Versteckte Inhaltsstoffe – oder warum ich jetzt immer mit einer Liste herumlaufen muss …

Neulich waren im Rewe um die Ecke die Kartoffelchips von Funny-Frisch – Geschmacksrichtung ungarisch – im Angbeot.

Da hab ich mich natürlich nicht lange bitten lassen und gleich ein paar mitgenommen – und dann auch zwei an die Fußballjunkies verteilt 🙂

Natürlich habe ich vor dem Kauf die Zutatenliste bemüht, wie ich das immer mache – und auch machen muss. Dort konnte ich erst einmal nichts verdächtiges feststellen. Zudem wurde oberhalb der Zutatenliste mit „glutenfrei“ und „lactosefrei“ geworben.

Abends dann beim Film schauen eine Tüte verzehrt. Und irgendwie wurde mir kurz danach ziemlich übel. Gut, dass kann immer mal passieren. Am nächsten Abend dann beim nächsten Film und der zweiten Tüte wurde mir wieder richtig übel.

Dann habe ich mal bei funny-frisch nachgesehen, woran das liegen könnte. Ganz versteckt in den tiefsten Tiefen der Seite fand ich dann auch eine Allergietabelle – und löblicherweise auch eine Angabe über den Status „vegetarisch“ und „vegan“. Und zu meinem Erstaunen sind die ungarischen Chipsfrisch weder vegan, noch vegetarisch.

Was nun genau daran nicht einmal vegetarisch ist, weiß ich nicht – Funny Frisch hat mir auf meine Nachfrage hin nur eine Standardliste mit ihren veganen Produkten per Mail geschickt. In der Liste gibt es auch leider nur wenige vegane Produkte.

Gestern dann habe ich beim Rewe um die Ecke von Dr. Oetker eine Fruchtgrütze „Wintergrütze Pflaume-Zimt“ gekauft.

Natürlich wieder die Zutatenliste studiert, es für essbar gehalten, mitgenommen und zuhause dann mal probiert.

Schmeckt soweit ganz gut – erinnert ziemlich an Bratapfel.

Doch beim zweiten durchforsten der Liste stieß ich ganz unten auf „echtes Karmin“.

Karmin, Karmin … das hab ich doch schon mal gehört … Und was ist es? Ein roter Farbstoff hergestellt aus Läusen – ja, ihr lest richtig – aus Läusen!

Ich also den halb angebrochenen Becher „Fruchtgrütze“ umgehend entsorgt.

Ich befürchte ich muss mir nun doch mal eine dieser Listen mit Inhaltsstoffen anfertigen. Zudem muss ich jetzt bei jedem Produkt, dass ich nicht kenne vorher den Hersteller fragen, ob ich das auch essen kann. Der Zutatenliste kann ich offenbar nicht mehr vertrauen 😦

Es will mir einfach nicht in den Sinn, warum diese ganzen Firmen grundsätzlich beinahe überall tierische Abfälle entsorgen müssen. Sogar in Produkten, wo man überhaupt nicht damit rechnet, findet man irgendeinen Scheiß!

Was zum Geier soll das?

Wann kommt denn endlich das „vegetarisch“ und das „vegan“-Logo auf Lebensmittelverpackungen? Auf der Pringles-Packung bspw. findet man bereits einen solchen Aufdruck. Und so teuer kann so ein kleiner Aufdruck ja nun wirklich nicht sein.

Mann, Mann, Mann – wie mir das schon wieder den Appetit verdorben hat.

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2 Kommentare zu “Versteckte Inhaltsstoffe – oder warum ich jetzt immer mit einer Liste herumlaufen muss …

  1. ich bekomm auch grad Depressionen wegen den Chipsfrisch ungarisch -_-
    *kotz*

    Vor allem weils einfach nicht auf der Verpackung steht … ich wollte grad in Facebook posten, dass ich mich an den Dingern totfressen könnte und bin durch diesen dämlichen Zufall auf deren Website gekommen wo steht, dass sie nicht für Vegetarier geeignet sind …

    Schön, dass es bei Pringels auch drauf steht, nur kaufen würde ich sie trotzdem nicht, weil die von Procter&Gamble sind (wie unglaublich viele andere Produkte) und die Tierversuche machen (und trotzdem krebseregende Stoffe in ihr scheiß Herbal Essences machen …).

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