Hermes! Ich Verfluche Euch!!! Mittwoch, Nov 4 2009 

Normalerweise nutze ich selten multiple Satzzeichen (mal vom … abgesehen).

Aber bei Hermes kann man nie genug Ausrufezeichen hinter eine Hassbotschaft setzen!!!.

Was sind das nur für völlig inkompetente Vollspasten?!?!

Mein Gott, wie kann man mir nur so auf den Sack gehen?!

Was ist passiert?

Am 15.7. habe ich bei Otto für 45€ Windows 7 vorbestellt.

Am 27.10. endlich kam die Versandbestätigung. Danach kam nichts mehr. Weder das Päckchen (Otto versendet ja vorwiegend per Hermes), noch eine Benachrichtigungskarte, noch sonst irgendwas.

Ich hab eine Woche gewartet, dann wollte ich mal bei Otto nachfragen. Dort sah ich, dass es eine Sendungsverfolgung gibt. Die Seite mit dem „passwort recovery“ funktionierte natürlich auch den ganzen Tag nicht.

Heute nun konnte ich das Passwort zurücksetzen und was musste ich sehen?

„Empfänger konnte nicht ermittelt werden. Paket an Otto zurück“.

Wie bitte? Wollt ihr mich verarschen?!

Ich die Adresse gecheckt – alles korrekt.

Auf dem Konto bei Otto konnte ich sehen, dass mir auch die 45€ prompt abgebucht wurden und ich bei denen in der Kreide stehe. Eine Gegenleistung ist noch nicht in Sicht.

Eine Mail seitens Otto, die mir das Problem mitteilt, gab es natürlich auch nicht.

Ich habe dann eine etwas unfreundliche Mail an den Kundensupport von Otto geschickt. Trotz TÜV Siegels natürlich noch keine Reaktion. Das kann wohl noch dauern.

Und gerade eben fand ich in meinem Briefkasten einen Brief von Hermes mit dem ungefähren Wortlaut „wir konnten Sie nicht finden“ und sowas wie „ist ihr Klingelschild im Eimer?“

Darunter dann der Hinweis „wir können das Paket nur noch bis zum 9.11. lagern, danach geht es zurück“. Und darüber eine Telefonnummer, an die ich mich wenden soll.

Ist ja schon seltsam, dass sie meine Adresse nicht finden konnten – die Kollegen von der Post haben es ja geschafft.

Zumal mich der Hermes-Bote auch schon mit Namen anredet. Schließlich habe ich hin und wieder Pakete von ihm bekommen – und ab und an war ich so dämlich, für Nachbarn Pakete anzunehmen (was ich auch nicht mehr mache).

Witzig war übrigens auch, dass ich dem Hermes-Boten an dem Tag über den Weg lief und ihn fragte „haben sie was für mich?“ (weil ich ja schon sehnsüchtig drauf wartete) und er so „nee, für herrn xy ist nix dabei“.

Interessant, interessant!

Hat der mich jetzt glatt angelogen, oder wie sehe ich das?

Was ist das für ein Lulli-Verein?!

Sowas hab ich noch nie erlebt!

Ich  habe Otto dann auch unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ich mit Ihnen und Hermes nichts mehr zu tun haben möchte!

Zum Schluss habe ich Otto noch gebeten, mir dieses letzte Päckchen von Ihnen mit DHL zu schicken – DAS kommt immer an ;-)

Geht natürlich nicht, weil das irgendwo in Timbuktu in einem Hermes-Lager liegt.

Mann, mann, mann!!! Ich könnte kotzen!

Update:

Ich habe da soeben beim Callcenter angerufen (natürlich mit einer schönen 0180-5-Nummer ;-) ) ich kam auch wider Erwarten relativ schnell dran. Die Mitarbeiterin am anderen Ende konnte man zur Abwechslung auch verstehen.

Ich habe dann nochmal meine korrekte Adresse durchgegeben und sie dann so „das ist uns wohl verloren gegangen“.

Dann sicherte sie mir eine Zustellung für morgen zwischen 8:00 und 19:00 Uhr zu.

Da bin ich ja mal gespannt.

Update 2:

Gerade war mein Freund der Hermes-Bote da. Und er meinte, dass die Adresse nicht korrekt seitens Otto aufgedruckt worden sei.

Es haben die letzten zwei Ziffern der Apartmentnummer gefehlt. Der Rest war korrekt.

