Wehrpflicht und Zivildienst – warum nicht gleich richtig?

Gegenwärtig bestehen Planungen, den Wehrdienst auf 6 Monate zu verkürzen.

Doch bereits die neunmonatige Ausbildung vorher war unzureichend.

Mit dieser Bundeswehr kann man einfach nicht in den Krieg ziehen. Wenn irgendwo die Bundeswehr aufmarschiert, dann lacht sich der Gegner doch direkt halb tot 🙂

Auch für humanitäre Aufgaben oder den Einsatz im Katastrophengebiet ist diese Bundeswehr einfach nicht tauglich.

Ich erinnere mich immer wieder gerne an die Aussage eines hochdekorierten Bundeswehrgenerals, der da in etwa gesagt hat „mit 9000 Soldaten im Auslandseinsatz arbeitet die Bundeswehr an der Kapazitätsgrenze“.

Nur mal zur Erinnerung: bei der Bundeswehr dienen beinahe 250000 Soldaten. Und wenn 9000 von denen mal was zu tun haben, dann ist die Grenze erreicht.

Dabei muss ich jedes mal schmunzeln.

Der ganze Spaß kostet jedes Jahr über 30 Milliarden Euro.

Da stellt sich mir doch die Frage: warum macht man nicht einfach folgendes:

Man bastelt sich eine kleine, gut ausgerüstetet, gut ausgebildete und schlagkräftige Berufsarmee zusammen – und führt gleichzeitig ein verpflichtendes Soziales und Ökologisches Jahr (also 12 Monate) für alle ein.

Und damit meine ich auch Frauen. Denn was früher galt „Frauen müssen zur Kindererziehung ausgespart werden“ hat ja dieser Tage kaum noch Gültigkeit. Immerhin liegt die Geburtenrate auf einem negativen Rekordniveau.

Wobei ich kein Problem  mit niedriger Geburtenrate habe – ganz im Gegenteil. Auch wenn das jetzt nach Stammtisch klingt, so möchte ich das noch mal wie folgt zusammen fassen: Das Problem ist nicht, dass wir zu wenige Kinder haben – das Problem ist, dass „die Anderen“ zu viele haben.

Das Soziale/Ökologische Jahr sollte man doch eigentlich auch mit dem Grundgesetz unter einen Hut bekommen.

Zugegeben, eine Armee aus Berufssoldaten ist nicht unbedingt massiv billiger – aber zumindest könnte man mit der Truppe im Ernstfall etwas anfangen.

Und wenn der Prozess des europäischen Zusammenwachsens noch weiter geht, kommt ohnehin demnächst eine EU-Armee. Diese würde ich sehr begrüßen.

Etwas in der Art gibt es ja auch jetzt bereits – wenn auch nur im kleinen Maßstab – Stichwort Eurocorps.

Die Linke unterstützt sogar die Idee, die gesamte Armee mitsamt Nato direkt abzuschaffen. Ansich eine interessante Idee.

Jedoch bin ich da ein wenig skeptisch, ob das funktionieren kann. Schließlich möchte ich mich nicht von den Amis abhängig wissen.

Oder besser: noch abhängiger, als jetzt schon. 😉

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