Machs gut, eBay!

Im Dezember verkaufte ich noch einige PC-Komponenten auf eBay, unter anderem einige nicht mehr benötigte Festplatten (weil man die da zu guten Preisen los wurde).

Im Januar kam dann die Schlussrechnung. Und die läpperte sich am Ende auf beinahe 20% des „Gewinnes“. Und das ohne wirklich erkennbare gegenleistung. Sollte mal etwas schief gehen, hat man von eBay ohnehin keine Hilfe zu erwarten.

Spätestens jetzt wurde es mir zu doof, nachdem ich auch schon so manche negative Situation auf eBay erlebt hatte. Angefangen bei unklaren Rechnungen, zu falschen Zeitpunkten eingestellte Auktionen, nicht zahlende oder unhöfliche Käufer, völliges Desinteresse seitens eBay bei Problemen und natürlich saftige Gebühren.

Das wurde mir dann wirklich zu doof, als eBay beschloss Treuhandkonten einzuführen, auf die man dann, ähnlich wie bei Paypal, vielleicht (oder besser wahrscheinlich) auch keinen Einfluss mehr hat und auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.

Die Konsequenz daraus: ich habe meinen Account gelöscht.

Als letzte nette Geste seitens der elektronischen Buch, wird der Account nicht sofort gelöscht, was ich noch durchaus hätte verstehen können angesichts evtl. noch laufender Transaktionen (die es aber nicht gab). Nein, man muss warten – evtl. sogar bis zu 180 Tagen – bis man sich (endgültig?) von der Verkaufsplattform lösen darf.

Der geneigte Leser wird jetzt womöglich fragen „und wo wirst du nun deinen Krempel los? bei Amazon?“. Nein, denn dort sind die Gebühren ja noch dreister!

Aber es gibt ja glücklicherweise einige Kleinanzeigenportale, bei denen man das, was man wirklich mal nicht mehr brauchen kann, kostenlos einstellen kann. Auch wenn das Layout vielleicht nicht hochprofessionell sein mag und das ganze eher etwas von Trödelmarkt-Charme besitzt und man auch als Anbieter keine unrealistischen eBay-Mondpreise bekommt … dort wird man wenigstens (hoffentlich!) nicht vom Betreiber geschröpft.