Segula 50660 LED Leuchtmittel – ein kleiner Erfahrungsbericht

Mir ist neulich eine ältere Kompaktleuchtstoffröhre (landläufig Energiesparlampe genannt) kaputt gegangen.
So wirklich alt war die noch gar nicht … von der versprochenen jahrelangen Lebensdauer nicht die Spur. Aber selbst wenn ich den Kaufbeleg noch hätte … der Gewährleistungsanspruch ist ja schon lange flöten.
Daher habe ich mich mal auf die Suche nach Ersatz begeben.
Da ja LED-Leuchtmittel sicher – aber langsam – auf dem Vormarsch sind, bin ich auch mal auf diesen Zug aufgesprungen.
Geleistet habe ich mir eine:
Segula 50660 Led „Glühlampe“, 3 Watt, 40 LEDs, Sockel E27, dimmbar – für ~14€
Nun war mir vorher bewusst, dass ich da keine Wunder erwarten darf.
Diese 40 LEDs klingen nach viel, aber letztlich sagt das wenig aus.
Was mich ein wenig ärgert ist, dass zwar fast immer die Lichtfarbe in Grad Kelvin angegeben ist, jedoch nicht der Lichtstrom in Lumen.
Eine Vergleichsgröße in Lumen müsste eigentlich mittlerweile zum Standard gehören.
So fällt ein Vergleich schwer.
Bei diesem Leuchtmittel stand zumindest dabei „entspricht Glühlampe: 25 Watt„.
Dies scheint auch ungefähr hin zu kommen.
Wirklich hell ist sie nicht. Im Vergleich zur vorherigen 11 Watt Kompaktleuchtstoffröhre subjektiv geschätzt vielleicht 30-40% so hell.
Die Lichtfarbe ist mit 3000k angegeben – also eigentlich warmweiß.
Ich persönlich empfinde die Farbtemperatur jedoch eher als kühl und bläulicher.
Dimmbar ist sie tatsächlich, jedoch nicht stufenlos.
Zumindest mit meiner dimmbaren Bogenlampe klappte eine vernünftige Dimmung nicht. Sie ließ sich in mehreren Stufen runter dimmen, nur um auf minimal eingestellter Dimmung wieder die volle Helligkeit zu erreichen.
Dazu habe ich sie jedoch auch nicht geholt.
Sie dient nun als Schreibtischlampe, damit es etwas hell beim Arbeiten am PC-Bildschirm ist.
Die Leistungsaufnahme betrug bei mir (gemessen mit einem Voltcraft Energy Check 3000) 3,3 Watt. Dazu muss ich jedoch erwähnen, dass das Voltcraft Messgerät in dem Bereich unter 5 Watt wenig zuverlässig misst.
Sie wird nur lauwarm. Man kann sie auch problemlos anfassen, nachdem sie länger gelaufen ist.
Die Verarbeitungsqualität mutet brauchbar an. Da es mir an Vergleichsmöglichkeiten fehlt, kann ich nicht sagen, ob das eine übliche Verarbeitung darstellt.
Subjektiv betrachtet würde ich das Leuchtmittel ins Mittelfeld einordnen.
Der Glaskolben ist am unteren Ende nicht perfekt verbunden. Da jedoch der Glaskolben eher als Zierde und vielleicht noch als Streuglas Verwendung findet, kommt es darauf nicht an. Mit 8,5 cm Länge und 4,5 cm maximalem Durchmesser ist sie relativ zierlich und platzsparend.
Die durchschnittliche Lebensdauer ist mit 150.000 Stunden angegeben.
Ob sie tatsächlich über 17 Jahre hält, kann ich hier noch nicht abschließend beurteilen. 😉
Fazit:
Ob einem dieses Leuchtmittel mit geringer Helligkeit doppelt oder dreimal soviel wert ist, wie eine akzeptable Kompaktleuchtstoffröhre, muss jeder selber wissen.
Von der Helligkeit und der Dimmbarkeit sollte man sich nicht zuviel versprechen.
Für kleine Dekoleuchten, schwer zugängliche Orte oder geringe Ansprüche reicht es aber allemal.
Zudem hat man keine Probleme mit Quecksilberdämpfen, welche bei der Beschädigung einer Energiesparlampe austreten können – auch wenn die Menge nur im Milligrammbereich liegt.
Ich sag’s mal so: doppelt so hell und etwas mehr ins rötliche gehend, also eine wärmere Farbe, und die 12€ wären in meinen Augen absolut Ok.

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