Seltsam nur, dass es mit Otto und Hermes schon einige Male mit exakt der gleichen Adresse und exakt dem gleichen Aufdruck geschafft haben, mir das nach ein paar Tagen zuzustellen.

Er hat sogar von sich aus darauf hingewiesen, dass ich ihm ja noch über den Weg gelaufen sei. Weiter hat er dazu aber nichts gesagt.

Er tat fast so, als sei das Ganze meine Schuld.

Die Windows 7 Verpackung kam in einem ungepolsterten Plastikbeutel an. So hat die Umverpackung ein klein wenig gelitten.

Und natürlich – wie immer bei Hermes – stinkt der Beutel furchtbar streng nach Zigarette.

Fazit:

Unter dem Strich bestärkt mich diese neuerliche Erfahrung nur in dem Bestreben nichts mehr bei Otto und nichts mehr über Hermes zu bestellen.

Wehrpflicht und Zivildienst – warum nicht gleich richtig? Dienstag, Nov 3 2009 

Gegenwärtig bestehen Planungen, den Wehrdienst auf 6 Monate zu verkürzen.

Doch bereits die neunmonatige Ausbildung vorher war unzureichend.

Mit dieser Bundeswehr kann man einfach nicht in den Krieg ziehen. Wenn irgendwo die Bundeswehr aufmarschiert, dann lacht sich der Gegner doch direkt halb tot :)

Auch für humanitäre Aufgaben oder den Einsatz im Katastrophengebiet ist diese Bundeswehr einfach nicht tauglich.

Ich erinnere mich immer wieder gerne an die Aussage eines hochdekorierten Bundeswehrgenerals, der da in etwa gesagt hat „mit 9000 Soldaten im Auslandseinsatz arbeitet die Bundeswehr an der Kapazitätsgrenze“.

Nur mal zur Erinnerung: bei der Bundeswehr dienen beinahe 250000 Soldaten. Und wenn 9000 von denen mal was zu tun haben, dann ist die Grenze erreicht.

Dabei muss ich jedes mal schmunzeln.

Der ganze Spaß kostet jedes Jahr über 30 Milliarden Euro.

Da stellt sich mir doch die Frage: warum macht man nicht einfach folgendes:

Man bastelt sich eine kleine, gut ausgerüstetet, gut ausgebildete und schlagkräftige Berufsarmee zusammen – und führt gleichzeitig ein verpflichtendes Soziales und Ökologisches Jahr (also 12 Monate) für alle ein.

Und damit meine ich auch Frauen. Denn was früher galt „Frauen müssen zur Kindererziehung ausgespart werden“ hat ja dieser Tage kaum noch Gültigkeit. Immerhin liegt die Geburtenrate auf einem negativen Rekordniveau.

Wobei ich kein Problem  mit niedriger Geburtenrate habe – ganz im Gegenteil. Auch wenn das jetzt nach Stammtisch klingt, so möchte ich das noch mal wie folgt zusammen fassen: Das Problem ist nicht, dass wir zu wenige Kinder haben – das Problem ist, dass „die Anderen“ zu viele haben.

Das Soziale/Ökologische Jahr sollte man doch eigentlich auch mit dem Grundgesetz unter einen Hut bekommen.

Zugegeben, eine Armee aus Berufssoldaten ist nicht unbedingt massiv billiger – aber zumindest könnte man mit der Truppe im Ernstfall etwas anfangen.

Und wenn der Prozess des europäischen Zusammenwachsens noch weiter geht, kommt ohnehin demnächst eine EU-Armee. Diese würde ich sehr begrüßen.

Etwas in der Art gibt es ja auch jetzt bereits – wenn auch nur im kleinen Maßstab – Stichwort Eurocorps.

Die Linke unterstützt sogar die Idee, die gesamte Armee mitsamt Nato direkt abzuschaffen. Ansich eine interessante Idee.

Jedoch bin ich da ein wenig skeptisch, ob das funktionieren kann. Schließlich möchte ich mich nicht von den Amis abhängig wissen.

Oder besser: noch abhängiger, als jetzt schon. ;-)

Versteckte Inhaltsstoffe – oder warum ich jetzt immer mit einer Liste herumlaufen muss … Sonntag, Okt 11 2009 

Neulich waren im Rewe um die Ecke die Kartoffelchips von Funny-Frisch – Geschmacksrichtung ungarisch – im Angbeot.

