
Ein 1:1 Backup auf baugleicher Platte liegt hier noch, welche ich aber nun nicht verwenden möchte – nicht dass die auch noch Probleme bekommt. Dann wären die Daten flöten.
Eingepackt, eingeschickt, warten.
Seit mittlerweile sechs Wochen warte ich auf einen Austausch – oder zumindest irgendeine erkennbare Reaktion.
Im Login-Bereich (man musste einen Account erstellen), sah ich am 3.7. eine Änderung, aber was genau sich geändert haben soll, weiß ich nicht.
Das Wort „Erfolg“ bei RMA-Status stand von Anfang an dort.
Hoffentlich versuchen sie nach der angespannten Lage nach der Überschwemmung in Thailand nicht, sich da irgendwie raus zu lawieren.
Mein Vertrauen in „Geschäftspartner“ ist nämlich endgültig am Nullpunkt angelangt.
Sollte es Probleme beim Austausch geben oder WD sagen, es sei alles in Ordnung mit der Platte und mir die Kosten auch noch aufbürden, so würden wütende Äußerungen und das Bekunden dann zur Konkurrenz zu wechseln nichts bringen.
Denn große Konkurrenz gibt es nicht mehr. Erst recht keine mit besserer Qualität.
Die Samsung-Festplattensparte gehört laut meiner letzten Information zu Seagate – und die sind auch nicht gerade für Top-Qualität bekannt (Stichwort: „Seagate oder Seagate nicht“).
Hitachi glänzt auch immer mal wieder mit Problemen bei Festplatten.
Es gibt also – von ein paar kleinen Lichtern abgesehen – nur noch drei wirklich große Anbieter.
Aber mir bleibt jetzt gerade noch die Hoffnung, dass alles gut geht.

Update (27. Juli 2012):

Nachdem kurz vorher eine Mail (in Englisch) kam, dass eine Ersatzfestplatte in den nächsten 5-7 Tagen zugestellt würde, kam diese am vergangenen Dienstag. Es ist eine 20EARX in tadellosem Zustand, scheinbar aus einem Lager in Ungarn.

Gegenwärtig bin ich dabei, weil ich vorher nicht dazu kam, die Festplatte mit einer 1:1 Kopie zu bespielen.

Somit kann ich nach nunmehr über 5 Wochen das Zwischenfazit ziehen: Was lange dauert, kann doch noch klappen 😉

Einen Virenscanner muss man schon aktuell halten …

Neulich war ich beim Geburtstag eines Verwandten. Seine Freundin sprach mich einige Tage vorher an und meinte, ob ich mir nicht mal Ihren Rechner angucken könne. Der sei so langsam und komme nicht mehr ins Netz, außerdem sei der CD-Brenner defekt.

Zunächst fiel mir auf, dass die Kiste unendlich laut war. Dachte zunächst an das defekte Laufwerk, welches ich prompt gegen mein eigenes (Sony Optiarc DVD-Brenner) austauschte. Aber nachdem das Geräusch noch da war, ward der eigentliche Missetäter schnell gefunden. Die Lüftersteuerung des Mainboards. Umschalten geht nicht, dies war schon die beste Einstellung. Wie ein Fön das Dingen. Grauselig! Boxed Kühler mit mangelhafter Lüftersteuerung.

Die Kiste ist ein Acer Fertig-PC mit Athlon 64 X2 4600 – vermutlich von 2005 oder 2006 – und da läuft bei 2Gb Ram ein Windows Vista drauf.

Die Ursache für die Netzblockade konnte ich nicht sofort finden. Treiber und Co. sahen alle gut aus, Verbindung bestand auch. Irgendwann kam ich drauf, dass vielleicht ein Proxy eingetragen sein könnte – und richtig. Ob Sie das selbst versehentlich eingetragen hatte oder ob das netterweise ein Schadprogramm für Sie übernommen hatte, weiß ich nicht.

Dann kam man auch ins Netz. Obwohl ich das nicht riskieren wollte. Zumal sie erzählte, dass es Ärger mit ihrer Visa-Karte gab. Da hätte eine ihr unbekannte Firma aus Brasilien mehrfach was abgebucht … Kein Kommentar.

