Billig kaufen, teuer weiterverkaufen – aber nicht unbedingt bei Amazon

Vor einiger Zeit gab es bei Quelle einige brachial reduzierte Produkte, aufgrund der Insolvenz.

Nach dem Motto “Alles muss raus!” wurden auch teilweise recht teure Waren kurzzeitig (solange der Vorrat reicht) für Schleuderpreise verkauft.

Ich habe einen Wok für 10€ gesehen, den ich für meine kleine Küche haben wollte.

Eigentlich hatte ich – eben aufgrund der Insolvenz – die Zahlung per Rechnung angegeben.

Etwas später kam dann ein Anschreiben, ich solle doch bitte den Betrag per Vorkasse anweisen.

Normalerweise sollte man so etwas nicht machen, aber bei 10€ und freiem Versand schien mir das Risiko überschaubar.

Zwei Wochen später kam dann der Wok in einem gigantisch großen Paket an.

Natürlich direkt ausgepackt und ausprobiert und siehe da: passt  nicht richtig auf die Herdplatte – und ist eigentlich auch viel zu groß.

Mist!

Zurücksenden wäre nonsens gewesen. Eventuell hätte ich das Geld nicht wieder bekommen. Und mal ehrlich: den Aufwand für 10€ – da wären die Versandkosten für den Rücktransport fast so hoch gewesen, wie der Warenwert.

Also mal umgeschaut, wo ich ihn loswerde.

Bei ebay bekam man diesen Wok für 109€. Dort hätte ich aber auch wieder die Angebotsgebühr und Provision abführen müssen, welche ich bei ebay als unverschämt einstufen möchte.

Dann bei Amazon geschaut, dort gab es den Wok für minimal 139€.

Dummerweise will Amazon grundsätzlich 15% Provision und eine kleine Angebotsgebühr haben. Das ist zwar noch deutlich unverfrorener, als bei ebay, aber unter dem Strich rechnete es sich im vorliegenden Fall doch.

Um es kurz zu machen: ich habe den Wok für 10€ gekauft und unter dem Strich einen Gewinn von 95€ gemacht :)

Im nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht gleich ein Dutzend von den Woks bestellt habe ;-)

Aber wahrscheinlich hätte ich eh nicht mehr, als 2-3 bekommen. Die waren extrem schnell ausverkauft. Außerdem gehe ich mal davon aus, dass die Abgabe “in handelsüblichen Mengen” vorgelegen hat.

Ärgerlich finde ich, dass Amazon bei Erstverkäufern erst einmal 14 Tage die Auszahlung hinauszögert.

Wirklich gut verkaufen kann bei bei Amazon nicht.

Die hohe Provision von 15% unabhängig vom Wert schreckt doch stark ab. Dann werden einem noch die Versandgebühren vorgeschrieben. In aller Regel belaufen sie sich auf 3€. Mal ehrlich: mit 3€ kann ich bei DHL nicht einmal ein Päckchen bezahlen, geschweige denn einen versicherten Versand.

Für höherwertige Gegenstände sind die einbehaltenen Gebühren tödlich.

Für kleinere Gegenstände lohnt es sich auch nicht wirklich. Dabei fällt zwar die Provision nicht so sehr ins Gewicht, aber man muss auch schon deutlich im Preis runtergehen, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Kleinteile verkauft man dann doch besser bei ebay, größere Aufgrund der niedrigeren Gebühren ohnehin. Wobei ich, wie gesagt, die Gebühren bei ebay auch schon unverschämt finde.

Aber wodurch sind die 15% bei Amazon gerechtfertigt ?

In meinem Falle haben sie jetzt 25€ Gebühren kassiert. Wofür ?

Kann mir das mal jemand verraten ?

About these ads

4 Gedanken zu “Billig kaufen, teuer weiterverkaufen – aber nicht unbedingt bei Amazon

  1. also ich finde auch amazon-Gebühren viel zu teuer. Wenn man etwas verkauft für 10 Euro, lohnt sich das nicht wirklich. Am Ende hab ich ganze 5 Euro auf der Hand. Wegen:
    1. 15% +1,14€
    2. 3-Euro Versand per Päckchen, haha
    ich zahl noch drauf!
    Für 5 Euro ist das ganze zu aufwendig, das onlinestellen, überwachen, verpacken und zur post bringen. lohnt sich nicht wirklich. Aber zu schade für die Tonne.
    Bei ebay sind die Gebühren humaner, aber das Risiko nicht zu verkaufen und doch Gebühren zahlen zu müssen ist da. Lohnt sich also bei beliebten Sachen. Keine Sammelsachen (alt noch dazu). Aber ich verkauf ab jetz lieber bei ebay. Für amazon Gebühren kann ich 2x mal auf ebay stellen. Mit 1-euro aktion ist es sogar kostenlos. Nur angst, dass Endgebot niedrig ist.
    Alles Vorteil und Nachteil.
    Abwägung ist notwendig!

  2. Ich habe ohne darüber nachzudenken, ein paar Bücher für 1€ angeboten. Da die zu groß und schwer für Warensendung oder Büchersendung waren, muste ich 3,90€ für das Päckchen Porto plus 1€ für den Karton bezahlen. Wer rechnet merkt, ich habe draufbezahlt! Daraufhin habe ich schnell alle angebotenen Artikel storniert und füttere mit den Büchern nun meine Feuerschale.

  3. Schomal was von hood.de gehört? Ich verkaufe dort meine Sachen. Die Nachfrage ist nicht so groß dort, aber wenn man mit dem Preis zwei Euro runter geht läuft das. Man zahlt keine Angebotsgebühr und auch der Rest ist kostenlos. Im Vergleich zu Amazon und Co macht man damit auch noch mehr Geld.

  4. Selbstverständlich habe ich von hood.de gehört. Ich habe dort seit Jahrend ein Konto und auch 2-3 Transaktionen durchgeführt. Allerdings wirkt das Portal meist wie leergefegt. Weder kann man dort gut verkaufen, noch sinnvoll kaufen. Dazu ist einfach zu wenig los.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.