Da hab ich mich natürlich nicht lange bitten lassen und gleich ein paar mitgenommen – und dann auch zwei an die Fußballjunkies verteilt :)

Natürlich habe ich vor dem Kauf die Zutatenliste bemüht, wie ich das immer mache – und auch machen muss. Dort konnte ich erst einmal nichts verdächtiges feststellen. Zudem wurde oberhalb der Zutatenliste mit „glutenfrei“ und „lactosefrei“ geworben.

Abends dann beim Film schauen eine Tüte verzehrt. Und irgendwie wurde mir kurz danach ziemlich übel. Gut, dass kann immer mal passieren. Am nächsten Abend dann beim nächsten Film und der zweiten Tüte wurde mir wieder richtig übel.

Dann habe ich mal bei funny-frisch nachgesehen, woran das liegen könnte. Ganz versteckt in den tiefsten Tiefen der Seite fand ich dann auch eine Allergietabelle – und löblicherweise auch eine Angabe über den Status „vegetarisch“ und „vegan“. Und zu meinem Erstaunen sind die ungarischen Chipsfrisch weder vegan, noch vegetarisch.

Was nun genau daran nicht einmal vegetarisch ist, weiß ich nicht – Funny Frisch hat mir auf meine Nachfrage hin nur eine Standardliste mit ihren veganen Produkten per Mail geschickt. In der Liste gibt es auch leider nur wenige vegane Produkte.

Gestern dann habe ich beim Rewe um die Ecke von Dr. Oetker eine Fruchtgrütze „Wintergrütze Pflaume-Zimt“ gekauft.

Natürlich wieder die Zutatenliste studiert, es für essbar gehalten, mitgenommen und zuhause dann mal probiert.

Schmeckt soweit ganz gut – erinnert ziemlich an Bratapfel.

Doch beim zweiten durchforsten der Liste stieß ich ganz unten auf „echtes Karmin“.

Karmin, Karmin … das hab ich doch schon mal gehört … Und was ist es? Ein roter Farbstoff hergestellt aus Läusen – ja, ihr lest richtig – aus Läusen!

Ich also den halb angebrochenen Becher „Fruchtgrütze“ umgehend entsorgt.

Ich befürchte ich muss mir nun doch mal eine dieser Listen mit Inhaltsstoffen anfertigen. Zudem muss ich jetzt bei jedem Produkt, dass ich nicht kenne vorher den Hersteller fragen, ob ich das auch essen kann. Der Zutatenliste kann ich offenbar nicht mehr vertrauen :(

Es will mir einfach nicht in den Sinn, warum diese ganzen Firmen grundsätzlich beinahe überall tierische Abfälle entsorgen müssen. Sogar in Produkten, wo man überhaupt nicht damit rechnet, findet man irgendeinen Scheiß!

Was zum Geier soll das?

Wann kommt denn endlich das „vegetarisch“ und das „vegan“-Logo auf Lebensmittelverpackungen? Auf der Pringles-Packung bspw. findet man bereits einen solchen Aufdruck. Und so teuer kann so ein kleiner Aufdruck ja nun wirklich nicht sein.

Mann, Mann, Mann – wie mir das schon wieder den Appetit verdorben hat.

Meine Gedanken zur bevorstehenden Bundestagswahl 2009 Dienstag, Sep 22 2009 

Diskussionen über die Bundestagswahl gibt es ja schon seit Monaten allerorten.

Da wird lustig über mögliche Koalitionen diskutiert, über Ampeln und Jamaika, über Überhangmandate, über Kanzlerkandidaten und vieles mehr.

Es wird häufig darüber gesprochen Schwarz-Gelb zu verhindern.
Viele wollen taktisch wählen – Hauptsache nicht Schwarz-Gelb.

Nun ich muss gestehen: ich bin auch weiß Gott kein Freund von Schwarz oder Gelb.

Die Schwarzen sind mir viel zu konservativ und rückwärtsgewandt – zudem absolut lernresistent und reformfeindlich und zu stark auf die Interessen einiger Lobbys ausgericht, als auf das Wählerwohl.
Die Gelbe Philosophie von kompletter Liberalität und Deregulierung passt mir auch nicht in den Kram.
Meiner Meinung nach ist diese fehlende Regulierung überhaupt erst der Grund für die jetzige Krise gewesen – wieso um alles in der Welt sollte ich also FDP wählen wollen?
Und die gerne angebrachten Bürgerrechte bei der FDP gehen erfahrungsgemäß als erstes über Bord.

