Fleischimitate

Ich meine, ich hatte es an anderer Stelle bereits erwähnt: ich bin nicht so der Freund von Fleischimitaten.
Sprich: Tofu Chicken McNuggets oder Tofuschnitzel oder was auch immer.
Imitation beinhaltet – auch wenn das in diesem Zusammenhang bescheuert klingen mag – einen gewissen Aspekt der Bewunderung, des Gutheißens.
Durchaus verstehen kann ich, dass man einem Nicht-Veganer damit den „Übergang“ erleichtern kann.
Aber ansonsten sehe ich da keine wirkliche Existenzberechtigung.
Man muss sich ja nicht zwanghaft darauf versteifen, Fleisch 1:1 nachahmen zu wollen.
Und bei mir kommt hinzu, dass ich doch einen gewissen Ekel vor Fleisch empfinde.
Ich möchte das nicht nachahmen und mir überall drauftun.
Das erinnert mich einfach zu sehr an das Original.
Anders ist das beispielsweise bei „Milchimitaten“.
Man sollte nicht vergessen, dass viele existierende Gerichte aus mehreren Komponenten bestehen und diese Gerichte bedürfen einiger chemischer Eigenschaften.
In Punkto Konsistenz, Aussehen, Geschmack, Bindefähigkeit, etc. besteht ja eine gewisse Anforderung – nicht zuletzt seitens des Konsumenten.
Und so brauche ich einfach bei einigen Gerichten bspw. Sojadrink als Konsistenz- und Geschmacksgeber.
Das heißt jetzt nicht, dass ich Milch zwanghaft zu imitieren versuche.
Würde man das vermeiden wollen, so müsste man sich nur noch von nicht zusammengesetzten Gerichten ernähren.
Da fällt dann die Auswahl nicht mehr ganz so üppig aus.
Es ist natürlich einfacher, bestehende Rezepte vegan umzugestalten, als grundsätzlich auf alles zu verzichten, was auch nur einem tierischen Produkt ähnelt.
Beim Fleisch sieht das aber, wie ich finde, anders aus.
Das brauche ich nirgends, das muss ich nicht aufgrund chemischer Eigenschaften nachahmen/ersetzen.
Die meisten Veganer sagen sich: mir wurscht, wie es aussieht – Hauptsache vegan.
Diese Sichtweise ist ja auch völlig in Ordnung.
Aber wie gesagt: bei mir kommt hinzu, dass es mich zu sehr an das Original erinnert.
Und das möchte ich nicht.