Chicza – biologisch abbaubarer Kaugummi – ein kleiner Erfahrungsbericht

Bei vegan-wonderland hatte ich neulich etwas neues gefunden.

Der Name: Chicza – Organic Mayan Rainforest Cewing Gum


Es handelt sich um ein neuen Kaugummi, welcher zu 100% biologisch abbaubar sein soll.

Normale Kaugummis basieren ja zum Großteil auf Erdöl-Produkten und zersetzen sich nur langsam und nur mechanisch.

Kennzeichnungen:

Laut vegan-wonderland ist der Kaugummi sowohl bio als auch fairtrade – zudem natürlich vegan.

Auf der Rückseite rankt dann auch das EU-Biosiegel.

Preis:

Für 30 Gramm liegt der Preis bei 1,89€.

Geschmacksrichtungen

Es gibt gegenwärtig mindestens drei Geschmacksrichtungen (bei vegan-wonderland):

– Limone

– Spearmint

– Wilde Minze

Die Zutaten vom Spearmint-Kaugummi sind:

  • Rohrzuckersaft (37%)
  • Chicle-Kaumasse (35%, enthält E170 Calciumcarbonat)
  • Glucose (24%)
  • Agavensirup (3%)
  • natürliches Speerminze-Aroma

Letztlich besteht der Kaugummi also zu ungefähr 2/3 aus Zucker.

Als „zahnfreundlich“ kann man ihn also kaum bezeichnen.

Verpackung:

Die Umverpackung besteht aus einem einzelnen Stück bedrucktem Karton mit den wichtigsten Angaben – und einem nachträglich aufgeklebtem Sticker mit deutscher Zutatenliste.

Die eigentlich Verpackung besteht nicht wie bei anderen Kaugummis üblich aus Staniolpapier und zusätzlichem Papier drum herum.

Auch sind die Gummis nicht einzeln verpackt. Es handelt sich vielmehr um einen großen Block mit Kaugummimasse, welche leicht perforiert ist und welche man somit selbst herausbrechen kann.

Und nun zum wichtigsten – dem (Geschmacks-)Eindruck:

Der Geschmack ist (bei dem hohen Zuckeranteil nicht weiter erstaunlich) süß, jedoch nicht unangenehm süß – also alles völlig in Ordnung.

Das Minzaroma ist angenehm und nicht zu aufdringlich. Letztlich vergleichbar mit bspw. Wrigleys Spearmint.

Die von einigen bemängelte Konsistenz der braunen Kaumasse kann ich so nicht teilen. Sicherlich ist die Masse zunächst etwas lockerer, als die gewöhnlicher Kaugummis.

Aber nach wenigen Momenten bildet sich eine homogene Masse, welche anderen Produkten in nichts nachsteht.

Das größte Problem ist letztlich, dass der Geschmack sehr schnell verfliegt.

Nach 3 bis 4 Minuten bereits schmeckt man weder den Zucker, noch das Minzaroma heraus und man kaut auf einer relativ geschmacklosen braunen Masse herum.

In diesem Punkt sind herkömmliche Produkte auf Erdölbasis und mit künstlichen Aromen und Zuckeraustausstoffen klar im Vorteil. Bei ihnen hält sich der Geschmack deutlich länger.

Ob der Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen kann, wird letztlich über die Popularität mitentscheiden.

Denn was nützt ein Kaugummi, den man nach wenigen Minuten bereits nichtmehr kauen möchte?

Fazit:

Guter Geschmack, Konsistenz, Herkunft, biologische Abbaubarkeit – all das spricht für den Chicza Kaugummi.

Der einzige, aber dafür beinahe überwiegende Nachteil, ist die schnelle Flüchtigkeit jedweden Geschmacks.

Eine klare Kauentscheidung kann ich so leider nicht geben.

Letztlich hilft nur: bestellen und selbst entscheiden.

Update:

Ich hatte folgende Frage im Kontaktformular der Seite abgesendet:

„Servus,

ich habe mir mal die Spearmint-Variante gekauft.

Soweit bin ich auch zufrieden mit dem Produkt.

Das größte Problem ist letztlich, dass der Geschmack sehr schnell verfliegt.

Gibt es eine Möglichkeit den Geschmack lÀnger an die Masse zu binden – ohne großen Einsatz von Chemie und ohne kÃŒnstliche Aromen?

Viele Grüße“

Darauf kam sehr schnell folgende Antwort:

„Hallo butterbloemchen,

Ja, das ist in gewisser Weise ein Problem, ohne Chemie ist da nichts zu machen, wenn man aber genau hinschmeckt, schmecken die chemischen Erdöl Kaugummis nicht viel länger und gaukeln einem Erfrischung nur vor. Chicza schmeckt auch nach langer Zeit immernoch ein wenig nach Minze und erfrischt auch stundenlang, das merkt man beim einatmen, weil es eben echte Minze ist, die da enthalten ist.
Vorteil ist auch, das sich Chicza Kaugummis nicht im Mund auflösen nach einer Zeit, sondern man theoretisch tagelang darauf rumkauen könnte.

Am längsten und kräftigsten ist das natürlich bei der Sorte Minze der Fall, das erfrischt am längsten. (Ist meine Lieblingssorte)

Ein zusätzlicher Effekt ist, das, wenn der Rohrzuckersaft, der Traubenzucker und der Agavendicksaft rausgekaut sind (eben wenn der erste starke Geschmack weg ist) dann ist es, wie alle Kaugummis ein Zahnpflege Produkt, weil das säubern durch das Kauen und den Speichelfluß erfolgt, also rein mechanisch, auch dafür braucht es keine Chemie.

Beste Grüße aus Berlin“

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