Die Piratenpartei ist ja besonders bei jungen Männern, die sich dem Internet zugetan fühlen, beliebt.

Die Partei gefällt mir von ihren Grundansichten schon einmal ganz gut.
Es wird in Diskussionforen sehr oft bemängelt, dass man eine solch kleine Partei – zudem ohne umfassendes Parteiprogramm – nicht wählen könne.
Dem kann ich nur entgegnen: jede Partei hat klein, sehr klein angefangen.
Die SPD vor Urzeiten mit Arbeiterrechten und die Grünen mit dem Waldsterben.
Aber gemausert haben sie sich doch. Das wird auch die Piratenpartei durchleben. Bleiben sie weiterhin beliebt, dann werden sie ihre Positionen zu anderen Themen finden und ihr Parteiprogram ausbauen (müssen).
Aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

Die Linken haben auch einige Positionen, die ich gut nachvollziehen kann. Aber dann wieder gibt es auch Punkte, die an ihnen kritisiert werden, die ich nachvollziehen kann.
Es wird auch gerne von politischen Gegnern die „SED-Nachfolgepartei“-Keule geschwungen.
Das erinnert mich immer ein wenig – und dann muss ich schmunzeln – an die Kommunismuskeule der US-Amerikaner.

Da kann man ja auch bis heute jeden fertig machen, wenn man ihn irgendwie in die Nähe der Kommunsisten rückt ;-)
Und bis heute haben die Amis kein gescheites Gesundheitssystem, weil immer und immer wieder die Kommunismuskeule erfolgreich geschwungen wurde.

Die ganzen rechten Parteien, also DVU, NPD, REP, sind für mich einfach nur ein sehr, sehr schlechter Scherz.
Darüber brauchen wir gar nicht reden.
Selbst wenn ich mit der Gesamtsituation unglaublich unzufrieden wäre, würde ich die nicht wählen.

Aber ich sehe durchaus, dass sich die Geschichte wiederholen kann.
Es muss nur mal wieder eine schöne, große Massenarbeitslosigkeit geben – und schwups bekommen die wieder Zuspruch wie nichts Gutes.
Und Schuld an allem ist natürlich der böse Ausländer.

Die SPD hat in den letzten Jahren viel falsch gemacht und schlicht und ergreifend gegen die Interessen ihrer Wählerschaft gehandelt.
So etwas kann natürlich nicht gut gehen.
Zudem nehme ich es Ihnen mehr als übel, dass sie sich an der Brandrodung der Bürgerrechte mit Eifer beteiligt haben.
Von CDU Schergen, wie Schäuble und von der Leyen ist man ja ohnehin nichts anderes gewohnt.
Aber das die SPD ohne Not dort mitgemacht hat, macht sie für mich unwählbar.

Die Angriffe auf das Grundgesetz und die Bürgerrechte machen für mich die CDU natürlich zusätzlich unwählbar.
Unter dem gerade nach aktueller Lage übergestreiften Deckmantel – mal ist es der Terrorismus, mal ist es Kinderpornographie, dann ist es wieder die rechte Gewalt – wird dort beschnitten und abgeschafft, verwässert und aufgeweicht, was nur geht.

Wochenlang überschlugen sich ja auf Nachrichtenseiten Forderungen hochrangiger CDU- aber auch SPD-Politiker nach immer härterer Gangart. Immer neue und immer abstrusere Ideen wurden da in die Mikrofone entleert.

Ich glaube wirklich zufrieden werden diese Personen nie sein.
Selbst wenn jeder einen Ortungschip unter der Haut hat und an jeder Ecke 20 Kameras hängen nicht.

Ich frage mich dann gerne mal, wie man überhaupt solch eine Meinung vertreten und das gesamte eigene Volk kriminalisieren kann.
Das ist doch schon keine Inkompetenz mehr – das muss doch böswilliger Vorsatz sein.

Es wundert mich ja, dass der Verfassungsschutz nicht schon ganze Etagen in diversen Parteizentralen angemietet hat.

