Innenminister de Maiziere fordert Islamunterricht an deutschen Schulen

Wie ich las, fordert unser Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) verstärkten (oder überhaupt erst) Islamunterricht an deutschen Schulen.
Dies solle der besseren Integration dienen.
Zudem solle islamischer Religionsunterricht von „Hinterhöfen von Moscheen“ weggeholt werden.


Ich weiß nicht so Recht, was ich von der Idee halten soll.


Kommt dieser Vorschlag aus Angst und um besser Kontrolle zu ermöglichen oder will de Maiziere bedingungslose Toleranz demonstrieren?


Auf den Aspekt der verbesserten Integration möchte ich im Folgenden gar nicht eingehen.


Irgendwie stehe ich dieser Idee skeptisch gegenüber.
Einerseits ist es vielleicht nicht verkehrt, wenn die Öffentlichkeit in Form des Staates eine gewisse Kontrolle darüber hat, wie muslimische Kinder und Jugendliche  unterrichtet werden.
Wenn die islamische „Religion“ tatsächlich quasi im Verborgenen, von der Öffentlichkeit größtenteils unbemerkt, gelehrt wird, dann hat man eben keinen Einfluss darauf, was und wie unterrichtet wird.
Mit islamischem Religionsunterricht wären dann möglicherweise vielfach fundamentalistische Prediger daran gehindert ihre teilweise offenkundigen Hassbotschaften an die Jugend weiter zu geben.
Andererseits: sollte solch ein System etabliert werden, was würde fundamentalistische Prediger daran hindern nicht trotzdem nebenher weiter ihre Botschaften zu verbreiten?
Diese Predigten richten sich außerdem nicht nur an Jugendliche alleine – auch diesen Aspekt darf man nicht vergessen.


Und man sollte auch nicht vergessen: der Islam ist keine friedliebende Religion – egal wie häufig diese Mär noch erzählt wird.
Es ist ein ideologisches, quasi allumfassendes System – mit eigenem Rechtssystem, mit Glaubenselementen und sogar politischen Elementen.
Der Islam ansich predigt nun einmal nicht Toleranz und Nächstenliebe, sondern Intoleranz und Gewalt gegenüber Nicht-Muslimen.
Und im Gegensatz zu den meisten anderen Religionen billigt der Islam Lüge, List und Betrug gegenüber Ungläubigen, wenn es hilft die islamische Ideologie zu verbreiten.


Sollte man solch einem System Tür und Tor öffnen und es mit staatlicher Unterstützung an Schulen lehren?


Mit böser Zunge gesprochen könnte man zu dem Schluss kommen, dass man sich mit dieser staatlichen Unterstützung seinem eigenen Wertesystem noch selbst das Grab schaufelt.
Gut, das klingt jetzt polemisch.
Manch einer mag sich dieser Tage an Sarrazin-Thesen erinnert fühlen.
Aber der Einwand ist ja schwer von der Hand zu weisen.


Muss ein Staat, in dem Religionsfreiheit herrscht, einer „Religion“ gegenüber, die eigentlich diesem Wertesystem völlig entgegensteht und diese Religionsfreiheit ausnutzt, Toleranz üben?
Oder anders ausgedrückt: muss ein Staat eine „Religion“ tolerieren, die diesen Staat (und die zugrunde liegende Religions- und Wertegemeinschaft) nicht toleriert?
Diese Religionsfreiheit würde funktionieren, wenn jede Religion die andere akzeptiert und sich ihre Ziele und Ideale ähnelten.
Getreu dem Motto: leben und leben lassen.


Aber das ist ja leider nicht so.
Insofern muss doch die Frage erlaubt sein: ist Toleranz (oder gar offene Unterstützung) immer angebracht?
Und vor diesem Hintergrund muss auch die Frage erlaubt sein: ist es wirklich eine so gute Idee dem Islam einen sicheren Hafen im Schulsystem zu gewährleisten und quasi in der Mitte der Gesellschaft zu verankern?
Da bin ich sehr, sehr skeptisch.


Mein Gegenvorschlag wäre, die eigentlich im großen und Ganzen bestehende Trennung von Staat und Kirche noch weiter auszubauen.
Ich möchte vorschlagen, dass man an allen (!!) staatlich anerkannten Schulen komplett auf Religionsunterricht und sämtliche religiöse Inhalte und Symbole verzichtet und im Gegenzug Ethik, Werte und Philosophie verstärkt unterrichtet – und auch gerne auf die Gefahren von Religionen hinweist (und damit meine ich alle Religionen).
Wer seinem Kind die eigene Religion näher bringen möchte, der kann das ja nach der Schule in einer Religionsschule machen – oder ihm einfach die Religion Vorbildhaft vor leben.
Und sollten seitens des Verfassungsschutzes bei manchen dieser Religionsschulen bedenken bestehen, dann kann man diese ja beobachten und auflösen, sofern nötig – so wie jetzt auch schon.
Meiner Meinung nach ist Religion ein privates „Vergnügen“ und hat an einer Schule grundsätzlich nichts zu suchen.
Ich sehe es nicht als angebracht an, in der Schule religiöse Inhalte zu verbreiten, völlig egal welcher Religion sie entstammen.
Ich weiß auch nicht, ob es eine gute Idee ist, von Religionsgemeinschaften geführte Schulen staatlich anzuerkennen.


Die Schaffung eines (größtenteils) säkularen Staates war, wie ich finde, eine der besten Errungenschaften überhaupt.
Die Trennung von Staat und Kirche sollte so weit reichen, wie irgend möglich!
Dies umfasst dann auch Kruzifixe in Klassenräumen – und auch Kopftücher.
Wie groß der Aufschrei in der Bevölkerung dabei auch sein mag, ist mir letztlich egal – anders funktioniert es schlichtweg nicht.
Nebenbei bemerkt: auch so etwas wie Kirchensteuer sollte es in einem säkularisierten Staat nicht geben – ebenfalls getreu dem Motto: Religion ist jedes Menschen Privatangelegenheit.


Zum Schluss noch eine sehr persönliche Anmerkung meinerseits – auch auf die Gefahr hin völlig abzuschweifen …
Ich, irgendwo zwischen Agnostiker und Athesist angesiedelt, bin der Meinung:
Religion bringt leider meist das Schlimmste im Menschen hervor.
Die größten Barbareien in der Menscheitsgeschichte, die blutigsten Kriege, die größten Grausamkeiten – sie gehen zum Großteil auf das Konto der Religion.

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