Werbeanrufe – langsam gehen sie mir auch auf den S***

Das Problem mit unerlaubten Werbeanrufen dürfte mittlerweile so ziemlich jeden erreicht haben.

Mich leider auch.

In den letzten 4-5 Monaten hat sich dies noch spürbar verstärkt.

Wobei es bei mir weniger Gewinnspiele und Co. sind, sondern eher “Energieberater” und sonstige angebliche “Dienstleister”.

Problem hierbei ist ja, dass man als Gewerbetreibender seine Nummer unter das Volk bringen MUSS, während man dies als Privatmensch ja nicht unbedingt sollte (auch wenn man nicht drum herum kommt, Stichwort: Adressverkauf).

Insofern sind Lösungsansätze wie Nummerntausch oder Telefonbucheinträge löschen keine Option.

Leider Gottes bin ich meist zu höflich, um direkt aufzulegen. Zudem ist es auch immer potenziell möglich, dass es sich doch um einen Kunden oder Geschäftspartner handelt.

Somit muss ich immer erst sondieren, wer das ist und was der will.

Im Allgemeinen wird aber recht schnell klar, worauf das Gespräch hinaus läuft.

Froh bin ich dann wirklich über die Rufnummernsperre der Telefonanlage hier. Auch wenn manche Anbieter dann einfach im Nummernrange einen weiter gehen und ich ganze Bereiche brandmarken muss, wenn ich also bspw. die Endziffern 143 sperre und dann unter der 144 erneut Versuche gestartet werden.

Einzige Option meinerseits ist hier ganz klar: auflegen und Nummer sperren.

Als Privatmensch hätte man dann immernoch die – so man denn die Nerven und Zeit dazu hat – auf Youtube zur genüge angeführten “Methoden” als Abwehrmittel zur Verfügung. Da gibt es sogar einige sehr witzige ;-)

Ich gebe jedoch zu, dass sich das in einem Youtube Video noch sehr witzig anhört, aber in Realität ist man dann häufig nicht so schlagfertig und auflegen ist wohl auch hier die beste Option.

Was ich mich frage: warum wird deratiges seitens des “Gesetzgebers” nicht unterbunden? Und, mal unter uns, dass die den Mist anscheinend verifizieren/aufnehmen müssen, ist keine Verbesserung. Für mich ist das glatter Betrug in Tateinheit mit Nötigung.

Warum kann man nicht so vorgehen, dass Verträge fernmündlich geschlossen direkt ungültig sind und mittels schriftlichem Vertrag mit Rücktrittsrecht legitimiert werden müssen?

Wobei auch dies vermutlich dreiste Betrüger nicht abschrecken dürfte.

Eine Beschwerdeplattform, bei der man als Konsument schwarze Schafe anprangern kann, deren Nummern dann gesperrt werden, dürfte auch nichts bringen (so etwas gibt es glaube ich auch schon). Dann wechseln die einfach den Namen und die Nummer.

Die Adressanbieter, die es in Deutschland zahlreich gibt, zu verbieten ist zwar nicht verkehrt, bringt hier aber auch nix. Denn dann müsste man auch sämtliche Telefonbücher einstampfen. Sollten die Abwehrversuche staatlicherseits zu repressiv für die Abzocker werden, gibt es für diese immer Alternativen.

Im Zweifelsfall gehen die einfach mal kurz über eine Landesgrenze und penetrieren einen von da weiter.

Wie also wird man diese hässlichen Auswüchse der Geldgier los?

Hat da jemand Ideen?

Am liebsten natürlich rasche, praktikable Lösungen, die nicht darauf bauen, dass Finanzsystem komplett zu ändern und auf diese Weise derartige Auswüchse los zu werden.

Da wäre ich auch dabei – aber das dauert zu lange. ;-)

Zum Abschluss noch 2-3 durchaus witzige Youtube Videos dazu.

Sogar der Fernsehkritiker hat sich einen Spaß daraus gemacht, diese Telefonabzocker auf die Schippe zu nehmen – und entstanden ist daraus eine ganze Serie.

Machs gut, eBay!

Im Dezember verkaufte ich noch einige PC-Komponenten auf eBay, unter anderem einige nicht mehr benötigte Festplatten (weil man die da zu guten Preisen los wurde).

Im Januar kam dann die Schlussrechnung. Und die läpperte sich am Ende auf beinahe 20% des “Gewinnes”. Und das ohne wirklich erkennbare gegenleistung. Sollte mal etwas schief gehen, hat man von eBay ohnehin keine Hilfe zu erwarten.

Spätestens jetzt wurde es mir zu doof, nachdem ich auch schon so manche negative Situation auf eBay erlebt hatte. Angefangen bei unklaren Rechnungen, zu falschen Zeitpunkten eingestellte Auktionen, nicht zahlende oder unhöfliche Käufer, völliges Desinteresse seitens eBay bei Problemen und natürlich saftige Gebühren.

