Weniger Lebensmittel wegwerfen – aber wie ??

Ich hatte ja neulich bereits eine Dokumentation erwähnt, in welcher einmal aufgezeigt wurde, wieviel Nahrungsmittel weggeworfen werden – und das noch ehe sie überhaupt zum Verbraucher gelangen. Und der schmeißt ja auch wieder einen nicht unerheblichen Teil weg.
Tja, was macht man da als bemühter Verbraucher jetzt?
Zum einen kann man sich natürlich gegen den Trend wehren, immer nur perfekt aussehende Lebensmittel zu kaufen und alles andere liegen zu lassen.
Auch Äpfel, welche mal ein bisschen Pilz (ich rede jetzt nicht von ausuferndem Schimmelbefall) oder ein paar kleinere Schadstellen haben, sind ja noch absolut in Ordnung.
Andererseits: immer noch länger haltbare Lebensmittel sind auch nicht das Wahre.
So gibt es immer noch mehr speziell angepasste und hochgezüchtete Nahrungsmittelpflanzen  – übrigens auch bei den Bio-Produkten. Auch in der Bio-Landwirtschaft werden ja überwiegend Hochleistungssorten mit langer Haltbarkeit bevorzugt – weil man alles andere nicht so gut verkaufen könnte.
Und diese hochgezüchteten Pflanzen werden dann von immer noch weniger (aber dafür größeren) Firmem kontrolliert.
Wenn ich aber weniger haltbare, natürlichere, ökologisch sinnvollere Lebensmittel möchte … was dann?
Dann werde ich gezwungenermaßen wieder mehr wegwerfen müssen.
Das ist auch wieder Mist.
Wenn ich den Umweg über kleinere Verpackungen gehe und somit als Verbraucher nur überschaubare Mengen einkaufe, von der ich sicher weiß, dass ich sie komplett verbrauchen kann …
Tja, dann hab ich wieder das Problem, dass ich mehr Verpackung benötige. Und das ist auch wieder Mist. Von Schadstoffen und künstlichen Hormonen in vielen Kunststoffen will ich gar nicht anfangen.
Als Beispiel sei mal ein „Fix- und Fertig Salat“ genannt.
Diesen gibt es ja in verschiedenen Größen.
Ich als Single brauche diese 350 oder gar 500 Gramm Beutel nicht. Das könnte ich so schnell gar nicht verbrauchen und müsste wieder über die Hälfte wegwerfen.
Wenn ich jetzt aber kleine Portionen konsumiere, diese kleinen 75 Gramm Single-Packs zum Beispiel, dann habe ich wieder mehr Verpackungsabfall.
Wenn ich den Salat am Stück kaufe (selbst wenn es im Bioladen um die Ecke ist (welchen es übrigens nicht gibt)), gibt es eben nur ganze Salatköpfe – und da besteht wieder die Gefahr, dass ich zuviel wegwerfe. Erst recht, wenn ich alleine einen gemischten Salat möchte – und das auch nicht unbedingt 4 Tage am Stück.
Oder um es anders auszudrücken – egal was ich mache: ich bin immer irgendwie in den Arsch gekniffen.
Hat jemand ne Idee?
Wenigstens eines kann ich zumindest von mir behaupten: wenn es abends im tegut um die Ecke kein frisches Brot oder was auch immer mehr gibt – dann isses halt so. Halb so schlimm. Damit habe ich kein Problem.
Ich muss jetzt nicht Beschwerdebriefe schreiben, weil es nicht bis zur letzten Sekunde frische Brötchen gibt. Was nicht verkauft werden kann, muss ja wieder weggeworfen werden. Auch wenn es zum großen Teil noch absolut ok ist.
Wenn ich jetzt – was ich bspw. sehr selten mache (ist nur einmal die Woche und dann auch noch früh morgens, wo ich nicht kann) – auf den Wochenmarkt gehe und da frische regionale Sachen kaufe, dann habe ich wiederum das Problem, dass ich einiges davon werde wegschmeißen müssen.
Ich bin jetzt erst einmal dazu übergegangen Stückgut oder kleine Gebinde/Verpackungen zu kaufen.
Also keine Plastikverpackung mit 1 Kilo Möhren mehr (wovon dann eben mehrere im Müll landeten, weil ich sie nicht rechtzeitig essen konnte) – sondern 1-2 Stück lose Möhren.
Da weiß ich dann, dass ich die in 1-2 Tagen gut (und komplett) verbrauchen kann.
Aber auch das verbessert ja die Gesamtsituation nur unwesentlich.
Auf der Seite vom Feld bis zu mir wird ja immer noch brutal viel weggeworfen.
Alles sehr unbefriedigend.
Ich bin für Ratschläge offen.