taz.de und Objektivität

Nun, sicherlich wissen wir alle (wie ich hoffe), dass es so etwas wie objektiven Journalismus nicht gibt.
Da macht auch die taz keine Ausnahme.

Ansich lese ich die Online-Ausgabe dieser Zeitung als tendenziell eher grün/linker mit leicht rechten Einflüssen ganz gerne.

Aber bei manchen Themen wird einfach unverhohlen die eigene Meinung des Erstellers sehr deutlich sichtbar und die politische Ausrichtung des Blattes.
Auf manchem Auge ist die taz einfach schlichtweg blind.

Und wie ich finde darf so etwas nicht sein.
Eine Zeitung sollte immer bei jedem Thema möglichst objektiv, gut recherchiert Fakten präsentieren und Für und Wider aufzählen.

Heute musste ich einen Artikel über Thilo Sarrazin lesen. Und wie in ausnahmslos allen Artikeln über ihn, die ich auf taz.de gelesen habe, kommt der gute Mann dabei nicht gut weg.

Die Artikel sind stets voller negativer Terminologien und eigentlich wird immer sein Rauswurf aus der SPD gefordert – entweder aktiv oder durch die Blume.

Dabei hat man sich irgendwie nie wirklich mit dem befasst, was der Herr Sarrazin äußert.

Man kann auch schon fast von Grundsätzlichkeit reden, wenn aus seinen Interviews Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und der Sinn verfälscht wird.

Gut, er mag sich hier und da etwas der Polemik bedienen und auch Sachverhalte hier und da stark vereinfachen.

Aber Ausländerfeindlichkeit, Hass und Intoleranz kann ich nun wirklich nicht entdecken.

Selbst wenn manche meinen, er vergreife sich im Ton.

Im Kern hat er aber Recht.

Die zunehmende Islamisierung offen zu benennen kann doch nicht falsch und schon garnicht verboten sein.

Auch dass Menschen mit Migrationshintergrund eine höhere Geburtenrate haben, als Deutsche und „die Deutschen“ somit irgendwann aussterben ist ja nun einmal Fakt.

Wieso soll er das nicht sagen dürfen?

Und auch bei der Geschichte mit dem Minimal-Mahlzeiten für Hartz-IV-ler ist er wieder brachial mißverstanden und seine Grundaussage völlig verdreht worden.

Er ist einer der wenigen, die diese unbequemen Wahrheiten ausspricht.

Und das man ihn dann auf die Stufe mit Rechtsradikalen stellt, ist einfach ein Trauerspiel.

Die Kommentare unter den taz-Artikeln, in denen er thematisiert wird, sind auch zumeist zweigeteilt.

Die einen verunglimpfen ihn quasi als Nazi und fodern seinen sofortigen Rausschmiss aus der SPD und die anderen – zu denen ich mich auch zähle – fordern sein Recht ein, auch weiterhin unbequem sein zu dürfen.

Immerhin gab es ja mal sowas wie Rede- und Meinungsfreiheit in diesem Lande.

Ich meine mich zumindest dunkel daran erinnern zu können.

Skandalös, dass man immer gleich als ausländerfeindlich oder gar Nazi beschimpft wird, wenn man unbequeme Fakten bringt.

Armes Deutschland!

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