RatioDrink – eine geniale Idee!

Ich hatte ja neulich meinen Senf zum Thema „Wasser in Flaschen“ abgegeben.

Und gestern habe ich auf Rezeptefuchs.de dann etwas über die junge und (noch) kleine Firma RatioDrink gelesen.

Diese Firma stellt dem Kunden (Bio-)Saftkonzentrate zur Verfügung – nur ohne das unnütze Wasser, was ja jeder von uns aus dem Wasserhahn billiger und ressourcenschonender selber abzapfen kann.

Und das tollste ist: diese Säfte werden nicht durch Gelatine gefiltert, was sie für Veganer wie mich zu einem No-Go machen würden. 🙂

Oder anders: die Saftkonzentrate sind allesamt für Veganer geeignet!

Es gibt die (Bio-)Saftkonzentrate in 3 Liter Gebinden online zu bestellen.

Eben dies habe ich direkt mal gemacht und für ~30€ Saftkonzentrate bestellt.

Es handelt sich wohlgemerkt nur um Konzentrate, bei denen schonend per Unterdruck Wasser entzogen wurde. Es sind keine direkt zu 50% aus Zucker bestehenden Sirupe, wie es sie im Supermarkt um die Ecke gibt.

Diese Sirupe sind meist unangenehm süß und schmecken auch gerne mal sehr chemisch/künstlich.

Für die Umwelt ist es deutlich sinniger – und Preis-Leistungs-Technisch ist es nicht teurer – trotz Versandkosten.

So etwas sollte es in jedem Supermarkt geben! Was man da an Energie, Ressourcen, Abfall und an Schlepperei einsparen könnte …

Die meisten Säfte werden ohnehin als Konzentrate hergestellt, um sie dann um den halben Globus billiger verschippern zu können.

Warum sinnloser Weise diese Konzentrate mit Wasser auffüllen und dann verkaufen? Diesen Zwischenschritt kann man sich doch sparen.

Zugegeben: für die entsprechende Firma ist so die Gewinnspanne höher. Aber der Verbraucher zahlt sinnlos drauf – in mehrfacher Hinsicht.

Ich bin mal gespannt, wie der Geschmack sein wird.

Sollte es nicht schmecken, habe ich immerhin ~27 Liter davon. 😉

Sobald die Saftkonzentrate hier eintreffen, werde ich weiter berichten.

Update:

Vorhin war der DHL-Bote (Gott sei Dank der DHL-Bote – stand leider nirgends beim Anbieter) mit einem recht kleinen, aber ziemlich schweren Paket da.

Er hat sich auch vielleicht gewundert, warum ein derart kleines Paket so ein Gewicht aufweist.

Aber keine Sorge: ich habe mir kein Uran aus Kasachstan geordert.

In dem Paket befanden sich zwei 3-Liter Big-Bags von RatioDrink.

Einmal klarer Bio-Apfel-Konzentrat und einmal Erdbeersaft.

Leider gab es keine Versandbenachrichtigung seitens RatioDrink. Sicherlich ist dieser Service zeit- und geldintensiv für einen Onlineversender. Für mich als Kunden ist dieser Dienst aber sehr wichtig. Eine Paketverfolgung muss ja nicht einmal sein – meistens ist auch ohnehin längst das Paket da, bevor ich überhaupt auf die Daten zugreifen kann. Aber eine E-Mail seitens RatioDrink mit dem Tenor „Lieber Kunde, ihr Paket ist unterwegs, wir haben sie nicht vergessen“ wäre begrüßenswert.

Im Paket befindet sich, wie auch an jeder Verpackung nochmals, eine kurze bebilderte Bedienungsanleitung, wie ich an den leckeren Inhalt herankomme – und direkt ein Bestellformular für den nächsten Einkauf.

Die Technik der Verpackung ist relativ simpel.

Innerhalb einer Außenverpackung aus Pappe befindet ein stabilerer Pappkarton. Darin wiederum ein Alu-„Sack“ mit Kunststoffauskleidung.

Man kann an einer Seite die Pappverpackung an der perforierten Stelle öffnen und heraus kommt ein kleiner „Zapfhahn“.

Ich habe natürlich gleich der Fehler gemacht die Lasche, die den Hahn halten soll, abzureißen.

Aber was solls … der Hahn hält auch so dicht.

Laut RatioDrink sollen sich die Säfte in geöffnetem Zustand bei Zimmertemperatur mindestens 3 Monate halten.

Man kann aber ein Big-Bag auch problemlos in den Kühlschrank packen. Die Verpackung passt exakt in Ablage einer Kühlschranktür (zumindest bei mir).

Das Abzapfen geht sehr einfach von Statten – einfach die beiden Flügel des Zapfhahnes nach oben ziehen – und unten kommt ein sirupähnliches Konzentrat mit kräftiger Farbe heraus.

