Es könnt alles so einfach sein – warum isses das nicht?

Irgendwie seltsam …

Früher habe ich mich über jeden noch so kleinen Scheissdreck lang und breit aufregen können.
Die Zeiten als es mir noch (finanziell) gut ging.
Jetzt wo es nicht so gut läuft, tangiert mich irgendwie alles peripher.

Bin gerade arbeitssuchend. Hier im Umkreis gibt es wenig – sehr wenig.
In aller Regel nur irgendwelche Minijobs auf 400€ Basis oder Jobs, für die ich nicht im Mindesten qualifiziert bin.
Habe sogar darüber nachgedacht eine Ausbildung anzutreten, ein freiwilliges soziales Jahr  oder den neuen Bundesfreiwilligendienst.
Aber damit kommt man einfach finanziell nicht über die Runden oder es sprechen grundlegende Aufnahmekriterien dagegen.

Das Arbeitsamt, Verzeihung, die Arbeitsagentur, vertröstet mich auch monatsweise auf einen neuen Beratungstermin.
Vermutlich sind die auch stark unterbesetzt.
Die private Krankenkasse rückt mir auch auf die Pelle und will mehr Geld haben.
Und so weiter.

Gott, warum muss das Leben (in Deutschland) immer so unfassbar bürokratisch und kompliziert sein?!

Aber interessanterweise regt mich das kaum auf.
Vielleicht die ersten Anzeichen einer aufkommenden Verdrängungstaktik?
Wenn die Probleme so zahlreich werden, dass sie einen zu erdrücken drohen, dann ergeht man sich offenbar in unwichtigen Alltäglichkeiten und will die Probleme nicht wahr haben.
Erinnert mich ein bisschen an die Schuldner, die irgendwann keine Briefe mehr öffnen.😉

Und schon denke ich wieder daran, um wieviel leichter alles wäre, hätten wir ein Grundeinkommen …

Abschließend zitiere ich mal einen schönen Songtext: „Es könnt‘ alles so einfach sein, isses aber nicht …“.