Interessant, ich habe es an anderer Stelle bereits mehrfach erwähnt, finde ich den Ansatz, den das bedingungslose Grundeinkommen bietet.
Wirklich aufgenommen wurde diese Idee aber seltenst.
Die Violetten haben sie im Parteiprogramm stehen und auch andere kleine Parteien gehen damit hausieren. Aber das alleine bewegt mich noch nicht, sie zu wählen – zumal ich mit mit einigen anderen Punkten bspw. im violetten Parteiprogramm nicht klar komme.
Was bitte ist denn mit Spiritualität gemeint? Wenn ich so etwas höre, verfalle ich direkt in eine ablehnende Haltung mit verschränkten Armen.

Stichwort Parteiprogramme.
Ich finde es ja immer wieder interessant, dass manche Leute ihr Kreuzchen bei dem Kandidaten machen, der „am besten aussieht“.

Ich bin ja der Meinung, dass man nach den Inhalten der Partei wählen sollte.
Die Spitzenkandidaten sind dabei für mich höchstens sekundär.

Ich wähle eine Partei nach dem Grad der Übereinstimmung mit meiner Sicht der Dinge.

Daher wähle ich die die Grünen. Ich habe einen derart hohen Deckungsgrad mit den Ansichten und Ideen, dass ich auch vor einiger Zeit direkt Mitglied geworden bin.

Vor allem eine gescheite Umweltpolitik liegt mir am Herzen. Und dabei gibt es keine Alternative zu den Grünen – zumindest keine, die ich erkennen könnte.

Ich vergleiche die Umwelt immer sehr gerne mit einem Ast, auf dem wir sitzen. Dummerweise ist der Ast aber schon zu 80% durchgesägt.
Und ich traue nur den Grünen zu, dort schnell wieder die Sägestelle zu kitten – sonst heißt es: es freier Fall !

Bei den Grünen gefällt mir sehr viel.

Das heißt natürlich im Umkehrschluss auch, dass ich nicht mit allem einverstanden bin, was Mitglieder der Partei an Aussagen tätigen oder durch ihr Abstimmungsverhalten zum Besten geben.
Gerne wird der Parteispitze angekreidet, dass sie für den Afghanistaneinsatz gestimmt haben und Mitschuld an Hartz IV tragen.
Natürlich passt mir das nicht in den Kram.
Aber soll ich deshalb jetzt aus Protest die CDU wählen?!
Mal davon abgesehen dass taktisch wählen und Protestwahl in meinen Augen ohnehin Murks sind.

Man sollte doch bei der Partei bleiben, bei der man seine Ideen am besten verwirklichen kann.
Dass es nicht immer so läuft, wie man das haben möchte, sollte klar sein.

Sonst müsste jeder einzelne Bundesbürger seine eigene Partei aufmachen ;-)

Politik – und Demokratie insbesondere – besteht grundsätzlich immer aus Kompromissen.
Erst recht, wenn man in der Regierung als schwächerer Koalitionspartner tätig werden will.

Mir ist es allemal lieber, man kann regieren und 20% seiner Ideen einbringen, als dass man in der Opposition sitzt und ~0% umsetzen kann.
Das sehe ich nicht als Verrat oder dergleichen an – das ist reiner Pragmatismus. Da muss man realistisch bleiben, finde ich.
Wobei auch das nicht heißen soll, dass man auf Teufel komm raus immer mitregieren muss, ohne Rücksicht auf Verluste.
Aber wenn man die Chance sieht mitzuregieren – warum sollte man sie nicht nutzen?

Unter dem Strich werde ich also so lange bei den Grünen bleiben, wie ich mich bei Ihnen gut aufgehoben fühle.

Mir gefällt die Umweltpolitik, die nachhaltige Wirtschaftspolitik auch, die Sozialpolitik kann ich auch mittragen,
die Bildungspolitik finde ich auch unterstützenswert.

Wenn sie jetzt noch die Idee des Grundeinkommens populärer machen, bin ich noch deutlich glücklicher ;-)

Zum Schluss noch eine Bitte an Euch:
Wählt nicht taktisch oder aus Protest.
Geht wählen und wählt die Partei, die euren Vorstellungen am besten gerecht wird.

Und gebt bitte nichts auf den Wahl-o-mat.
Dort kommt auch gerne mal bei eigentlich links eingestellten NPD heraus oder solche Scherze.
Den Wahl-O-Maten kann man mal spaßeshalber nutzen.
Mehr aber auch nicht!

Das kleine Butterbloemchen möchte gerne aus dem Smoland abgeholt werden … Freitag, Aug 21 2009 

Ich war neulich schön bei Ikea shoppen – sogar zweimal.

