Warum gibt es überhaupt Münzgeld, wenn es keiner annehmen will?!

Folgende Situation:
Ich hatte ein Sparbuch bei einer Sparkasse.
Ein Girokonto wollte ich nicht eröffnen, weil ich es 1.) kaum genutzt hätte und ich 2.) die horrenden Gebühren nicht zahlen wollte (~5€ pro Monat).
Das Sparbuch habe ich eigentlich nur genutzt, weil ich mein Kleingeld irgendwo gegen Scheine tauschen wollte.
Da hat auch diverse Male ohne Probleme geklappt.
Nun kam ich aber hin und wollte a) mein Münzgeld wechseln und b) direkt das Sparbuch anschließend auflösen lassen.
Den zweiten Punkt hätte ich wohl weglassen sollen.
Der Mann hinter dem Schalter fand das nicht so witzig.
Das ginge garnicht und das sei auch garnicht erlaubt.
Ich müsse am nächsten Tag wiederkommen.
Daraufhin habe ich ihm erklärt, dass ich demnächst umziehe und das Sparbuch garnicht mehr nutzen kann.
Dann hat er es widerstrebend nach längerer Diskussion doch gemacht.
Dann fing er an und beschwerte sich darüber, dass ich dann ja keine Gebühren gezahlt hätte und warum ich kein Girokonto bei Ihnen hätte.
Die Leute würden alle den „Service“ nutzen aber keiner wolle die Gebühren zahlen.
Das wollte ich nicht so ganz einsehen.
Schließlich weisen die meisten Sparkassen gute Bilanzen auf.
Es sei ja schließlich nicht so, dass sie morgen insolvent gingen, versuchte ich zu argumentieren, es ginge ihnen ja ziemlich gut.
Darüber hinaus brachte ich meinen Unmut zum Ausdruck, dass man nirgends sein Münzgeld einfach loswürde.
Laut EU-Rahmenvertrag bezüglich des Euro ist niemand (nichtmal Banken) dazu verpflichtet, mehr als 50 Stück Hartgeld anzunehmen.
Empfinde ich persönlich als Beschiss!
Da möchte ich glatt die Behauptung aufstellen, dass da jemand aus der Bankenlobby ein paar nette Abendessen hat springen lassen, damit dieser Passus da reingeschrieben wurde.
Mir ist durchaus bewusst, dass das Transportieren, Verwahren und Sortieren von Münzgeld Kosten verursacht.
Interessiert mich aber nicht die Bohne!
Es ist ein gesetzliches Zahlungsmittel – und ich werd’s nicht ohne Weiteres wieder los.
Viele Banken haben nichtmal mehr Zählautomaten.
Einige nehmen kein Münzgeld an.
Andere schicken es im Plastikbeutel zur Landesbank – und man kann eine Woche auf die Gutschrift warten.
Bei der Deutschen Bank wollten sie sogar, dass ich das Geld eigenhändig in Papier einrolle und abgebe.
Da stellt sich mir die Frage: ihr lieben Banker, wollt ihr mich alle verarschen?!
Es ist ein gesetzlich anerkanntes Zahlungsmittel!
Warum wird es einem derart madig gemacht dieses Geld wieder in den Umlauf zu bringen?
Wenn man keinen Wert auf Münzgeld legt, warum hat man es dann nicht gleich abgeschafft und durch Papiergeld ersetzt?
Ich ordne diesen Vorfall wieder in die Kategorie „ich spreche den Privatbanken jegliche Existenzberechtigung ab“ ein.

2 thoughts on “Warum gibt es überhaupt Münzgeld, wenn es keiner annehmen will?!

  1. Bei vielen Commerzbanken stehen Geldeinzahlautomaten … Die nehmen bis zu 1000 Münzen an!

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