Riskant schien es mir nicht nur, da die Sicherheitssuite von GData von 2008, seit mindestens 2 Jahren nicht mehr aktualisiert worden (vermutlich aufgrund ausgelaufener Updates) und ohnehin größtenteils sinnarm war. Zu allem Überfluss waren da anscheinend drei weitere Security Suites und/oder Virenscanner parallel installiert.

Ihr könnt euch vorstellen, dass es ewig gedauert hat auf dem langsamen Rechner, zudem noch unter Vista, etwas für Ordnung zu sorgen.

Schlussendlich war es spät, ich fuhr zurück und bat darum mit dem mittlerweile installierten Avira mal einige Stunden suchen zu lassen – und NICHT ins Netz zu gehen! Einen Abend später dann ein aufgeregter Anruf: der Scanner habe eine ganze Reihe von Viren gefunden – sie habe sie jetzt entfernt und könne doch jetzt getrost ins Netz, oder?

Aber geheuer war mir das nicht. Es ist nicht gesagt, dass Avira alles gefunden hat und entfernen konnte. Sicherer wäre für mich das Ding platt zu machen. Sinniger ohnehin 😉 Ob Sie jetzt auf mich gehört hat?

Ich habe ihr dann auch direkt angeboten einfach meinen Office-PC zu nehmen und gegen Ihren zu tauschen – völlig kostenlos. Aus irgendeinem Grund wollte sie das nicht. Und an vertraulichen Daten auf Ihrem Rechner kann es nicht liegen.

Werde nochmal versuchen Sie davon zu überzeugen, dass meiner mit Win 7 eine bessere, weil leisere, schnellere ud aktuellere Partie abgibt. Würde auch sofort nochmal die 150Km Strecke zurücklegen – hauptsache sie geht nicht mit dieser Kiste ins Netz!

Nur wollen muss Sie jetzt noch 😉

Eine BIOdySsee – oder wie man sich gepflegt ein Wochenende ruiniert

Sorry für den schlechten Scherz schon in der Überschrift … aber den musste ich bringen … nach DEM Sonntag 😉

Vor kurzem hatte ich mir für mein AM3 System einen neuen Prozessor bestellt – einen AMD Phenom II x6 1045T.
Der Office-Pc zickte nurnoch rum und da wollte ich den Prozessor und den Ram wechseln.
Also warum nicht den Prozessor hier (Phenom II x4 905e) in den Office-Pc und hierfür was schnelleres?

Vor dem Einbau musste ich noch das BIOS updaten. Die CPU benötigt Version F9b, das neueste (Beta-)BIOS.
Ab da nahm das Unheil seinen Lauf.
Mit der neuen CPU lief alles soweit ganz gut.
Aber als ich merkte, dass der Leistungszuwachs derart gering (etwa 5-8%) ist, dass ich keinesfalls die Ausgabe von 110€ rechtfertigen konnte, habe ich flux wieder den alten eingebaut.
Der zickte aber mit dem F9b-BIOS nurnoch rum. Ständig Bluescreens.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich Wochen zuvor schon die 8Gb Ram von TeamGroup, also die Teile, die gerade jeder kauft, verbaut hatte und diese auch sporadisch Bluescreens verursachten.

Just vor dem Einbau der neuen CPU mehrte sich dies und ich schickte den Ram ein, da die Anzeichen sich verdichteten, dass er der Übeltäter war.
Den alten Ram rein und alles lief wunderbar. Eben bis zum Desaster gestern und heute.

Hier möchte ich direkt schon, um die Sache auf einen Punkt zu bringen, die uralte Weisheit einstreuen: „never touch a running system“.
Und so kam es dann auch. Nix ging mehr.
Ein Bluescreen nach dem anderen. Meist direkt nach dem Login. Sogar im abgesicherten Modus. Nicht wirklich reproduzierbar und auch nichtmal immer die gleiche Fehlermeldung.
Mal Stop-Code 7A, mal F4 und noch diverse andere.
Diese Stop-Codes sind ganz nett, bringen aber gerne mal nix, weil man die exakte Ursache daraus längst nicht immer ablesen kann.

Vor dem Einbau der neuen CPU hatte ich noch die Firmware der SSD (extrememory XLR8Plus 120Gb) geflasht, weil dies dringend empfohlen wurde.

