Dreistigkeit siegt … oder wie?!

Vorhin hab ich mal ein paar Pappkartons fachgerecht im Papiercontainer entsorgt.

Ich sehe einen recht neuen und auf Hochglanz polierten, schwarzen VW Polo die Straße hinauf fahren.

Ein Typ Mitte 40 steigt aus – ich sehe schon, dass der Polo mit Pappkartons voll gestopft ist, denke mir aber nichts dabei.
Der Mensch nimmt einen Karton mit Papiermüll aus dem Auto und geht zu einem der Papiercontainer, während ich immer noch damit beschäftigt bin die Kartons auseinander zu nehmen.

Er wirft den Müll in den Container.
Er sieht nicht aus, als würde er hier wohnen.

Ich frage ihn also direkt, ob er hier wohnt.
Er darauf: „ich habe das hier abgeliefert“.
Ich nochmal : „wohnen sie hier?“
Er zögert, grinst mich an und ruft „neeeee!“

Ich so „dann nehmen sie doch bitte ihren Müll wieder mit und parken sie nicht mitten in der Einfahrt“.
Er dann so „das ist kein Müll, sondern Abfall“
Dann wendet er mir grinsend den Rücken zu und zieht ab.

Ob er dann seinen restlichen Müll – pardon Abfall – doch noch dort oder irgendwo anders (hier gibt es mehrere Stellen) rein geworfen hat, kann ich nicht sagen.

Man sollte natürlich dazu wissen, dass es private Papiertonnen sind und die Müllgebühren ständig steigen.
Ich sehe es also nicht ein auch noch für Hinz und Kunz aus der Umgebung die Müllentsorgung mitzubezahlen.

Der Typ hat nicht mal nach den Containern gesucht.
Das Ganze lief ziemlich routiniert ab. Kann mir gut vorstellen, dass der das öfters macht.
Als ich zurück kam, um zu gucken ob er noch da ist, habe ich bemerkt, dass er den halben Inhalt seines Kartons entfernt hatte – wahrscheinlich weil Adressdaten drauf waren 😉

Diese Chuzpe fand ich schon echt unverfroren.

Dummerweise kann man als Privatmensch keine Autokennzeichen herausfinden (ich habe es mir mal notiert). Sonst wäre ich vielleicht mal bei ihm vorbei und hätte meinen Müll bei Ihm reingeworfen.

So ein kleiner Drecksack!

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