Naturefund – Bäume pflanzen

Man soll als Mann ja in seinem Leben einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen und ein Haus bauen. Nicht unbedingt in der Reihenfolge.

Wenigstens das erste Plansoll habe ich übererfüllt.

Direkt vor der eigenen Haustür habe ich zusammen mit einem Kollegen zwei Bäume gepflanzt.

Naja, eigentlich drei. Eine Saalweide, eine japanische Zierweide und eine Ulme. Die Japanische Zierweide liegt aber im Sterben.

Ich hoffe der Baum, welchen ich über Naturefund habe pflanzen lassen (ist zwar ein bisschen gemogelt, aber der gute Wille zählt), hält da länger.

Dabei habe mich für einen Caoba-Baum entschieden.

Für 6€ wird der jetzt bald im Südosten von Honduras gepflanzt werden.

Das Konzept von Naturefund ist dabei sehr simpel.

Es werden biologisch wertvolle Areale einfach gekauft und bewahrt oder wieder aufgeforstet.

Man könnte schon irgendwo eine Parallele ziehen zum Ablasshandel – in moderner Form.

Man kauft sich quasi ein wenig frei von dem, was man vorher zerstört hat.

Der Caoba-Baum wird mit etwas Glück einige hundert Kilogramm CO2 binden.

Aber eigentlich ist es mit dem einen Baum nicht getan.

Immerhin schleudere ich laut dem ein oder anderen CO2-Fußabdruck-Rechner zwischen 5 und 7 Tonnen CO2 jedes Jahr in die Luft.

Der Durschnitts-Deutsche sogar zwischen 10 und 11 Tonnen.

Aber da ich vegan lebe, kein Auto habe und auch nicht alle Nase lang in den Urlaub fliege …

Eigentlich müsste ich jedes Jahr 4-5 Bäume pflanzen, um alles zu kompensieren.

Wenn ich demnächst mal wieder etwas flüssiger bin, dann kann sich Honduras über weitere Bäume freuen 🙂

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2 Kommentare zu “Naturefund – Bäume pflanzen

  1. Hm,
    irgendwie erinnert das in der Tat an Ablassbriefe. Was ich an der Aktion nicht verstehe: Wieso werden im lateinamerikanischen Raum mit viel Aufwand kleine Flächen mit zunächst kleinen Bäumen aufgeforstet, während gleichzeitig in räumlicher Nähe riesige bestehende Regenwälder durch Brandrodung vernicht werden – wäre es da nicht rein logisch betrachtet sinnvoller, die Bestände (meinetwegen auch durch Patenschaften) zu schützen, als den eher teuren Weg der Neupflanzung zu gehen?

    Klingt irgendwie so sinnvoll, als würde man irgendwelche Rohölersatzstoffe statt zum Verbrauch zum Auffüllen von versiegten Rohöllagern verwenden 😉

  2. Hallo Butterbloemchen, hallo Hannibal!

    Ich habe gerade durch Zufall den Blogeintrag gefunden und freue mich sehr, dass Du mit Naturefund Bäume pflanzt, Butterbloemchen! In der Tat ist das eine Art Kompensation der Zerstörung, die wir unserem Planeten täglich antun. Ich koordiniere die Naturschutzprojekte bei Naturefund und vielleicht kann ich Deine Frage beantworten, Hannibal:

    Der Regenwald Patuca in dem wir Bäume pflanzen ist bereits als Nationalpark geschützt. Leider werden trotzdem immer noch viele Bäume gefällt und Flächen gerodet.

    Durch Aufforstung können wir den Menschen vor Ort eine alternative Beschäftigung bieten. Durch die Neupflanzung gerodeter Gebiete entsteht neuer Wald und gleichzeitig wird der Zugang zum bestehenden Wald schwieriger und dieser ist dadurch besser geschützt.

    Du hast Recht, es ist viel sinnvoller, bereits bestehenden Wald zu schützen als neuen aufzubauen. Doch oft benötigt man ein Zusammenspiel aus beidem.

    Falls Du noch Fragen hat, kannst Du mich gerne nochmal ansprechen.

    Herzliche Grüße,
    Martina

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