Master/Slave-Steckerleiste – wenns mal wieder länger dauert …

Situation:

Ich schaue zum einschlafen gerne noch ein Filmchen oder ein paar Folgen einer Serie.

Irgendwann penne ich meist dabei ein und der Rechner läuft munter weiter.

Nun gibt es dutzende Programme, die unter bestimmten Optionen den Rechner runter fahren.

Jedoch blieben dann in meinem Falle ja noch Heimkino-Anlage und Monitor an.

Daher habe ich mir mal eine günstige Master/Slave-Steckerleiste besorgt.

Hardware:

Bei Reichelt gab es das Modell Brennenstuhl Secure-Tec für überaus günstige 24€.

brennestuhl secure-tec

Die Steckerleiste hat ein paar nette Features. Neben dem Überspannungsschutz kann man die Schaltschwelle der Mastersteckdose zwischen 8 und 80 Watt manuell einstellen. Zudem gibt es zwei permanente Steckdosen, welche auch noch „unter Strom stehen“, wenn der Master schon aus ist und die Slave-Geräte mit ausgeschaltet wurden.

Wenn man den Kippschalter umlegt, dann liegt keine Spannung mehr an – auch nicht an den Permanentsteckdosen.

Zumindest konnte ich mit meinem Voltcraft Energy Check 3000 nichts feststellen. Oder der „Verbrauch“ war so gering, dass das Gerät diesen noch nicht anzeigte.

Die Kabellänge ist mit 3,0 Metern auch überaus großzügig bemessen.

Bei umgelegtem Kippschalter aber ohne Verbraucher zeigt mir das Voltcraft immerhin 1,1 Watt an (sofern das Voltcraft Energy Check 3000 hier zuverlässige Werte ausgibt).

Ist alles angeschlossen (Rechner, Monitor, Heimkino-Receiver, Aktiv-Subwoofer), aber der Rechner runtergefahren und die Slave-Geräte ohne Energie, dann zeigt mir das Voltcraft noch 3,1 Watt an.

Wenn man seinen Rechner also herunter fährt, dann sind alle Slaves ohne Energie – jedoch zieht der Master prinzipbedingt weiterhin.

In diesem Falle also etwas über 2 Watt.

Das ist aber, wie ich finde,  bedeutend besser, als einzuschlafen und der Rechner läuft noch stundenlang munter weiter.

Um das mal zu veranschaulichen: das gesamte System benötigt eingeschaltet und idle etwa 201 Watt.

Wenn ich einen Film laufen habe, dann entsprechend noch einmal 10-20 Watt mehr (Receiver verbraucht mehr und der Computer benötigt mehr Leistung).

Interessanterweise ändert das anheben der Lautstärke den Gesamtverbrauch nur unwesentlich (~5-10 Watt). Der Denon AVR-1906 benötigt also direkt beim schalten von Stand By auf An etwas über 50 Watt fürs nix tun – ob Sound kommt oder nicht.

Unter dem Strich empfinde ich jedoch ~3 Watt als erträglicher, als ~200 Watt.

Selbst wenn ich den Rechner automatisiert herunterfahren ließe, bräuchten Receiver und Monitor noch immer etwa um die 55 Watt Leistung.

Software:

Ich habe ewig im Netz ein passendes Programm zum runterfahren gesucht.

Der Ruhezustand kam aufgrund mangelndem Festplattenplatzes schon einmal nicht in Frage.

Es sollte das klassische Herunterfahren sein.

Am liebsten wäre mir gewesen, dass die entsprechende Software auf mein Zutun reagiert. Sprich: ich bewege die Maus und mache eine neue Folge an – Zeit bis zum herunterfahren wird um x verlängert.

So etwas scheint es aber nicht zu geben.

In einschlägigen Foren nachgefragt, kamen mir alle entweder mit Ruhezustand an oder wollten mir selbst zu bastelnde Skripte vorschlagen. Damit konnte ich aber nix anfangen – und egal wie oft ich darauf hingewiesen habe, man hörte nicht auf mich.

Irgendwann bin ich dann auf das Programm Sweet Dreams gestoßen, welches mir noch am besten gefällt.

sweet dreams 1.21

Das Programm besteht nur aus einer kleinen 388kb kleinen .exe und muss nicht installiert werden.

Wählen kann man zwischen den Aktionen Herunterfahren, Monitor aus, Standby und Ruhezustand.

Man kann das Zeitintervall einstellen – zwischen 5 Minuten und 120 Minuten.

Sehr gut finde ich auch die Option, die Gesamtlautstärke einstellen zu können.

So kann man die Lautstärke permanent und linear absenken lassen oder bspw. erst 20 Minuten vor dem Herunterfahren.

Das ist insofern interessant, weil ich ganz gerne, wenn ich gerade eingeschlafen bin, durch laute Geräusche wieder aufwache.

60 Sekunden vor der entsprechenden Aktion poppt ein Warnhinweis auf, der einen an das nahende Ende erinnert 😉

Man kann den Timer jederzeit stoppen. Durch beenden des Programms ist das Ganze auch gestoppt.

Bislang ist Sweet Dreams das einfachste und eleganteste Programm für meine Zwecke.

Am coolsten wäre natürlich eine Software, die über eine Webcam erfasst, in welchem Zustand ich mich befinde und registriert, dass ich eingeschlafen bin, dann die Lautstärke sanft herunter regelt und irgendwann den Rechner herunter fährt.

Dummerweise gibt es so etwas (noch) nicht 😉

Fazit:

Die Steckerleiste von Brennenstuhl ist ziemlich cool und bringt für wenig Geld genau das, was ich brauche.

Jetzt kann ich also getrost beim Filme gucken einschlafen und muss kein schlechtes Gewissen haben, wieder sinnlos Energie verbraten zu haben. Meine Stromrechnung wird es mir hoffentlich ein wenig danken 🙂

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