Der Obama ist schon ne arme Sau

Der Obama ist schon ne arme Sau.
Er wurde als Messias gehandelt, als jemand, der quasi im Handumdrehen alle Probleme des Landes lösen kann.
Und von diesen Problemen gibt es so viele, dass man dabei getrost von einer Lebensaufgabe sprechen könnte.
Allein die Staatsverschuldung ist so exorbitant hoch, dass selbst ein Land wie die USA dieses niemals wird abtragen können.
Erst recht nicht, wenn da ein jemand wie W. Bush daher kommt und nochmals eine ordentliche Schippe drauflegt.
Ich möchte mal das Bildnis vom Elefant im Porzellanladen bemühen.
8 Jahre lang hat sich in einem riesigen Porzellanladen ein ebenso riesiger und rücksichtsloser Elefant rumgetrieben und erst einmal schön alles Porzellan zerschmettert.
Auch die guten alten Erbstücke, welche schier unbezahlbar sind.
Und zu allem Überfluss ist da alle paar Jahre vorher mal eine Gnuherde durchgelaufen.
Und dann wird ein neuer Mitarbeiter eingestellt – und er bekommt die Order „bis heute Abend zum Feierabend hast du das alles wieder geklebt und es muss aussehen wie neu – sonst bist du gefeuert“.
Ansich eine schöne Idee.
Dummerweise ist es aber wesentlich schwer etwas zu reparieren, als kaputt zu machen.
Der gemeine Wähler ansich ist da auch keine Hilfe.
Er fordert schließlich über Nacht eine massive Verbesserung und straft immer drastisch und uneinsichtig ab, wenn es nicht so läuft, wie er denkt, dass es doch laufen müsste.
Ich möchte es mal so formulieren: wären die USA eine Diktatur, in der Obama als Alleinherrscher da stünde und schalten und walten könnte, wie er lustig ist – dann könnte man einschneidende Änderungen erwarten.
Ob das dann immer zum Vorteil des Volkes geschieht, ist eine andere Frage.
So jedoch bewegt er sich auf dünnem Eis.
Die Republikaner, mit welchen er sich – warum auch immer – arrangieren muss (aus einem mir unerfindlichen Grund, muss sich die an der Macht befindliche Partei mit der Opposition abstimmen und so kommt es eben maximal zu faulen Kompromissen).
Er hat einige Probleme am Hacken, die man – wenn überhaupt – nur in jahrelanger mühevoller Kleinarbeit wieder flicken könnte.
Oder man würde einen großen Einschnitt wagen und das System umbauen.
Dummerweise mag der gemeine Wähler ansich aber grundsätzlich keine Veränderung – obwohl er bei jeder Gelegenheit nach Verbesserung schreit.
Kleiner Tipp meinerseits am Rande: wenn man etwas verbessern will, muss man das bestehende verändern.
Gleichzeitig auf Gas und Bremse treten bringt einen einfach nicht weiter. 😉
Von welchen Problemen spreche ich da?
Eine überbordende Staatsverschuldung, welche eigentlich nur noch von der immer noch enormen Wirtschaftsleistung im Zaum gehalten wird. Gut, davon haben Leute, welche ihre Häuser nach der Immobilienkrise verloren haben jetzt nicht so wahnsinnig viel.
Ein de facto nicht existentes Sozialsystem, zudem ein katastrophales Gesundheitssystem.
Das Thema Umweltschutz scheint dort auch keine Sau zu interessieren, habe ich den Eindruck. Die USA stehen immer noch unangefochten an der Spitze der CO2-Emittenten.
Das Wahlsystem – wir haben die Auswirkungen nicht zuletzt im Jahre 2000 gesehen – ist völlig undurchsichtig. Ein Mensch, eine Stimme – so etwas gibt es nicht.
Der Sinn dieses Wahlmännersystem ist mir persönlich nicht ersichtlich.
Das Rechtssystem entzieht sich meiner Ansicht nach auch dem gesunden Menschenverstand.
Insgesamt gibt es große Probleme mit Einflussnahme der Wirtschaft, also der Reichen und Mächtigen, innerhalb des Systems.
Da muss natürlich auch das Stichwort Wahlkampf kommen.
Letztlich gewinnt dort der, der am meisten mediale Aufmerksamkeit bekommt. Und diese muss man sich bei den Sendern teuer erkaufen.
Oder man besitzt am besten gleiche einen eigenen Propaganda-Sender.
Auch das ist ein Problem. Wirklich unabhängige Medien scheint es dort höchstens noch auf kleiner, regionaler Ebene zu geben.
Sämtliche großen Sender und Printmedien sind in diversen Konzernhänden.
Und diese können nicht senden, wozu sie lustig sind.
All das ist wohl dem ungezügelten Turbo-Kapitalismus geschuldet.
Die „Amis“ haben den Kapitalimus zur Religion erhoben und sich anderer Götzen wie Vernunft oder auch Demokratie entledigt.
Die älteste Demokratie der Welt scheint, bis in den letzten Winkel korrumpiert, in den letzten Zügen zu liegen.
Und ich denke sie verdient zu sterben.
Erst dann wird man sich wohl zu einem Neubeginn durchringen können.

Da kann auch der Messias Obama nichts dran ändern.

Erst recht nicht, wenn er ab Dienstag nicht mehr Herr im eigenen Haus ist. 😉

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