Diese bösen Pfropfen …

Im Januar hatte ich eine Mittelohrentzündung.

Die Zeit danach war es mit dem Hören auch nicht sonderlich gut bestellt.
Ich dachte schon ich hätte die Entzündung verschleppt oder sie sei wieder akut geworden.
Aber wie das so ist: ich habe das „zum Arzt gehen“ so weit wie möglich nach hinten geschoben.

In den letzten 3-4 Tagen hatte ich dann schlagartig rechts fast gar nichts mehr gehört.
Schmerzen hatte ich jedoch keine – und ein für Mittelohrentzündung typisches Gluckern im Innenohr hatte ich auch nicht.

Befürchtet hatte ich zunächst eine Trommelfellentzündung oder einen Riss im Fell – oder sogar einen Hörsturz.
Dem war aber nicht so.

Heute war ich bei meiner Ohrenärztin. Nebenbei bemerkt: da einen Termin zu bekommen war nicht leicht und hat echt ewig gedauert (fast so schlimm, wie bei meinem Augenarzt: ~6 Wochen).
Was da zum Vorschein kam, war … interessant.

Zwei riesengroße (und ich übertreibe nicht mit dem Wort „riesengroß“) Pfropfen aus Schmalz hatten sich dort gebildet, die einfach absolut alles verstopft hatten.
Sie musste erst einmal eine halbe Stunde spülen und absaugen, spülen und absaugen und das gleiche nochmal von vorn.
Das Spülen war sogar irgendwie angenehm – aber das absaugen war fies.

Und der Unterschied war wie Tag und Nacht! 🙂

Dann hat Sie noch den Rat gegeben die Ohren gar nicht zu reinigen – einfach Finger davon lassen und erst recht keine Wattestäbchen verwenden!
Das würde mehr kaputt machen, als heil.
Wattestäbchen hatte ich aber auch nie genommen.
Meine Technik war immer: morgens nach dem Duschen -> kleiner Finger, mehrlagiges, weiches Toilettenpapier leicht anfeuchten und dann los.
Sie meinte das wäre nicht ganz so schlimm.

Danach gab es noch einen Hörtest. Dort kam heraus, dass ich in etwa im durchschnittlichen Bereich liege – also alles im grünen Bereich.

Als ich gerade wieder an den Rechner kam, fiel mir sofort auf, wie laut eigentlich meine Maus und Tastaturanschläge sind 🙂

Und die Moral von der Geschicht?
Scheue dich vorm Arztbesuch nicht!

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