Die möglichen Fehlerquellen waren also nicht ohne.

Nach dem Aufspielen des alten – bis dato perfekt laufenden – BIOS F8, wurde es nur noch schlimmer.
Jetzt lief die SSD nicht mehr im AHCI-Modus, sondern nur noch native IDE.
Jeglicher Versuch das wieder zu ändern schlug fehl und wurde mit hässlichen, blau hinterlegten weißen Bildschirmtexten quittiert.
Der allseits bekannte Fehler den msahci-Treiber nicht zu aktivieren war es hier ausnahmsweise nicht.
Denn seitens Windows war alles dufte. Ja, sowas soll auch mal vorkommen.

Irgendwann ließ sich nichtmal mehr von CD booten.
Hatte die Faxen dicke und wollte ein Backup wieder mittels Disk Image 5.5 einspielen.
Aber mit dem Programm stehe ich seit heute auf Kriegsfuß.
Bis ich endlich an dem Punkt war das System wiederherzustellen und dazu zunächst – warum auch immer – das alte System löschen musste, waren mittlerweile (insgesamt) 7 Stunden vergangen.
So oft hintereinander neu gestartet habe ich in meinem Leben noch nicht – selbst zu Win95 Zeiten nicht.
Dummerweise verweigerte DiskImage das Rückspielen des Backups mit irgendeiner Fehlermeldung, nach dem Motto „der Datenträger ist nicht bereit für dich“. Vielen Dank auch!
Wollte dann sogar ganz neu Win7 draufspielen – das dauerte aber schon 5 Minuten bis allein das Auswahlfenster für die Sprache kam.

Endlich, endlich, endlich wurde es nach einem BIOS-Reset (also Batterie raus) besser.
Dann noch ne Stunde in DiskImage rumgewurschtelt, bis endlich das 10 Tage alte Backup drauf war und die Kiste wieder lief.

Ursprünglich hatte ich ja K10Stat in Verdacht den Trouble verursacht zu haben, weil ich meine CPU recht stark undervolte.
Aber das scheint es nicht gewesen zu sein – zumindest nicht primär.
Durchaus möglich, dass ich damit den Ram oder das Mainbaord oder natürlich auch die CPU geschädigt habe. Andererseits lief es so über ein halbes Jahr völlig problemlos.

Der ganze Ablauf war selbstredend noch etwas komplizierter, mit verschiedenen Versionen von allen möglichen Programmen, BIOS-Versionen und Co.
Aber ich denke ich war schon ausführlich genug. 😉
Es reicht wohl zu sagen, dass ich ALLES ausprobiert habe, was mir einfiel und ich irgendwann kurz vor dem Ausrasten stand.

Demnächst muss ich wohl auch das machen, was vermutlich der ein oder andere Hersteller mit diesem Gewese von Inkompatibilitäten und Problemen von Bananenware bezweckt: direkt überteuerte Komplettsysteme kaufen, ein halbes Jahr nutzen und dann komplett wegwerfen.

Zwischenzeitlich habe ich dermaßen geflucht, dass ich schon soweit war auf Intel umzusatteln. Dummerweise produzieren die auch nur Bananenware – nur ist die teils  schneller und natürlich deutlich teurer.

So kann man auch sein Wochenende vergeuden.

Update (29.01.2012):

Irgendwann kam ich zur Erkenntnis, dass der Fehler am Mainboard selbst zu suchen ist.

Nachdem zwischenzeitlich selbst die SSD nicht mehr erkannt wurde und ich nicht mal mehr Windows neu installieren konnte, habe ich dieses Mainboard gegen jenes aus dem Office-PC getauscht.

Das ist zwar nur ein kleines, spartanisch ausgestattetes Micro-ATX Board mit 760er Chipsatz – und zudem deutlich langsamer sowohl was das Booten, als auch die Übertragungsraten angeht – aber wenigstens ist es stabil. Warum man die Sata-Anschlüsse direkt neben den PCI-E 16er Slot gepackt hat, erschließt sich mir auch nicht. Glücklicherweise hatte ich noch einfache Billig-Sata-Kabel. Die teureren passten schlicht nicht, weil ich sonst die Grafikkarte nicht hätte verbauen können.