Eines vorweg: das gute alte Kinderparadies heißt jetzt Smoland. Ich war wohl schon längere Zeit nicht mehr bei Ikea. ;-)

Gleich den Gewinn von der Wok-Aktion wieder unter die Leute gebracht und die Wirtschaft angekurbelt ;-)

Beim ersten Mal wollte ich eigentlich einen Hocker Modell Klippan mitnehmen.

Und was war? Ich habe gefühlte 1000 Sachen Kleinkram mitgenommen – und den Hocker natürlich vergessen. Oh Mann !

Unter anderem gekauft habe ich: eine neue Polsterauflage für meinen Poäng, einen Elefantenfuß, ein paar Gläser und zwei Stahlblech-Boxen für Kleinkram.

Beim zweiten Mal hab ich den Hocker natürlich nicht vergessen – und abermals ein bisschen Kleinkram mitgenommen ;-)

Der Hocker Klippan kommt in einem recht kleinen Karton von 10 Kilo Gewicht daher. Den Bezug muss man separat kaufen.

klippan hocker

Insgesamt kostet der Spaß 45€ (36€ für das Gestell, 9€ für den Bezug). Die Bezüge fand ich allesamt nicht so prickelnd. Daher hab ich mich für schwarz entschieden. Das sah noch am besten aus.

Zuhause habe ich natürlich sofort alles ausgepackt und bei 29°C Raumtemperatur versucht zusammenzubauen. Das war eine recht schweißtreibende Angelegenheit. Wobei bei 29°C Stauhitze eigentlich alles schweißtreibend ist.

Den Klippan-Hocker aufzubauen stellte sich als etwas schwieriger heraus, als gedacht.

Hier wurde wirklich auf den Milimeter gearbeitet. ;-)

Das Sperrholzgerüst zusammenzuschrauben war ja noch ziemlich einfach. Und allen Geschichten über Ikea zum Trotz: es fehlte keine Schraube.

Wirklich fies war es aber, den Bezug über das Gestell zu ziehen und mit den Klettverschlüssen am Bezug und an der unteren Innenseite des Holzgestelles jenen zu fixieren.

Das klappte nämlich zum verrecken nicht. Am Bezug hat mir an jeder Seite mindestens 1 cm gefehlt, um sich die Klettstreifen überhaupt nur berühren zu lassen.

Ich weiß nicht, was sich die Designer dabei gedacht haben. So kann man das jedenfalls nicht gescheit zusammen bauen. Entweder braucht man mehr Stoff und breitere Klettstreifen – oder man braucht zwei oder drei Leute, die gleichzeitig an jeder Ecke zupfen und zerren.

Der Bezug soll abnehmbar und waschbar sein. Den aber alle paar Monate abnehmen und waschen stelle ich mir unglaublich nervig vor. Da freue ich mich nicht drauf.

Mal am Rande bemerkt: das passende Sofa zum Hocker – also bspw. das Klippan 2er Sofa – ist unglaublich unbequem. Also würde man auf einer Sperrholzplatte mit einer Decke darüber sitzen.

Erwähnenswert finde ich noch die Selbstbedienungskassen bei Ikea.

Eigentlich sollen diese Kassen dafür sorgen, dass man deutlich schneller fertig und wieder im Auto ist.

Zumindest in der Theorie. Denn meistens klappt irgend etwas nicht und man muss warten, bis einem eine nette Dame vom Ikea-Service-Team weiter hilft.

Besonders irritierend finde ich, dass man jeden Mist einzeln einscannen muss. Wenn man also 100 Gläser  einkaufen will, dann muss man 100 Mal das gleiche Glas einscannen – oder warten, bis eine Servicekraft mal gerade Zeit hat, um die Artikelanzahl zu ändern.

Man sollte das Kassensystem zumindest dahingehend ergänzen, dass man eine Artikelanzahl eingeben kann.

Gerne Mal gibt es auch Probleme mit der EC-Karte und man muss wieder auf eine Servicekraft warten.

An der Kasse liefen ständig Hilfe suchende Menschen herum ;-)

Unterm Strich wäre es an der alten Kasse mit Kassiererin deutlich schneller gegangen.

Da ich ja nun eine Weile mit Kleinkram versorgt bin, muss ich so schnell nicht wieder zu Ikea.

Das ist auch gut so, weil man immer viel mehr einkauft, als man eigentlich gebraucht hätte. Jedes Mal ein teurer Spaß.

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