Was ich mir bei einem zukünftigen Windows wünsche …

Ich mache mal ne Liste, mit Dingen, die ich mir bei einem zukünftigen Windows wünschen würde.
Einiges davon klingt utopisch. Aber man wird ja nochmal träumen dürfen … 🙂
Und ja, ich bin mir bewusst, dass es manches davon schon unter Linux gibt.
Aber darüber reden wir ein anderes Mal.

– Sicherheit
Ich persönlich finde es fragwürdig, dass Windows gleich zu Anfang alle möglichen Dienste aktiviert hat.
Das System ist nicht zuletzt dadurch offen, wie ein Scheunentor. Und sehr viele Dienste braucht man auch gar nicht. Man sollte das Modular machen – und erstmal alles schließen. Wenn man dann später doch was öffnen möchte, kann man das ja tun.

– kein „nach Hause telefonieren“ mehr

Das empfinde ich als großes Problem, wenn ich nicht weiß, was mein Rechner da so tut. Der soll nicht einfach Microsoft oder wen auch immer davon informieren, mit wem ich gerade telefoniere oder welches PDF ich gerade erstellt habe.

– Stabilität

Ein Windows ist irgendwie immer erst frühestens mit dem Service Pack 1 für den Betrieb brauchbar. Und das kann durchaus mal ein ganzes Jahr dauern. Das könnte man vielleicht mal verbessern 😉

– Neuer Kernel
Man sollte sich ruhig mal von dem überalterten Herzstück verabschieden.
Durch ständig warmhalten und wieder Aufkochen wurde noch keine Speise wieder besser.
Einmal ein Schnitt und ein kluges, neues, schlankes Design erarbeiten.

– kein ständiges Neustarten
Das geht wohl jedem Windows Nutzer auf den Keks. Warum will jedes noch so unbedeutende Programm imer neu starten ? Ganz besonders schlimm beim ersten Installieren. Unter 30 mal Neustarten geht gar nix. Bei Linux geht’s doch auch super ohne.

– Ressourcenschonung
Der Trend zu immer größeren Systempartitionen ist bedenklich. Zudem wird auch immer mehr Ram verbraucht – und nicht nur bei Notebooks ist auch ein sparsamer Umgang mit Strom wichtig.

– eine anpassbare Installation
Ich erinnere mich noch, dass man bei der Installation von Windows 98 einige Komponenten abwählen konnte. Diese wurden dann erst garnicht installiert. So etwas wünsche ich mir zurück.
Ich möchte bei der Installation auswählen, welche Dienste und Programme ich benötige und welche weg können. Ich habe nichts dagegen, wenn MS Programme mitliefert. Wenn die aber zwangsweise mitinstalliert werden und man die auch nicht mehr los wird, dann finde ich das nicht so lustig.

– anpassbare Designs
Ohne zusätzliche, zum Teil kostenpflichtige Programme, kann man unter Windows XP das Design nicht vernünftig ändern. Das wäre mir aber durchaus wichtig. Ich bin kein Fan von „Klicki Bunti“. Es müssen mir nicht ständig 1000 Animationen und Sounds um die Ohren fliegen. Aber ein dezentes, stilvolles Design muss schon sein.

– einfaches oder gar kein Installieren von Programmen mehr
Phantastisch wäre es, wenn man ein Programm nicht mehr installieren müsste.
Man müsste es einfach nur irgendwo hin kopieren können und dann verknüpft man es mit anderen Komponenten. Wenn einem das Programm nicht mehr gefällt, löst man die Verknüpfung wieder und löscht den Ordner oder das Archiv. Beim herkömmlichen Installieren bleibt immer jede Menge Müll zurück.

– vernünftiger Preis
Als Vista raus kam waren viele Menschen geschockt, als da plötzlich was von 549€ für die Ultimate Version stand. Liebe Microsoftler: ihr habt doch nen Vogel 🙂 Ein solches Betriebssystem sollte nicht mehr als 100€ kosten.

– vernünftiges File-System
Unter Vista sollte ja ein neues, revolutionäres Dateisystem kommen. Gesehen hab ich davon nix.
Es wird mal Zeit 😉 Darauf sollte man dann aber auch problemlos mit Mac OS oder Linux zugreifen können.

– Zusammenarbeit mit anderen Herstellern
Microsoft sollte anderen Herstellern zumindest die Schnittstellen offen legen, damit diese ihre Produkte besser anpassen können.

– Aussagekräftige Fehlermeldungen
Die meisten Fehlermeldungen in Windows sagen dem Anwender wenig bis gar nichts.
Eine ausführlichere Fehlermeldung könnte durchaus von Vorteil sein.
Man sollte den Anwender aber auch nicht mit 50 Meldungen pro Minute nerven 😉

– brauchbare Benutzerkontenführung
Unter XP ist das – nennen wir es suboptimal. Man bräuchte ein gescheites Controlcenter wo man ganz einfach einstellen kann, wer was kann und darf.  Und schön wäre die Möglichkeit komplett darauf zu verzichten, wenn man den Rechner komplett alleine nutzt.

– anpassbare Virtualisierung und Modularisierung
Es wäre durchaus von Vorteil, wenn Windows eine oder mehrere Virtuelle Umgebungen oder Module liefern könnte. Man könnte dann beim Start aussuchen: „jetzt will ich spielen“ – und lädt ein auf Spiele optimiertes Gerüst.

– offene Standards unterstützen
Man sollte auch als großes Unternehmen namens Microsoft nicht ständig versuchen, den Leuten ein Dateiformat aufzuzwängen. WMV und WMA und wie sie alle heißen, sind einfach nur murks. Aber dennoch werden sie häufig verwendet – weil es dabei ist.

– konsequente Unterstützung neuer Hardware
Da ich davon ausgehe, dass sich zum Beispiel SSDs in den nächsten 1-2 Jahren zur echten Alternative mausern werden, müssen diese voll unterstützt werden. Auch eine durchgehende Unterstützung des 64bit-Standards wäre mal anzuraten.

– kein ständiges Aufblähen
Windows wird ja mit zunehmender Betriebsdauer immer größer.
Frisch drüber gebügelt nimmt mein XP etwa 1,2 Gb Platz ein. Jetzt bin ich ohne Programme schon bei 4,2 Gb.

– ein vernünftiges Update-Center, für alle möglichen Programme
Sowas gibt es unter Linux ja schon länger. Einfach aptget xyz und die Sache läuft.

– ein integriertes, vernünftiges Voll-Backup Tool
So im Stil von Acronis True Image. Damit man auch nach einem Festplattencrash einfach wieder nen Image einspielen kann.

– ein Programm zum Übertragen sämtlicher Einstellungen und Designs
Wenn man lange, lange Zeit mit seinem Windows gearbeitet hat, dann möchte man seine Einstellungen nicht verlieren. Und mal eben neu konfigurieren nach einem Re-Install dauert verflucht lange.

Bestimmt fallen mir beim weiterem Nachdenken noch Punkte ein – aber das reicht ja auch schon 🙂

Advertisements