Wermutstropfen dabei ist nun, dass ich die Soundkarte nicht verbauen kann, da diese direkt mit 3-4 Millimetern Abstand an die Grafikkarte reichte, welche dann zu heiß werden dürfte.

Wir alle wissen, dass der Onboard-Sound nichts dolles ist. Aber das wird erstmal reichen müssen.

Bleibt erstmal abzuwarten, ob ich einfach das Mainboard gegen ein neues AM3+ Board tausche oder gar doch auf Ivy Brdige umsteige – oder ob ich das Mainboard ausgetauscht bekomme.

Immerhin ist es gerade mal etwas über 1,5 Jahre an die 2,5 alt. Gekauft im Oktober 2010 2009 bei HoH.de sollte eigentlich ein Umtausch möglich sein. (bzgl. Korrekturen siehe unten)

Wenn nur HoH den Besitzer nicht gewechselt hätte und nicht nach 6 Monaten eine völlig realitätsferne Umkehr der Beweislast griffe. Dass das Board, wie so ziemlich alles heute, bereits kaputt gebaut wurde oder direkt so geplant wurde möglichst schnell kaputt zu gehen, sollte eigentlich außer Frage stehen 😉 Davon ist auszugehen.

Ob ich das jetzt getauscht bekomme, steht in den Sternen. Darauf verlassen kann ich mich nicht.

Und sollten die die Rücksendung akzeptieren, kann es gut sein, dass es lapidar heißt „geht doch, was wollen Sie denn?“ und ich dann auch noch diese Kosten tragen darf.

Bei solchen Tauschaktionen steht man als Kunde gerne mal am kürzeren Hebel und darf teilweise wochen- oder gar monatelang auf Ersatz warten.

Alles schon gehabt.

Aber ich hoffe erst einmal auf das Beste.

Update (30.01.2012):

Heute kam sehr schnell eine Antwort vom Support des neuen HoH-Besitzers (HTM GmbH).

Es täte Ihnen sehr Leid, aber die Gewährleistungsfrist und auch die Garantie seitens Gigabyte sei abgelaufen. Ich möge mich bitte an den Hersteller wenden.

Mich hatte anscheinend die „2010“ am Anfang der Rechnungsnummer irritiert – vermutlich deren begonnenes Geschäftsjahr 2010. Denn tatsächlich war das Rechnungsdatum Oktober 2009.

Somit kann ich das Board nun in die Tonne kloppen.

Interessanterweise recht kurz nach Ablauf der Garantiefrist.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

An dieser Stelle möchte ich nochmals meine Forderung anbringen, auf sämtliche technischen Gerätschaften und Elektronikartikel seitens des Gesetzgebers doch bitte mindestens 5 Jahre Gewährleistungpflicht – ohne Umkehr der Beweislast – zu geben.

Die jetzigen 6 Monate sind einfach ein schlechter Witz!

Update (23.Februar 2012):

Es ist doch zum Mäuse melken! Vorhin wollte meine Kiste nicht hochfahren.

Rumprobiert, an, aus, an aus, Steckeleiste an, aus, an, aus.

Power Switch auf dem Mainboard auf korrekten Sitz überprüft, Power Switch mit dem Schraubendreher überbrückt, nichts. Mit dem BeQuiet Straight Power E8 400 fuhr der PC nicht mehr hoch.

Ich also jenes gegen das Netzteil aus dem Office-PC getauscht. Das ist ein Cougar A300. Damit fährt der Rechner zwar hoch, aber es besitzt keinen 6 Pin Connector für die Grafikkarte.

Diese also raus und auf die IGP gewechselt. Dummerweise war vorher PEG-Boot eingestellt und so fuhr die Kiste zwar hoch, der Bildschirm blieb aber natürlich schwarz. Reset-Jumper gibts nicht, also Batterie 3 Minuten rausgenommen, BIOS wieder eingestellt und … „Missing Operating System“.

Nochmal im BIOS rumgewurschtelt, irgendwann ging es dann, nachdem die Starthilfe von Windows natürlich zu dem Ergebnis kam, zu dem es irgendwie immer kommt … die Starthilfe konnte den Fehler nicht reparieren und fuhr den PC runter.

Interessanterweise fährt der Office-Rechner mit dem BeQuiet Netzteil problemlos hoch – zumindest mit dem Main Power Connector drehen sich Lüfter.

