Kleines Notfall OS auf einem USB-Stick – in 15 Minuten erledigt

Nachdem ich mir einen zusätzlichen neuen USB-Stick für meine wichtigsten Daten angeschafft habe, ist nun ein kleiner 1 Gb kleiner Speicherstick frei geworden.

Für persönliche Daten zu klein geworden, habe ich nach einem neuen Anwendungsgebiet für ihn gesucht.

Und da ich, wenn das OS mal rum spinnen sollte, gut eine Notfalllösung brauchen kann, hab ich da mal ein Linux drauf gepappt. Interessant ist es natürlich auch, dass man – egal wo man hingeht – sein eigenes, persönlich konfiguriertes OS dabei hat.

Ging alles erstaunlich einfach 🙂

Zunächst den Stick formatieren. Dann habe ich mir ein passendes Sidux runtergeladen.

Das habe ich dann mittels Virtual Box virtuell installiert. In Virtual Box noch den USB-Stick  hinzufügen.

Was man beachten sollte: wenn man ein 32 Bit Windows laufen hat, muss man ein i386 Lite-Image ziehen, da Virtual Box mit einem virtuellen 64 Bit Image auf einem 32 Bit Betriebssystem nix anfangen kann – auch wenn man theoretisch die passende Hardware dafür hat.Hat man also ein Vista64 bit laufen und natürlich die passende Hardware, dann kann man auch ein AMD64 Image verwenden.

Sidux hat direkt in den Optionen einen Punkt „install sidux to usb“.

Das ganze hat dann ein paar Minuten gedauert – und das war es dann auch.

Ich habe das Ganze dann natürlich direkt getestet. Was soll ich sagen: klappt wunderbar. Sidux hat direkt alle notwendige Hardware erkannt und läuft erstaunlich schnell.

Einzig den Ton hab ich nicht aktiviert bekommen. Aber für ein Notfallsystem ist das auch nicht so essentiell 😉 Möglicherweise erkennt er meine X-Fi Music nicht. Oder er versucht die Onboard-Soundkarte zu „befeuern“. Egal – erstmal nicht so wichtig.

Was mich erstaunt hat: der Media Player, der dabei ist (Kaffeine heißt er glaube ich), hat überhaupt keine Probleme mit HD Material. Testweise habe ich mal hochauflösende Sachen angeschaut. Durch diese Videos kann man deutlich schneller durchspulen, als per VLC oder Media Player Classic unter Windows. Sehr interessant 🙂

Sollte mir also jetzt mal mein Windows abschmieren oder sollte ich mal irgendwo an nen fremden und/oder schlecht konfigurierten Rechner müssen, hab ich jetzt immer mein eigens OS dabei.

Das heißt aber nicht, dass ich jetzt zum Linux-Jünger mutiere. Keine Sorge 😉

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