Pimp my Demokratie!

Ich hab da eine fabelhafte Idee.
Da es in Deutschland ja schon länger – nach dem US-amerikanischen Vorbild – starke und sehr einflussreiche Lobbys gibt, die sich Entscheidungen „erkaufen“ können und es so etwas wie wahrhaftige Demokratie eh nicht mehr gibt, könnte man das Ganze doch auch einfacher haben.

Wie wärs denn mit folgender Idee:

Einmal im Jahr oder alle 2 oder 4 Jahre – darüber kann man sich streiten – gibt es einfach eine große Auktion.
Und jeder Konzern oder Privatmann kann mitbieten.
Wer das höchste Gebot abgibt, darf dann ganz offen regieren und seine Mitarbeiter in die Ministerien entsenden.

Dann wäre das Ganze mal wirklich transparent und die Firmen könnten ganz offen Gesetze und Regeln so ändern, wie es ihren Firmeninteressen zugute kommt.
Also endlich ein wirklich ehrliches und transparentes System.

Im ersten Jahr ist es dann die Deutsche Bank, dann kommt die Telekom dran, dann RWE oder Eon, dann vielleicht die Allianz Versicherungsgruppe oder weiß der Geier.

Und Jahre später hört man dann so Sätze wie „Heinz, weißt du noch damals … Unter der Deutschen Bank war alles besser!“

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Ein Kommentar zu “Pimp my Demokratie!

  1. Das ich nicht lache, Lobbyismus ist auch in Deutschland kein neues Konzept. Viel mehr gibt es diese Einflussschnittstelle schon seit den 1870er Jahren (Stichwort: Bismarck und Eisenbahn), mit mal mehr und mal weniger mehr Einfluss auf Seiten der Wirtschaft.

    Ist aber auch kein Wunder, denn die Herrschaften Politiker sind in aller Regel keine Experten und müssen sich diese Informationen von irgendjemand „aufarbeiten lassen“. Klar, dafür sollte es Ministerien geben mit Beamten und so weiter. Darüber hinaus gibt es dafür auch Wissenschaftliche Beiräte in den Ministerien damit auch „unabhängige“ akademische Erkenntnisse miteinfliessen können.

    Übrigens sind Gewerkschaften auch Interessenvertreter, also eine Lobby. Nur mal am Rande bemerkt … da Interessenvertretung nun mal das gute Recht aller Beteiligten ist. Das echte Problem ist doch, dass der Prozess nicht öffentlich gemacht wird, sondern hinter den Kulissen stattfindet.

    Und wenn dann noch Gesetze von Kanzleien geschrieben werden, oder im besten Fall direkt vom Stromerzeuger … dann kann ich deinen Ärger verstehen. Das Problem ist aber weder amerikanischen Ursprungs, noch ist es an sich zu verteufeln … es muss halt öffentlich gemacht werden … und da steht die Politik in der Pflicht!

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