Prinz William, Kate Middleton – und was soll der Scheiss eigentlich?

Bin ich eigentlich der einzige, dem diese „Hochzeits-Berichterstattung“ über Kate Middleton und Prinz William am Popo vorbei geht?
Wozu der Aufriss?
Da heiraten zwei junge Leute.
Schön!
Mehr aber auch nicht!
Da muss man jetzt keinen Affenzirkus veranstalten!
Oder Kaffeetassen mit ihrem Konterfei bedrucken.
Oder stundenlang Sendezeit im Fernsehen damit verplempern.
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen täte besser daran, seinem Bildungsauftrag nachzukommen und statt dessen das literarische Quartett zu zeigen oder mal eine neue Folge vom Telekolleg oder weiß der Geier.
Oder mal wieder brauchbare Nachrichtensendungen zu produzieren.
Wenn selbst das von mir sonst recht hoch geschätzte Nachtstudio im ZDF sich dieses nutzlosen Themas annimmt, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln!
Ich war ja immer der Meinung, dass es in Europa keine Monarchie und keinen Feudalismus als vorherrschende Staatsform mehr gibt.
Insofern kann es doch völlig egal sein, wenn da eine adelige Familie den Stammbaum erweitern will.
Mag ja durchaus nicht schlecht sein, wenn man die zusehends verrotteten Genpools einiger Adelsfamilien mal durch etwas frische DNA auflockern will.
Aber was geht mich das an?
Wozu dieses Brimborium? Das sind ganz normale Leute – die sind nicht besser, als andere!
Die jungen Leute tun mir Leid.
Die werden keine ruhige Minute mehr haben.
Und nur, weil ein paar Doofköppe anscheinend nichts besseres zu tun haben, als sich die Gala, das goldene Blatt und wie diese Schundblätter alle heißen – als personifizierte Papiervergeudung – zu kaufen.
Wissentlich (hoffentlich!), dass da eh nur Müll drin steht und die Menschen, die dort verewigt sind, direkt verloren haben.
Entweder durch Schmutzkampagnen, völlig falsche Berichterstattung, blanke Lügen oder durch Fotografen, die jede noch so intime Situation abzulichten versuchen.
Daher meine eindringliche Bitte:
Lasst die Leute in Ruhe!
Und lasst mich und den Rest der Welt mit dem Scheiss in Ruhe!
Und sucht euch endlich mal eine vernünftige Freizeitbeschäftigung!

5 thoughts on “Prinz William, Kate Middleton – und was soll der Scheiss eigentlich?

  1. So sieht das aus. Mich hat der royale Käse auch nicht weiter interessiert, und hätte sich die heute show des Themas nicht satirisch angenommen, hätte ich gar nichts davon mitbekommen. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass ich da was verpasst hätte🙂

  2. Royaler Käse auf der einen Seite, real gesehen sind das aber immer noch schwerreiche, politisch einflussreiche Strippenzieher und Netzwerker, die keine Ahnung haben, wie die unteren Zwei Drittel ihrer Bevölkerung leben und die diese auch ohne Skrupel ausbluten.

    Die Existenz eines Köngishauses verstärkt einfach das Klassensystem, macht es undurchdringlicher, es festigt die Pyramide und scheint ihr mehr Rechtfertigung zu verleihen.
    Das ist ungesund in einem Zeitalter, indem Qualifikationen gefragt sind und indem Spitzenleistungen das Ergebnis von jahrelanger Bildung und Anstrengung sind. In England kann man vor allem dann Karriere machen, wenn man die richtigen gesellschaftlichen Verbindungen und möglichst noch aristokratische Titel hat. Prinz Harry hat eine für seine Abschlussprüfung notwendige Ausarbeitung (Klausur??? Essay?) nicht alleine geschrieben, die Lehrerin schrieb mit. In Kunstgeschichte!!! Sowas ist eine reine Fleißaufgabe.
    Das muss man sich mal vorstellen.
    Der hat seine Leistungen nicht erbracht und hat trotzdem bestanden.
    Ganz so schlimm ist es in Deutschland ja noch nicht. Gutti ist über Googleberg gefallen, Koch-Mehrin ist noch im Fall.

    Interessant ist der Wechsel in der Berichterstattung. Vor der Hochzeit war Ms Middleton die „Waity Kaity“ und wurde als ambitionslos, faul, ohne Auszeichnungen und ohne Ehrgeiz beschrieben, was um so schlimmer ist, bedenkt man die sündhaft teure Privatschulbildung und den ganz guten Abschluss, den sie hingelegt hat.

    Jetzt wird sie als Hoffnungszeichen gehandelt, als diejenige, die das Land verjüngt, ein Millionärstöchterchen, Spross angeblicher fleißiger Leute, die es mit Fleiß zu etwas gebracht haben. Angeblich soll sie ja Prinzessin des Volkes sein. Angeblich unterstützt sie die britische Wirtschaft, indem sie britische Designerkleidung trägt. Angeblich ist sie eine Stilikone. Einer genaueren Analyse halten diese Aussagen allerdings nicht stand. Desingermode wird häufig im Ausland produziert und ist zwar teuer, aber bringt nicht viel Wirtschaftsaufschwung, weil schlicht die Masse fehlt. Stilsicher ist sie auch nicht, was sie trägt, macht sie meist 10 Jahre älter oder ist schlicht hässlich und vielfach auch zu kurz oder zu eng und fast immer langweilig. Könnte meine Oma auch tragen – in der entsprechenden Größe. Dazu kommt big hair, was bei diesem dürren Stecken von Prinzessin die Proportionen eines nach oben zeigenden Wischmops aufweist. Dürre Frau + voluminöse Löwenmähne = albern. Zuviel und zu buntes Make-up und zuviel Bräune aus der Tube kommen noch dazu. Prinzessin mit Muskatnuss-braunen knochigen Beinen, nicht mal Diana hats so mit Make-up, Wangenrouge und Bräune übertrieben.

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