Ein wenig verwirrt hat mich der kleine Aufkleber mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Diese Aufkleber scheinen keinem klaren Format zu folgen.

Ich persönlich weiß jetzt nicht exakt, was ich aus „10.07.11“ heraus lesen soll.

Das kann ja alles bedeuten. 10. Juli 2011, 11. Juli 2010, oder nach dem amerikanischem Zeitformat auch 07.10.2011. Dort muss eine klare Form her!  Bspw. „10. Juli 2011“ – so derart höhere Druckkosten dürfte das nicht ergeben.

Ich vermute mal es ist der 10. Juli 2011 gemeint, aber sicher kann ich mir nicht sein. Auf anderen Verpackung gibt es auch gerne mal „seltsame“ Zeitformate.

Auf dem Apfelsaft-Konzentrat war zumindest ein 2011 aufgedruckt, was ja wenigstens genauen Aufschluss über das Jahr gibt.

Aber nun zum wichtigsten:

Der Geschmack

Den Erdbeersaft habe ich noch nicht probiert. Diesen werde ich vielleicht mal demnächst mit meinem heißgeliebten veganen Swedish Glace Vanilleeis probieren.

Der klare Apfelsaft schmeckt aber ziemlich gut. Was soll ich dazu groß sagen? Apfelsaft halt.

Er schmeckt nicht zu süß, hat aber auch keine muffige, bittere oder saure Note, was auf schlechte Qualität bei den Äpfeln hindeuten könnte.

Man sollte jedoch beachten, dass es nicht reicht, einfach das Konzentrat unten ins Glas zu füllen und Wasser aus dem Wasserhahn reinlaufen zu lassen.

Man sieht dann recht deutlich, dass sich noch nicht alles gut vermischt hat und man bekommt unterschiedlich intensive „Regionen“ heraus, die sich auch nicht so schnell auflösen. Also vorher ordentlich verrühren.

In diesem Sinne: Prost! 🙂

Update:

Nach dieser fast schon überschwänglichen Freude konnte es ja nicht lange dauern, bis der erste Dämpfer kam.

Ich habe mal den Erdbeersaft probiert und bin im wahrsten Sinne des Wortes bitter enttäuscht.

Konsistenz, Farbe, alles wunderbar.

Aber es scheint mir, als sei – zumindest in die Charge aus der mein Big-Bag stammt – ein zu großer Anteil an faulen Erdbeeren geraten.

Der Saft schmeckt einfach nach faulen Erdbeeren. Es fehlt ihm zudem jedwede Süße.

Ok, es ist ein Direktsaft und kein Sirup. Aber das so gar keine Süße vorhanden ist, ist doch irgendwie seltsam.

Mit etwas Rohrohrzucker wurde es zwar süßer, aber der faule Geschmack blieb natürlich.

Schade!

Jetzt habe ich über 2,5 Liter Erdbeersaft, den ich nicht gerne trinken möchte.

Den werde ich bei der nächsten Bestellung auf jeden Fall weglassen.

Advertisements

3 Kommentare zu “RatioDrink – eine geniale Idee!

  1. Hallo Butterbloemchen-Blog,

    vielen Dank für den netten Bericht über RatioDrink!

    Wir werden das MHD-Etikett entsprechend anpassen, dass das Datum eindeutig erkennbar ist, versprochen! Danke für den Hinweis!

    Viele Grüße
    Rafael Kugel, RatioDrink

  2. Über die fehlende Versandmitteilung habe ich mich auch schon mehrmals „gewundert“, weil selbst die kleinsten Onlinehändler den Kunden mittlerweile informieren, wann mit der Ankunft zu rechnen ist.

    Wäre das nicht noch einmal eine Verbesserungsoption? 🙂

  3. Hallo Butterbloemchen,

    gerade habe ich das Update gelesen, vielen Dank für die Rückmeldung!

    Der RatioDrink-Erdbeersaft ist ungesüßt und 100% Fruchtsaft, also kein Nektar o.Ä. Der Geschmack ist sehr ursprünglich und z.T. gewöhnungsbedürftig. Um den Saft pur zu trinken, empfehlen wir, diesen zu Süßen, z.B. mit Zucker oder mit flüssigem Süßstoff (löst sich besser auf).

    Die Rückmeldung unserer Tester und Kunden zu diesem Erdbeersaft ist durchweg positiv (http://www.facebook.de/ratiodrink).

    Wir geben unseren Kunden eine „Zufriedenheitsgarantie“: Ist ein Kunde mit unseren Produkten nicht zufrieden, bekommt der Kunde sein Geld vollständig zurück.

    Um diese Reklamation abzuwickeln, schicke doch bitte eine kurze Mail an kugel(at)ratiodrink.de. Die Kosten für das Rückporto übernehmen selbstverständlich wir.

    Herzliche Grüße
    Rafael Kugel, RatioDrink

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.