Ich bin langsam mit meinem Latein am Ende!

Ich kann nicht näher eruieren, welche Hardwarekomponente jetzt wirklich defekt ist.

Es kann ja wirklich alles sein! Eines der beiden Mainboards, oder gar beide, der Ram, das Netzteil, die CPU, die SSD, die Kabel des Gehäuses, …

*Schulter zuck*

Habe aber auch offen gestanden weder Geld noch Nerven alle Komponenten neu zu kaufen und dann zu tauschen – um schlussendlich herauszufinden, wo der Fehler liegt.

Würde ich dieses – nennen wir es mal ganz vorsichtig – „Problem“ in einem Forum posten, käme aufgrund der Komplexität höchstwahrscheinlich keinerlei Antwort – oder so etwas sinnarmes wie „borg dir von nem Kumpel mal Komponenten und probier alles durch“.

Ich kann aber auch keine Komponente verkaufen und dann eine andere holen, weil ich nicht weiß, welche defekt ist – und ich somit den entsprechenden Käufer verprellen würde.

Ratlosigkeit. Mehr bleibt mir nicht.

Update (23. Februar 2012):

Das Netzteil scheint – zumindest für den heutigen „Fehlstart“ – die Verantwortung zu tragen. In beiden Rechnern drehen sich zwar die Lüfter, aber es tut sich rein gar nichts. Hinzu kommt, dass bei beiden Rechnern die Abschaltung mittels 4-Sekunden-Power-Taste-gedrückt-halten nicht funktioniert.

Ob es jedoch auch für obige Fehler die Alleinschuld trägt oder ob das Mainboard villeicht durch eine Überspannung oder durch zu niedrige Spannungen nicht korrekt seinen Dienst versehen konnte, kann ich nicht klären.

Vielleicht handelt es sich auch um zwei völlig unabhängige Fehlerquellen.

Wer weiß das schon.

Ich werde hier vermutlich noch eine Weile rumprobieren.

Wenigstens ist bei dem Netzteil (gekauft März 2011) noch ein Gewährleistungsanspruch vorhanden 😉

Update (3. März 2012):

And the winner … ähm, Verzeihung, der Schuldige ist: 

>>> Das Netzteil! <<<

Hatte das Netzteil zu bequiet zurück gesendet. Diese haben mir widerspruchslos sofort ein neues geschickt.

Bei diesem hatte ich zunächst Bammel, weil der Lüfter einfach nicht durchweg drehen wollte. Dachte schon „ist das semi-passiv?!“ aber nein, war vermutlich ein Stück Pappe oder etwas derartiges reingekommen.

Zu meinem Erstaunen funktioniert nun alles wieder – sogar mit dem defekt geglaubten Mainboard. Dort ist mir nur aufgefallen, dass die Kühlkörper so herunternehmbar waren.

Die Wärmeleitpads waren schon komplett zu Stein verbacken. Sicherheitshalber – und weil eh keine Garantie mehr drauf ist – habe ich neue Wärmeleitpaste aufgetragen. Auch wenn das so durchaus funktionierte.

Windows, respektive der AMD Grafiktreiber zeigten sich leicht unkooperativ, weil beim Versuch der Neuisntallation solche meldungen kamen, wie „Erkennenungstreiber konnte nicht gefunden werden“. Dann mit Driver Sweeper 3.2 runter und neu installiert.

Und siehe da -> als wäre nie etwas gewesen!

Merke: niemals das Netzteil bei der Fehlersuche zu schnell ausschließen 😉

Werbebotschaften in Captcha-Texten?

Moin moin,

was mir gerade beim eintippen eines (gefühlt 250317.) Captchas durch den Kopf ging:

Warum gibt es da eigentlich keinen Anbieter/kein Startup, welches sich da zwischenschaltet und in den Captchas Werbebotschaften versteckt?

Man könnte ja bspw. oben ein Werbebild einblenden und unten etwas abfragen.

Es wird ja sonst an jeder Ecke Werbung gemacht – und an der Stelle wäre es doch durchaus eingängig.

Immerhin müsste man immer und immer wieder Captchas eingeben.

Ist das eine blöde Idee?

Oder gibt es das schon und ich weiß es bloß nicht?