Jibi hat es anscheinend nicht so mit der Kühlkette … :-/

Nach meinem Umzug hierher habe ich einiges – vor allem den tegut – schmerzlich vermisst.

Hier einzukaufen ist für mich wirklich unbefriedigend. Letztlich hole ich immer fast das gleiche.

Umso froher war ich, als ich entdeckte, dass es im Jibi hier in der Nähe mein Lieblingseis gibt. Damit meine ich das Swedish Glace Vanilleeis.

Sogar mit 2,49€ noch günstiger, als im tegut seinerzeit.

Leider Gottes scheint es bei Jibi mit der unterbrechungsfreien Kühlkette zu hapern.

Denn 8 von 9 gekauften Packungen wiesen am Deckel eingetrocknete Eisreste und auf dem Eis selbst eine dicke Schicht aus Wassereiskristallen auf.

Für mich ein Anzeichen, dass es entweder zu lange ungünstig temperiert gelagert wurde – oder die Kühlkette mittendrin komplett unterbrochen wurde.

Das letzte Paket kostete dann auch noch 2,69€. Vermutlich habe ich jetzt die Nachfrage “schlagartig” angekurbelt … ;-)

Wenn ich es mir demnächst wieder kaufe und das gleiche Problem abermals auftritt, muss ich mich vielleicht mal beim Filialleiter höflich vorstellen – und ihn fragen, wie das kommt.

Wie man’s macht, ist es verkehrt – oder: irgendwas ist ja immer!

War vor ein paar Tagen – nach längerer Zeit – mal wieder beim Arzt.

Wollte doch mal wieder meine Blutwerte überprüfen lassen.

Soweit auch alles ok.

Gut, der Cobalamin-Spiegel (Vitamin B12) war (wie zu erwarten war) recht niedrig. Ein “normales” Problem bei Veganern.

Eigentlich nehme ich ja fleissig (fast täglich) das VEG1 -VitaminPräparat speziell für Veganer.

Aber das scheint wohl nicht viel zu bringen. Der Spiegel ist am unteren Rande der Normskala.

Evtl. kann ich also über die Verdauung nicht ausreichend B12 aufnehmen.

Das wäre ja jetzt insofern blöd, weil ich dann alle Nase lang Spritzen bekommen müsste. :(

Was mich aber irritiert hat – und meine Ärztin noch viel mehr:

Mein Eisenspiegel ist deutlich erhöht.

Kommt bei Veganer, die nicht gerade Eisen supplementieren, nicht häufig vor, weil pflanliches Eisen weniger gut aufgenommen wird.

Hatte eher mit einem niedrigen Eisengehalt gerechnet – zumal ich das auch schonmal künstliche zuführen musste.

Und wie ich erfahren musste, ist zuviel Eisen auch wieder Mist.

Wie mans macht, isses verkehrt!

Wo das jetzt wieder herkommt.

Jedes Mal, wenn man zum Arzt geht, findet der was neues …

Wie schizophren kann man eigentlich sein?

Als ich gerade diesen kurzen Artikel (erst streicheln, dann töten) bei sueddeutsche.de las …
Sagen wirs mal so … mir gingen die beleidigenden Adjektive aus.
Was für eine Ausgeburt an Doofköppen sind denn diese Eltern?!
Gehen wahrscheinlich täglich zum Metzger um die Ecke, wo das jeweilige Kind vermutlich ab und an diese berühmte Scheibe Wurst bekommen hat oder kaufen kiloweise billigsten Rotz aus dem Fleischregal bei Lidl – aber dann nichts davon wissen wollen, wo es herkommt.
Was für Arschkrampen sind denn das?
Ernsthaft!
Wenn ich soviel Doppelmoral und Verlogenheit auf einem Haufen sehe, dann ist mir nach körperlicher Gewalt!!! (hier mache ich gleich drei Ausrufezeichen!).
Auf der einen Seite jeden Tag den Kram in sich reinschaufeln, als gäbs kein Morgen; aber wenn ihren Kindern (oder Ihnen selbst) man mal vor Augen geführt bekommt, wo es herkommt, dann ist Holland in Not.
Solchen Leuten gehört echt mal der Arsch versohlt – damit sie wissen wo der Hase läuft!
(oder das Kaninchen mal im Käfig hoppelte!).
Das wir uns nicht falsch verstehen: ich bin grundsätzlich gegen die Tötung von Tieren ohne trifftigen Grund.
Und nur “weil es schmeckt” ist kein Grund!
Freunde! Entweder ihr esst es und müsst euch dann euch gefallen lassen vorgeführt zu bekommen, wo es herkommt und wie es geschlachtet wird – oder ihr ihr esst es nicht und gut ist.
Ist doch super, dass die Kinder gezeigt bekommen, was Sache ist.
Dann wissen sie endlich mal, dass die Kühe eben nicht lila sind und Fleisch nicht aus dem Regal sondern von Tieren kommt.
Und sich dann, wenn so etwas passiert, mit einer Moralkeule hinzustellen …
Geht’s noch?!
Mann, Mann, Mann …

Gesucht: leckerer, veganer Ketchup – ohne Zuckerzusätze!

