Seltsamer Arbeitgeber …

Ok, mal zur Vorgeschichte.
Ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag ergattern können – von Anfang März bis Ende August.
Es war eine leichte Tätigkeit, am Computer von zu hause aus machbar.
Es ging darum Daten in eine Software zu überführen und für Endanwender nutzbar zu gestalten.
Soweit alles wunderbar.
Es sollte direkt im März losgehen, richtig ran klotzen und später solle man evtl. Überstunden „abbummeln“.
Auch völlig in Ordnung. Alles kein Problem.
Der März verstrich, ich wartete darauf, dass es endlich losgeht.
Nichts passiert.
April halb verstrichen, nichts passiert.
Mitte April endlich erste Lebenszeichen.
Viel zu tun gab es zunächst nicht.
Dann im Juni kam fast alles auf einmal – obwohl ich genau da sehr wenig Zeit hatte.
Da kamen dann bspw. am Freitag Abend Aufgaben, welche am Montag online sein sollten.
Und das wo ich kaum Zeit hatte und teilweise nicht einmal zu hause war.
Aber nun gut.
Auch das habe ich versucht bestmöglich zu erledigen.
Teilweise hab ich da Nachtschichten eingelegt.
Leider hat das dennoch nicht alles zeitnah geklappt.
Aber ursprünglich hieß es ja auch, dass man im März, welchen ich komplett – rund um die Uhr – zur Verfügung stand, fertig sei.
Von Mitte Juli bis Ende August dann auch wieder keine Lebenszeichen.
Da hätte ich aber just wieder Zeit gehabt.
Nun ja. Nicht optimal gelaufen …
Später kam die Anfrage, ob man bereit sei, noch an dem Projekt weiterzuarbeiten.
Das habe ich bestätigt. Wobei die Chance weiter beschäftigt zu werden eher gering war – allein schon, weil die Mitarbeiterzahl drastisch reduziert wurde.
Ich vermute auch mal, dass man mit der teilweise nicht zeitnahen Bearbeitung nicht zufrieden war. Aber ein – irgendwie geartetes – Feedback gab es keines. Also auch keine Beschwerden.
Ich hatte das Ganze dann abgehakt.
Und nun, vor 2 Tagen, kam die Mail, dass man mich für ein ähnliches Projekt benötigen würde.
Ich hätte ja einige Fehlstunden angehäuft, welche ich nun abarbeiten könne.
Und das wohlgemerkt, während ich gar kein Arbeitsverhältnis mehr mit dem Arbeitgeber habe.
Zudem habe ich gerade ein erhöhtes Pensum und ein paar zeitkritische Arbeiten zu erledigen.
Die Arbeit müsse auch schnellstmöglich erledigt werden – es eile sehr.
Daraufhin antwortete ich, dass ich durchaus bereit sei noch weiter mitzuarbeiten, dass ich aber wesentliche andere Verpflichtungen habe, welchen ich höhere Priorität einräumen müsse.
Zudem hat mich natürlich die rechtliche Situation interessiert. Immerhin bin ich kein offizieller Arbeitnehmer mehr.
Stichworte: Versicherung, Haftung, Steuerabzüge, …
Daraufhin kam die Antwort, dass dann leider auf meine Mitarbeit verzichtet werden müsse, weil das Projekt zeitnah umgesetzt werden müsse. Man könne nicht warten, bis alle (arbeitsrechtlichen) Fragen meinerseits beantwortet wären.
So richtig schlau werde ich jetzt daraus nicht.
Wie gesagt: nicht optimal gelaufen …

2 thoughts on “Seltsamer Arbeitgeber …

  1. Seltsam? Ist mir zu freundlich, die Bezeichnung. Man stellt sich Leute an, erzählt ihnen zu den Arbeitsbedingungen das, was sie hören wollen. In der Praxis läufts dann völlig anders, da muss der Arbeitnehmer halt mal das Wochenende durchmachen, wenns dem Arbeitgeber erst freitags einfällt, dass er bis Montag Ergebnisse braucht. Und wenn ein Arbeitnehmerlein anfängt, Ansprüche zu stellen, dann nimmt man halt das nächste.
    Ich bin weder Fundamentalsozi noch Kommunist, aber sowas ist für mich Ausnutzen der Lage.

  2. Naja, wirklich schlimm war es nicht.
    Schließlich habe ich insgesamt nichtmal 1/3 der angepeilten Arbeitszeit benötigt.

    Aber suboptimal finde ich es dennoch.

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