Fallout: New Vegas – Dead Money … das nenne ich wirklich „totes Geld“!

Nachdem ich Fallout 3 schon sehr, sehr mochte, hatte ich mir natürlich auch seinerzeit Fallout: New Vegas geholt und fand es nicht weniger gut.

Vor Kurzem in der Steam Sommerverkaufsaktion gab es dann alle Addons ziemlich günstig. Also habe ich es quasi zur Ultimate Version hochgestuft.

Die anderen Erweiterungen waren … schon ganz ok, auch wenn teils überbordend textlastig, wie im Falle von Old World Blues, wo man erst einmal knappe 10 Minuten zugetextet wird, bevor man sich auch nur bewegen kann.

Aber Dead Money – die erste Erweiterung – hat mich wirklich Nerven gekostet. Glücklicherweise hatte ich das zum Schluss gemacht – sonst hätte ich wahrscheinlich in die Tastatur gebissen!

Obschon dort eigentlich kein großer Umfang vorhanden ist, außer den ewig gleichen verschachtelten Straßenzügen, kam und kam ich nicht voran. Dass ich auf Level 50 nicht mit ein paar dusseligen Nervtötern fertig werde, war schon irritierend.

Normalerweise mache ich selbst große Rudel von Todeskrallen problemlos lang.

Aber dieses Add-On stellte sich als um mehrere Potenzen nervtötender als Deus Ex Human Revolution heraus. Eine Mischung aus Schleichen und Munitionsmangel gepaart mit dummen Kumpanen, die immer direkt das Feuer eröffnen, anstatt zu schleichen … und zu allem Überfluss häufigen Abstürzen.

Der ständige Wegbegleiter bei Fallout: New Vegas – der Hinweis nach dem Absturz

Mit all dem hätte ich noch irgendwie leben können – aber dieses völlig abstruse Sprengstoffhalsband hat mich öfter sterben lassen, als alle Bestien und Mutanten in den etwa 70 Stunden vorher!

Und wofür das Ganze? Für eine magere Endsequenz, die wenig erklärt und viel zu früh endet. Aber nun ja – es gab ja auch kaum nennenswerte Story oder Inhalt, den man hätte im Abspann verarbeiten müssen.

Die albtraumartige Grundidee hätte man in 30 Minuten ebenso gut umsetzen können, etwa in Form einer Nebenquest im Hauptspiel.

Wegen der Sprengstoffhalsbänder und dem in der Regel nicht deutlichen Piepsen (weil wieder 20 andere Statusmeldungen den Warnhinweis ersetzen), hatte ich dem zuständigen Entwickler mehr als einmal die Pest an den Hals gewünscht.

Erschwerend hinzu kommt, dass ich – noch schlimmer, als im Hauptspiel – alle Nase lang mit Abstürzen konfrontriert wurde.

Da hat man gerade ein paar dusselige Nervtöter ausradiert – und schwups … entweder Halsband oder Absturz. Toll!

ARGH!

Mit Vorliebe treten diese Abstürze sowohl im Add-On, als auch im Hauptspiel bei der Schnellreise oder Levelübergängen (in Form von Türen) auf. Ich hätte sicher nur die Hälfte der Zeit benötigt ohne diese zwei … Zeitstrecker.

Gott, bin ich froh, dass das vorbei ist.

Eigentlich hatte ich mir das gekauft, um etwas Spaß zu haben und abends nochmal eine Runde daddeln zu können.

Wenn ich mich ärgern will, gucke ich Fernsehen!