Seit Monaten bin ich auf der Suche nach einem veganen Tomaten-Ketchup.
Nun davon gibt es einige.
Aber jetzt kommt’s: er soll ohne Zuckerzusätze auskommen und auch nach Möglichkeit ansatzweise brauchbar schmecken und auch für mich vernünftig verfügbar sein.
Ich habe bislang keinen gefunden.
Es ist allein schon schwer, einen veganen Ketchup zu finden.
Noch wesentlich schwerer ist es, einen veganen Ketchup in der Nähe zu finden.
Wiederum schwerer wird es, wenn er gut schmecken soll.
Und nahezu unmöglich wird es, wenn da kein (völlig überflüssiger) Zucker drin sein soll.
Immer ist da Zucker drin!
Wenn ich von Zucker rede, dann meine ich in erster Linie den Haushaltszucker (Saccharose).
Durchaus verbreitet sind natürlich auch Glukose, Fructose, Maltose, Glucose-Fructose-Sirup, Invertzuckersirup, und so weiter.
Am Rande bemerkt: weltweit wird einiger Zucker aus gentechnisch veränderten (vornehmlich Mais-)Pflanzen gewonnen. Muss doch auch nicht sein!
Letztlich alles mehr oder minder überflüssig und ungesund.
Wozu?
Vorteile von Zucker für den Hersteller:

  1. billiger Füllstoff
  2. schmeckt gut
  3. macht nach neueren Erkenntnissen unter Umständen süchtig

Zudem hat er mehrere unangenehme Folgen.
Er macht bei einem Überangebot dick. Er ist schlecht für die Zähne.
Bei zu hohem Körperfettanteil steigt das Risiko Diabetes II zu bekommen.
Muss doch echt nicht sein!
Der Körper benötigt diese Dreingaben gar nicht – erst recht nicht in diesen Mengen.
Ich fürchte ich muss mir meinen Ketchup zukünftig selber machen.

Falls jemand doch einen gefunden hat … bitte melden!

Ich nehme auch Ketchup-Rezepte ;-)

Szenen einer Ehe und “Abends halb neun im Rewe”

Folgende Szene:
Es ist etwa 20:30 Uhr in einem recht kleinen Rewe irgendwo auf dem Lande.
Eine junge Kassiererin (so um die 18) hat die Abendschicht. Es ist nichts los.
Ich kaufe  – weil es bei Rewe nicht so waaaaahnsinnig viele vegane Produkte gibt – Gemüsestäbchen von Iglo.
Sie fragt “sind die lecker?”. Ich antworte “Ich esse die sehr gerne, die sind auch rein pflanzlich”.
Sie fragt “sind Sie Vegetarier?”. Ich antworte “fast, ich bin Veganer”.
(Anmerkung für mich selbst: vielleicht sollte ich künftig diesen Teil weglassen, wenn ich keine Lust auf Abscheu und/oder Diksussion habe)
Und dann folgte eine sehr kurze, aber prägnante Frage, die mit inbrünstigem (!) Entsetzen vorgetragen wurde:
“WIESO !?!?”.
Fast als ob ich grad ein Kind vor ihren Augen geschlachtet und gegessen hätte. Oder etwas  ähnliches in dieser Kategorie.
Dann das übliche. Sie esse ja auch wenig Fleisch, aber es schmecke ihr so gut.
Ich erwidere, dass vielleicht Geschmack allein kein wirklich gutes Argument sei und das ich solche (naja, vielleicht nicht exakt solche) Kommentare gewohnt sei.
Daraufhin sie: sie könne ja auch ein Mozzarella-Brot essen – auch des Geschmackes wegen.
Oder eben ein schönes Stück Fleisch. Das sei ja alles dasselbe.
Ich war dann aber doch ob des extremen Entsetzens ein wenig verblüfft.
Aber mit dem Gefriergut im Gepäck hatte ich auch keine Lust da jetzt ne Stunde über Ethik und Ökologie zu referrieren, was alles in Fleisch, Fisch, Milch, Ei, … drin ist, dass das gar nicht notwenig ist, in größeren Mengen zudem ungesund, schlecht umweltverträglich, …
Ihr wisst, worauf ich hinaus will.
Dann ruft sie mir noch nach “ist aber nicht böse gemeint …”.
No comment. Absolutely no comment!

Schön war übrigens auch auf einem Richtfest vorher ein Ehepaar im besten Alter.
Wir kamen ins Gespräch und ich fand, es war eine sympathische, lockere Unterhaltung.
Er Chemiker und Informatiklehrer. Und Vegetarier – auch wenn er sich nicht an (Vegetarier-)Definitionen orientiere.
Die Stimmung änderte sich schlagartig, als es Richtung Essen ging.
Man konnte bei Ihr ein gewisses Entsetzen erkennen, als das Thema auf meine Ernährungsgewohnheiten fiel.
Bei Ihm hingegen keine Spur davon.
Und dann kam eine weitere Frage aus dem allseits beliebten Top-10-Ranking: “was kann man denn dann überhaupt noch essen?!”.
*Augen roll*
(Weitere Anmerkung für mich selbst: unbedingt mal eine Liste mit Vorurteilen erstellen!)
Schön fand ich dann auch etwas später einen leisen Kommentar ihrerseits – der mir von jemand anderem erzählt wurde – sie habe ihm häufiger mal Fleisch unter das Essen gemischt.
Da muss ich mich wieder eines genaueren Kommentares enthalten.
Nur soviel: es ist immer schön, wenn in einer Beziehung die Ansichten beider Partner vom jeweils anderen akzeptiert werden. ;-)
Ich möchte es für meine Person mal wie folgt ausdrücken: würde mir ein Freund/eine Freundin oder gar eine Lebensabschnittsgefährtin wissentlich und mit Vorsatz Fleisch unterjubeln – oder sonstwas – …
Ich fände das gelinde gesagt wenig witzig.
Danach wäre die Art jener Beziehung nochmals genauer zu überdenken!