Das wurde mir dann wirklich zu doof, als eBay beschloss Treuhandkonten einzuführen, auf die man dann, ähnlich wie bei Paypal, vielleicht (oder besser wahrscheinlich) auch keinen Einfluss mehr hat und auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.

Die Konsequenz daraus: ich habe meinen Account gelöscht.

Als letzte nette Geste seitens der elektronischen Buch, wird der Account nicht sofort gelöscht, was ich noch durchaus hätte verstehen können angesichts evtl. noch laufender Transaktionen (die es aber nicht gab). Nein, man muss warten – evtl. sogar bis zu 180 Tagen – bis man sich (endgültig?) von der Verkaufsplattform lösen darf.

Der geneigte Leser wird jetzt womöglich fragen “und wo wirst du nun deinen Krempel los? bei Amazon?”. Nein, denn dort sind die Gebühren ja noch dreister!

Aber es gibt ja glücklicherweise einige Kleinanzeigenportale, bei denen man das, was man wirklich mal nicht mehr brauchen kann, kostenlos einstellen kann. Auch wenn das Layout vielleicht nicht hochprofessionell sein mag und das ganze eher etwas von Trödelmarkt-Charme besitzt und man auch als Anbieter keine unrealistischen eBay-Mondpreise bekommt … dort wird man wenigstens (hoffentlich!) nicht vom Betreiber geschröpft.

Meine Petition zum Umgang mit Münzgeld ist gescheitert

Vor einigen Monaten hatte ich eine öffentliche Petition auf der Petitionsseite von bundestag.de auf den Weg gebracht.

Darin hatte ich gefordert, dass Münzgeld – im speziellen von Privatbanken – unendgeldlich und ohne Gängelung (in Papier einrollen, Gebühren abführen, maximale Einzahlungsgrenzen, …) angenommen werden muss.

In der Argumentation verwies ich auf den Status als anerkanntes Zahlungmittel.

Die Petition wurde jedoch niemals veröffentlicht.

Bedingt durch meinen Umzug kam die Erklärung erst vor kurzem bei mir an.

Daraus möchte ich einmal zitieren:

ich komme auf ihre Eingabe [...] zurück und darf Ihnen anliegend die dazu vom Bundesministerium für Finanzen angeforderte Stellungnahme mit der Bitte um Kenntnisnahme übersenden.

Danach ist gemäß §3 Abs. 1 Münzgesetz (MünzG) niemand verpflichtet, deutsche Euro-Gedenkmünzen im Betrag von mehr als 100 Euro bei einer einzelnen Zahlung anzunehmen. Erfolgt eine einzelne Zahlung sowohl in Euro-Münzen als auch in deutschen Euro-Gedenkmünzen, besteht keine Verpflichtung, mehr als 50 Münzen anzunehmen.

Weitergehende Regelungen hinsichtlich der Annahme von Geldmünzen, die über die vorbezeichneten gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen, können nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit zwischen Bank und Kunde frei gewählt werden.

Nach Prüfung aller Gesichtspunkte kommt der Ausschussdienst daher zu dem Ergebnis, dass Ihre Eingabe nicht den gewünschten Erfolg haben wird.

Oder mit anderen Worten: das ist eben so, Junge – finde dich damit ab!

Meine Petition zielte ja eben darauf ab, dass diese gängige Praxis zwar legal aber in meinen Augen illegitim ist.

Eine Petition, die darauf zielt eine m.E. unsinnige Gesetzgebung zu ändern, damit abzubügeln, dass man sagt das Gesetz sei eben so, erscheint mir äußerst fragwürdig.

Ich hege noch immer den starken Verdacht, dass dies auf Initiative der Privatbanken (vielleicht sogar mittels selbst verfassten Gesetzestextes) in geltendes Recht umgemünzt wurde.

Einfach in dem Bestreben möglichst geringe Kosten tragen zu müssen – oder gar den Bürger zum bargeldlosen Zahlungsverkehr zu nötigen.

Finde ich nach wie vor nicht in Ordnung.

Ich könnte ja verstehen, dass dies im Einzelhandel sinnvolle Anwendung findet. Einen PKW mit 1 Cent Münzen zu bezahlen stelle ich mir in der Tat wenig nutzbringend vor. Aber eine Bank? Die brauchen doch nur unentgeltlich einen Zählautomaten für Ihre Kunden hinstellen – Problem gelöst.

Mit elementarer Logik komme ich nur zu dem Schluss, dass wenn ein Staat Münzgeld in Umlauf bringt, ich dies auch uneingeschränkt nutzen können muss.

Aber unser Finanzsystem und auch die Gesetzgebung haben ja naturgemäß wenig mit der Realität zu tun und folgen einer eigener (völlig verqueren) Logik.

Oder um mich selbst zu rezitieren: Warum gibt es überhaupt Münzgeld, wenn es keiner annehmen will?